Zahnprobleme: Überblick & Hilfe
Informationen zu Zahnkrankheiten & Problemen im Mundraum
Dass in unserem Mundraum einige hundert verschiedene Arten von Bakterien leben, ist völlig normal. Sie sind harmlos und bilden die wichtige Mundflora, die unsere Schleimhäute schützt und die Verdauung unterstützt.
Allerdings können diese Bakterien zusammen mit krankheitserregenden Bakterien Zahnbelag – auch Plaque genannt – bilden, der zu Zahnfleischentzündung führen kann. Wandern die Bakterien in die Vertiefung zwischen Zahn und Zahnfleisch, kann dort eine Zahnfleischtasche entstehen – ein typisches Anzeichen für Parodontose, fachsprachlich meist als Parodontitis bezeichnet. Der Knochen zieht sich aufgrund der Entzündung zurück. Die bereits vorhandenen Zahnfleischtaschen werden dadurch vergrößert. Dadurch verliert der Zahn immer mehr seinen Halt und kann letztendlich sogar ausfallen. Auch Mundgeruch und Zahnfleischbluten gehen mit einer Parodontose einher.
Die wichtigsten Auslöser für Parodontose sind Rauchen, Diabetes und eine nicht ausreichende Mundhygiene. Auch eine Schwangerschaft kann die Entstehung von Parodontose begünstigen.
Im Alltag können Sie selbst viel tun, um Parodontose zu vermeiden. Achten Sie beispielsweise auf eine gute Mundhygiene. Dazu gehört:
- Regelmäßiges, gründliches Zähneputzen mindestens zweimal täglich
- Säuberung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürsten
- Bürsten der Zunge mit einer Zungenzahnbürste
Einmal diagnostiziert, muss die Parodontose professionell behandelt werden, damit die Entzündung des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates wieder abklingt.
Die Parodontosebehandlung umfasst vier Phasen:
- Untersuchung und Beurteilung des Gesamtzustands des Gebisses Dabei werden die Tiefe der Zahnfleischtaschen, der Rückgang des Zahnfleisches und die Mundhygiene dokumentiert.
- Entfernung von Plaque, Zahnstein und anderen Reizfaktoren sowie Beratung zur Verbesserung der persönlichen Mundhygiene.
- Geschlossene Parodontosebehandlung: Dabei werden die harten und weichen Zahnbeläge, die unter dem Zahnfleisch liegen, entfernt – falls nötig auch mehrmals.
- Langfristige Stabilisierung des Behandlungsergebnisses durch regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen und professionelle Zahnreinigung.
Bitte beachten Sie:
Diese Seiten enthalten nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Sie ersetzen in keinem Fall den Besuch in einer zahnärztlichen Praxis.
Mit „Gingivitis“ wird eine akute oder chronische Entzündung des Zahnfleischs (Gingvia) bezeichnet. Sie entsteht meist durch Bakterien aus der Mundhöhle.
Ursache ist häufig eine falsche Mundhygiene, was leider oft vorkommt: Rund 80 Prozent der Deutschen haben entzündetes Zahnfleisch. Man erkennt die Gingivitis meist an häufigem oder gelegentlichem Zahnfleischbluten, was oft nicht ernst genommen wird, obwohl eine Gingivitis weitreichende Folgen haben kann. Ohne Behandlung kann sich eine Parodontitis entwickeln. Schlimmstenfalls können sich Zähne lockern und sogar ausfallen. Deshalb sollte man rechtzeitig gegensteuern: Eine sorgfältige Zahnpflege ist dafür Voraussetzung. Sollte die Zahnfleischentzündung nach einer Woche nicht weg sein, sollten Sie Ihre Zahnärztin / Ihren Zahnarzt aufsuchen.
Zahnschmerzen entstehen, wenn der Zahnnerv gereizt ist. Der Nerv liegt im Inneren des Zahns und ist normalerweise gut geschützt. Nur, wenn eine der Schutzschichten entzündet, durchlöchert oder beschädigt ist, kann etwas an den Zahnnerv gelangen. Wenn die Zahnhälse freiliegen, können heiße oder kalte Getränke durch die offenen Kanäle des Zahnhalses bis zum Zahnnerv vordringen und ihn reizen. Dadurch entsteht ein ziehender Schmerz. Schmerzt es, wenn Sie Süßes essen, kann das daran liegen, dass der betroffene Zahn bereits an einer Stelle kariös ist. Hat Karies schon das sensible Zahnmark erreicht, in das der Nerv eingebettet ist, kann es schmerzhaft „pochen“. Dann sollten Sie Ihre Zahnärztin / Ihren Zahnarzt aufsuchen, da sich die Schmerzen vermutlich verschlimmern werden und der Zahn durch die Karies immer mehr geschädigt wird bis er schließlich abstirbt. Wenn eine Füllung beschädigt ist, können Bakterien in den Spalt zwischen Füllmaterial und Zahn kommen, so dass auch dort Karies entsteht. Aber auch ohne Karies können durch den Spalt Kälte oder Hitze bis zum Nerv vordringen, was ebenfalls Schmerzen verursacht.
