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  • Lucinde Hutzenlaub & Heike Abidi: „Loslassen bedeutet Vertrauen“
    abidi-hutzenlaub

    Lucinde Hutzenlaub, 50, Autorin, Kolumnistin und Mutter eines Sohnes, 13, und dreier Töchter, 24, 21, 20

    Heike Abidi, 54, Autorin, Werbetexterin und Mutter eines Sohnes, 23

    Zusammen schrieben beide den Ratgeber „Ich dachte, sie ziehen nie aus – Ein Überlebenstraining für alle Eltern, deren Kinder flügge werden“.

    Wie ist Ihr Buchtitel gemeint? Dachten Sie tatsächlich, Ihre Kinder würden nie ausziehen?

    Heike Abidi: Ich habe zumindest gehofft, dass mein Sohn recht lange bei uns wohnen bleiben würde.

    Lucinde Hutzenlaub: Ich fand es ja schon schwierig, sie in den Kindergarten ziehen zu lassen, und habe den Tag gefürchtet, an dem sie sich endgültig von zu Hause verabschieden würden.

    Wie war es, als es dann wirklich so weit war?

    Heike Abidi: Ich hatte es mir eigentlich schlimmer vorgestellt. Ich erinnerte mich an meinen eigenen Auszug vor 35 Jahren und an das Gefühl der Freiheit, das ich damals hatte. So schaffte ich es, mich für meinen Sohn zu freuen, statt mich selbst zu bedauern.

    Lucinde Hutzenlaub: Als meine große Tochter auszog, hat es echt wehgetan. Ich finde, ein wenig Sentimentalität ist auch angebracht. Aber der Schmerz ging relativ schnell vorüber, schließlich habe ich dadurch auch viel Unabhängigkeit zurückgewonnen.

    Sie schreiben, dass sich das Loslassen schon früh und in kleinen Schritten üben lässt. Wie?

    Heike Abidi: Es gibt zum Glück genügend Gelegenheiten (lacht): Der erste Stadtbummel ohne Babybauch oder Kinderwagen, die erste Übernachtung bei Oma und Opa, der erste Kindergartentag, die erste Klassenfahrt, der Schüleraustausch oder später der erste längere Auslandsaufenthalt. In all diesen Momenten können Eltern trainieren, die gewonnene Zeit für sich zu genießen – ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

    Lucinde Hutzenlaub: Loslassen hat viel mit Vertrauen zu tun. Die ersten „richtigen“ Schritte meiner ältesten Tochter habe ich zuerst mit großer Sorge beobachtet – und dann mit großem Stolz. Das lässt sich auf alle Erfahrungen übertragen, die die Kinder ohne uns machen. Am Anfang kostet es immer Überwindung und braucht Mut – auf beiden Seiten –, aber es geht von Mal zu Mal leichter.

    Ihrem Buch zufolge zahlt die Pubertät auf das Loslassen-Konto der Eltern ein. Warum?

    Heike Abidi: Wenn unsere Pubertiere es wagen, uns auf den Keks zu gehen, dann beweist das ein gesundes Selbstbewusstsein und zugleich ein unerschütterliches Vertrauen in eine stabile Eltern-Kind-Beziehung. Mit anderen Worten: Nervige Teenager werden eines Tages auch ohne uns gut klarkommen, aber dennoch eng mit uns verbunden bleiben. Ist doch perfekt!

    Lucinde Hutzenlaub: Ich glaube ja, dass die Pubertät schlicht dazu da ist, den Eltern den Abschied von den Kindern leichter zu machen (lacht). Was soll ich sagen? Es funktioniert!

  • Franziska Klemm & Prof. Martin Korte: „Auf zeitliche Reglementierung achten“
    klemm-korte

    Ab welchem Alter ist ein Smartphone sinnvoll? Was gilt es zu beachten? Diese und weitere Fragen beantworten die KKH Psychologin Franziska Klemm und der Neurobiologe und Hirnforscher Prof. Martin Korte von der Technischen Universität Braunschweig.

    Jedes zweite Kind bekommt mit zehn Jahren ein Handy mit Internetzugang. Ist das nicht zu früh?

    Franziska Klemm: Wann ein Kind reif genug dafür ist, hängt vom individuellen Entwicklungsstand ab. Ist der Nachwuchs gut über die Funktionen digitaler Medien sowie deren Vor- und Nachteile informiert, zeigt dies Eltern, dass der Zeitpunkt für ein Smartphone richtig ist. Schläft das Kind dagegen schlecht, ist gereizt, verängstigt oder unkonzentriert, kann das darauf hindeuten, dass es mit dem Umgang überfordert ist.

    Prof. Martin Korte: Besonders kleine Kinder sind damit häufig überfordert, sie müssen für den Aufbau wichtiger neuronaler Schaltkreise im Gehirn vor allem erst einmal Körper-, Emotions- und Sozialerfahrungen machen. Nutzen sie zu früh digitale Medien, verändert das die Entwicklung wachsender Hirnstrukturen. Ab der vierten oder fünften Klasse nimmt der soziale Druck durch die Mitschüler zu. Spätestens dann sind Eltern gefordert, ihr Kind mit dem Smartphone vertraut zu machen. Ansonsten isoliert man die eigenen Kinder sozial, wenn sie über digitale Medien nicht mit ihren Freunden kommunizieren können.

