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  • Das Konzept – so funktioniert MaiStep

    MaiStep basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Prävention von Essstörungen. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klasse und findet im Klassenverband statt. Das Programm umfasst fünf Unterrichtseinheiten, die jeweils 90 Minuten lang sind und in den laufenden Unterricht, z. B. in den Biologie- oder Gemeinschaftskundeunterricht, integriert werden können.

    Thematisiert werden neben den Basisfertigkeiten (Achtsamkeit, Solidarität und Kompetenzaufbau) auch gesellschaftliche Schönheitsideale. Zusätzlich erlernen die Schülerinnen und Schüler einen funktionalen Umgang mit dem eigenen Körper sowie den eigenen Gefühlen und setzen sich mit zwischenmenschlichen Fertigkeiten zum Umgang mit Konflikten auseinander.

    Das Besondere an MaiStep ist, dass es nicht nur Mädchen, sondern auch Jungen anspricht und in allen Schulformen eingesetzt werden kann. Um sich von fachbezogenen Unterrichtsstunden abzugrenzen, nutzt MaiStep einen erlebnisorientierten Ansatz. Es macht die Themenschwerpunkte unter anderem durch eine Vielzahl an aktiven Übungen und den Einsatz von speziell entwickelten Videos erlebbar.

  • Die Partner – Hand in Hand für MaiStep

    Entwickelt wurde das Programm von der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Unimedizin Mainz.

    Neben der KKH unterstützen noch weitere Kooperationspartner MaiStep:

    • Die Jugendhilfeorganisation „FEMMA“,
    • das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie Rheinland-Pfalz und
    • das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz.
  • Die Wirkung – wissenschaftlich fundiert

    2011 wurde MaiStep mit 1.800 Schülerinnen und Schülern aller Schulformen in Rheinland-Pfalz erprobt und umfassend evaluiert. Hierbei konnte gezeigt werden, dass MaiStep die Auftretenswahrscheinlichkeit von Essstörungen signifikant reduzieren kann und dass diese Wirkung über einen längeren Zeitraum (12 Monate) anhält. So hat MaiStep einen schützenden Einfluss auf das gesunde Aufwachsen der Jugendlichen. Den wirtschaftlichen Nebeneffekt zeigt eine aktuelle Kosten-Nutzen-Analyse des Programms: Bei Behandlungskosten von ca. 21.870 € für jeden Betroffenen einer Essstörung konnte MaiStep seit seiner Implementierung ca. 4,5 Mio. € für das Gesundheitssystem einsparen.

    Eine Auflistung der Forschungsergebnisse zu MaiStep finden Sie auf der Internetseite der Unimedizin Mainz.

    Und MaiStep ruht sich nicht auf seinen Erfolgen aus. Das Programm wird unter Berücksichtigung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und Rückmeldungen aus der Praxis kontinuierlich weiterentwickelt.

     

  • Der aktuelle Stand – fast überall vertreten

    Seit der Entwicklung und Erprobung von MaiStep kann das Team zahlreiche Erfolge verzeichnen. Seit 2012 konnten insgesamt rund 1.700 Lehrkräfte geschult und damit schon 18.200 Schülerinnen und Schüler erreicht werden.

    Im Rahmen der bundesweiten Ausweitung wird MaiStep aktuell in 13 Bundesländern (Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Schleswig-Holstein) durchgeführt. Grundsätzlich können Schulen aus allen Bundesländern an dem Programm teilnehmen.

  • Die Teilnahme – Informationen für Schulen

    Das Team von MaiStep bietet regelmäßig Schulungen für Lehrkräfte, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sowie Schulpsychologinnen und Schulpsychologen an. Im Rahmen dieser Weiterbildungen wird Wissen über die verschiedenen Krankheitsbilder im Essstörungsspektrum sowie deren Entstehung, Entwicklung und Verlauf vermittelt. Zusätzlich werden die Teilnehmenden in der Umsetzung von MaiStep geschult.

    Interessierte Schulen können sich jederzeit für eine Teilnahme an der Fortbildung bewerben.

    Die Fortbildungstermine sowie die Materialienausgabe koordiniert die Universitätsklinik Mainz. Weitere Informationen zur Fortbildung der Lehrkräfte und die nötigen Kontaktdaten können Sie dem Flyer entnehmen. Oder Sie schreiben uns eine E-Mail an praevention@kkh.de.

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