Kurzfristig können Zahnschmerzen durch Schmerzmittel oder Hausmittel „betäubt“ werden. Langfristig ist aber unbedingt eine Behandlung notwendig, um die Ursachen zu bekämpfen.
Karies – auch Zahnfäule genannt – entsteht, wenn Bakterien Zucker aus der Nahrung aufnehmen und ihn in Säure umwandeln. Der Zahnschmelz wird angegriffen und der Zahn beschädigt. Ursache kann z. B. sein, dass zu viel Zahnbelag vorhanden ist, der nicht entfernt wird.
Ist Karies nur oberflächlich vorhanden, kann der Zahnarzt den Prozess der Schädigung noch stoppen. Wenn die Karies schon zu weit fortgeschritten ist, muss die kariöse Substanz vom Zahnarzt entfernt werden und das dadurch entstandene Loch mit einer Füllung verschlossen werden. Vorbeugen ist möglich, in dem man auf die richtige Ernährung und die regelmäßige und sorgfältige Zahnpflege achtet.
Mundgeruch ist für die betroffene Person sehr unangenehm, aber auch für das Umfeld. Da Mundgeruch viele Ursachen haben kann (wie z. B. kariöse Zähne, Zahnfleischentzündungen, mangelnde Mundhygiene, Ernährung), empfehlen wir Ihnen, diese mit Ihrer Zahnärztin / Ihrem Zahnarzt abzuklären und mit ihr / ihm gemeinsam entsprechende Maßnahmen zu besprechen.
Keinesfalls sollten Sie den Mundgeruch lediglich mit Mundwasser / Mundspülungen versuchen, zu bekämpfen, denn das beseitigt normalerweise die Ursache nicht.
Zähneknirschen ist nicht selten. Fast 90 Prozent der Deutschen haben schon mit nächtlichem Zähneknirschen zu tun gehabt. Zähneknirschen ist ein unbewusster Vorgang, der vor allem nachts – während des Schlafens – auftritt. Oft wird man erst durch die Partnerin / den Partner darauf hingewiesen.
Ursachen
Wenn man nachts mit den Zähnen knirscht, ist die Ursache häufig Stress, der in der Nacht „verarbeitet“ wird. Der Körper versucht durch das Zähneknirschen unbewusst Frust, Ärger und Sorgen abzubauen.
Eine andere mögliche Ursache können auch Störungen im Kaubereich sein wie z. B. zu hohe Füllungen. Auch eine Störung des Kiefergelenks kann Zähneknirschen auslösen.
Auswirkungen
Das ständige Kauen/Reiben hinterlässt Spuren an den Zähnen, z. B. schräg abgeschliffene Kauflächen.
Zähneknirschen kann langfristig sogar zu Zahnlockerungen oder sogar bis zum Zahnverlust führen. Auch Entzündungen und Schäden am Kiefergelenk können die Folge sein.
Sogar Verspannungen, z. B. in Rücken oder Nacken, Kopfschmerzen und Sehstörungen können auftreten.
Behandlung und Kosten
Lassen Sie sich von Ihrer Zahnärztin / Ihrem Zahnarzt beraten. Zu hoch stehende Füllungen können schnell korrigiert werden. Wenn aber z. B. Stress die Ursache für das Knirschen ist, hilft eine sogenannte „Aufbiss-Schiene“, die normalerweise nachts getragen wird. Sie verhindert das Knirschen (das Aufeinanderreiben) der Zähne und sorgt für eine gleichmäßige Belastung der Muskulatur. So können weitere Schäden verhindert werden.
Eine Aufbiss-Schiene wird von Ihrem Zahnarzt individuell für Sie angefertigt, damit sie perfekt sitzt. Die vertraglichen Kosten dafür übernehmen wir.
Wichtiger Hinweis:
Diese Seiten enthalten nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Sie ersetzen in keinem Fall einen Arztbesuch.
Wir bitten um Verständnis.
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