    Sollte man die Smartphone-Zeit begrenzen?

    Franziska Klemm: Ja, Eltern sollten auf die zeitliche Reglementierung achten. Am besten stellt man gemeinsam mit dem Kind Regeln auf, welche Medien und Inhalte es wann wie lange nutzen darf, und hält dies auch schriftlich fest. Werden Tochter oder Sohn älter, sollte man die Bedingungen anpassen.

    Prof. Martin Korte: Hilfreich ist auch, wenn Vater und Mutter mit gutem Beispiel vorangehen und vermitteln, was man mit dem Smartphone Spannendes machen kann – außer zu daddeln, zu liken und zu posten.

    Wo lauern die Gefahren?

    Franziska Klemm: Im Internet gibt es vieles, was für Kinder ungeeignet ist. Dies kann sie verunsichern oder gar verängstigen. Außerdem dient das Smartphone vielen Jugendlichen zur Selbstdarstellung in sozialen Medien wie Instagram und TikTok. Maßstab sind dort oft Bilder von Stars und Influencern, die speziell in Szene gesetzt sind. Das kann dazu führen, dass sie mit dem eigenen Leben unzufrieden sind. Deshalb ist der Austausch über die Wirkung digitaler Inhalte, über Gefühle, Licht- und Schattenseiten so wichtig.

    Prof. Martin Korte: Das Piepen, Klingeln und Vibrieren durch eingehende Nachrichten sorgt für ständige Störungen. Das schmälert das Konzentrationsvermögen, genauso wie Vielsurfen und Multitasking. Das menschliche Gehirn arbeitet am effektivsten, wenn es sich intensiv mit Aufgaben beschäftigt und sie nacheinander abarbeitet. Folgenreich kann auch sein, wenn vor dem Einschlafen noch online gespielt, Musik gehört oder kommuniziert wird, denn der Blaulichtanteil der Bildschirme sorgt dafür, dass über die Netzhaut wach machende Signale an das Gehirn geschickt werden. Ausreichend Schlaf ist für die Entwicklung des jungen Gehirns jedoch sehr wichtig.

    Gibt es denn auch irgendwelche Pluspunkte des Smartphones?

    Franziska Klemm: Ja. Wie unsere Forsa-Umfrage auch zeigt, nutzen Kinder und Jugendlichen das Smartphone zwar vor allem zur Unterhaltung, viele aber auch zur Kommunikation, zum Telefonieren, um für Schulthemen zu recherchieren oder für die Online-Nachhilfe.

    Prof. Martin Korte: Richtig. Die Kommunikation mit vielen Nutzern auf unkomplizierte Art und Weise sowie die Möglichkeit, Wissen schnell nachzuschlagen und sich über Videos Sachverhalte erklären zu lassen, ist positiv. Das kurbelt die Aufmerksamkeit an, stärkt die analytischen Fähigkeiten Heranwachsender und ist pures Gehirnjogging.

  • Tobias Esch: „Glück macht gesund“
    esch

    Tobias Esch, 50, ist Neurowissenschaftler und Professor für Integrative Gesundheitsförderung an der Universität Witten/Herdecke. Er erforscht das Thema Glück, indem er Erkenntnisse aus Biologie, Medizin und Psychologie zusammenträgt. Seine These: Jeder Mensch kann das Glücklichsein trainieren.

    Herr Prof. Dr. Esch, was fasziniert Sie eigentlich am Thema Glück so?

    Viele Menschen, auch in der Wissenschaft, meinen, Glück sei nicht viel mehr als das Sahnehäubchen von Wellness. So ein bisschen Chichi für Achtsamkeitskurse. Falsch! Glück ist eine harte wissenschaftliche Währung, weil es auf biochemischen Prozessen im Gehirn basiert, die unser Verhalten seit Millionen von Jahren steuern. Unser Belohnungssystem lässt uns Glück empfinden, wenn wir etwas als Erfolg beziehungsweise als prinzipiell vorteilhaft verbuchen können. Es hat beim Menschen schon immer mitbestimmt, welche Verhaltensmuster sich auf Dauer durchsetzen.

    Seit wann beschäftigen Sie sich damit?

    Eigentlich ging das schon vor 30 Jahren los, als ich noch Pflegehelfer war und beobachten konnte, welchen starken Einfluss Glücksempfinden und Zufriedenheit auf kranke oder gebrechliche Menschen haben und wie sehr die eigene Persönlichkeit und auch die Gesundheit eines Menschen mit von der Fähigkeit abhängen, Glück empfinden zu können. Später, als Arzt und vor allem als Forscher, habe ich mich dem Thema immer mehr angenähert.

    Wie kann man denn Glück erforschen – das ist doch nicht messbar, oder?

    Und ob! Wenn in uns ein Verlangen entsteht, zum Beispiel beim Anblick eines leckeren Essens, dann wird in unserem Gehirn Dopamin ausgeschüttet, das sogenannte Glückshormon. Je größer dieses Verlangen ist, die Vorfreude, desto stärker feuern die Nervenzellen in unserem Belohnungssystem mit Dopamin auf die Regionen im Gehirn, die für das Auslösen des eigentlichen Glücksgefühls zuständig sind. Diese Prozesse lassen sich messen.

    Was sind denn die stärksten Auslöser für Glücksgefühle beim Menschen?

    Es gibt drei Grundbedürfnisse, deren Befriedigung in der Evolution unseren Erfolg als Spezies ausgemacht haben: das körperliche Überleben durch Essen, Trinken und Wärme, die soziale Bindung durch Sex, Nähe und Schutz sowie das persönliche Wachstum, die Selbstverwirklichung und die Anerkennung in der Gemeinschaft. Nach diesen Dingen streben alle Menschen, um glücklich zu sein.

    Und warum haben wir trotzdem immer wieder das Gefühl, vom Pech verfolgt zu sein?

    Schon die Formulierung geht in die falsche Richtung. Pech und Glück sind in der Regel keine Zufallsereignisse, von echten Schicksalsschlägen einmal abgesehen. Ob man sich als glücklich oder unglücklich empfindet, hängt vor allem von der Frage ab, ob ich meine Entscheidungen im Leben an den Grundbedürfnissen orientiere, die mir am wichtigsten sind. Zum Beispiel: Geht es mir im Leben mehr um Sicherheit oder mehr um soziale Beziehungen? Werden meine Bedürfnisse ausreichend gestillt? Sind sie im Einklang miteinander und mit meinem Tun?

    Das heißt, ein „Pechvogel“ hat die falschen Entscheidungen getroffen?

    In diesem Sinne ja. Das ist auch eine Frage der persönlichen Interpretation. Hinzu kommt dann oft, dass sich solche Menschen in einer Art Autopilotmodus befinden. Es gelingt ihnen in einer schwierigen Situation oftmals nicht, „stopp!“ zu sagen, innezuhalten und über eine nötige Veränderung ihres Lebens nachzudenken.

    Kann man also nur glücklich werden, wenn man auch Unglück erlebt?

    So ist es. Das eine bedingt letztlich das andere. Deshalb steigen Zufriedenheit und Glücksempfinden mit den Lebensjahren.

    Wie meinen Sie das?

    Das Leben ist wie ein permanentes Trainingslager für unser Glücksgefühl. In jungen Jahren zielen wir vor allem auf kurzfristige Belohnungen, wir wollen bestimmte Dinge – Geld, ein schickes Auto, coole Klamotten – unbedingt ganz schnell haben. Alles dreht sich nur ums eigene Ego. Dann kommen die Jahre, in denen sich die Härte des Lebens immer mehr zeigt und der Mensch merkt, dass der Verzicht auf bestimmte Dinge eine Befreiung und Erleichterung sein kann, die ihn glücklicher macht. Und schließlich kommt die Reife: Man merkt, wie gut es tut, sich mit dem zufriedenzugeben, was man hat, zur Ruhe zu kommen oder vielleicht sogar seine Energie zum Wohl anderer Menschen einzusetzen statt immer nur für den eigenen Vorteil.

    Warum ist Glücklichsein so wichtig für unsere Gesundheit?

    Ein Beispiel: Je weniger Stresshormone wir dauerhaft im Blut haben, desto weniger neigen wir zu den typischen Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schmerzen im Muskel-Skelett-System oder Diabetes. Wer lernt, sein körpereigenes Belohnungssystem öfter zu aktivieren, ist seelisch wie körperlich gesünder. Stress wird reduziert, wir kommen leichter zur Besinnung.

    Kann man Glück trainieren?

    Auf jeden Fall! Gesunde Ernährung, viel Bewegung und auch regelmäßige Achtsamkeitsübungen – zum Beispiel Meditation, Yoga oder MBSR (Anm. d. Red.: Mindfulness-Based Stress Reduction) – sind eine ideale Kombination, um zu mehr innerer Ruhe und Zufriedenheit zu gelangen und sich eher glücklich zu fühlen.

    Welchen Beitrag kann das Gesundheitssystem leisten?

    Es sollte sich endlich von dieser unsinnigen Trennung von Schul- und sogenannter Alternativmedizin verabschieden. Sich als Patient für die eine oder die andere Richtung entscheiden zu müssen, hilft niemandem weiter. Wir brauchen eine integrative Medizin, in deren Mittelpunkt auch die Selbstheilungsfähigkeit des Einzelnen steht. Also eine Medizin, die dem Patienten die Möglichkeit gibt, mit einem hohen Maß an Eigenverantwortung zum eigenen Wohlbefinden und zur Genesung beizutragen, statt sich nur auf Medikamente und den Arzt zu verlassen. Wir sprechen da auch vom „Nudging“ – der Fähigkeit, durch die richtigen Entscheidungen glücklicher und gesünder zu werden.

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