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  • Kornelia Schmid: „Was, wenn ich krank werde?“
    schmid

    Die Corona-Krise stellt pflegende Angehörige oft vor große Schwierigkeiten. Im Interview erzählt die Vorsitzende des Vereins Pflegende Angehörige Kornelia Schmid von den besonderen Belastungen und Herausforderungen.

    Frau Schmid, Sie sind nicht nur Vorsitzende des Vereins Pflegende Angehörige, sondern pflegen selbst auch Ihren Mann und Ihre Mutter. Wie haben Sie persönlich die vergangenen Monate emotional erlebt?

    Zu den üblichen Sorgen und Ängsten kam bei mir das ständige Bangen wegen der Corona-Ansteckungsgefahr. Meine größte Angst war und ist, dass ich krank werden und ausfallen könnte. Was dann? Deshalb meide ich den Kontakt zu anderen Menschen – und der fehlt mir. Der Schatten der Pandemie, der einen ständig verfolgt, belastet mich sehr. Wegen Corona zieht man sich zurück und wird scheu.

    Welche konkreten Probleme kamen für Sie durch die Pandemie hinzu?

    Da wir das Infektionsrisiko so klein wie möglich halten wollten, fiel die Entlastung durch kleine Auszeiten wie etwa die übliche Unterstützung durch meine Kinder, die netten Gespräche beim Einkaufen oder Gassigehen weg. Und an eine Kurzzeitpflege im Heim war gar nicht erst zu denken. Obendrein wurden die Therapien für meinen Mann reduziert, wodurch sich sein Zustand verschlechterte. Ich sorge zudem für meine 84-jährige Mutter – ich musste alles neu organisieren, ich musste und muss trotz der zusätzlichen Betreuungsbelastung funktionieren.

    Was sind die größten Sorgen und Nöte, mit denen sich pflegende Angehörige an Sie und Ihren Verein wenden?

    Was passiert, wenn man ausfällt? Was ist, wenn man das Corona-Virus vom Einkaufen, vom Arzt, von der Apotheke einschleppt und einen Pflegebedürftigen ansteckt? Wie lange funktioniert das alles noch ohne Entlastung? Gefühle der Enge, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Wut und des Ärgers, weil man nicht rauskann und dadurch Konflikte entstehen. Es gibt viele Fragen rund um die Impfung und wegen fehlender Informationen. Und: das Gefühl des Frustes, weil pflegende Angehörige spüren, wie wenig sie in unserer Gesellschaft und für die Politik wert sind. Sie werden nicht einmal in der Impfreihenfolge erwähnt.

    Wie haben Sie das Informationsangebot für pflegende Angehörige in dieser herausfordernden Zeit erlebt?

    Als schwierig. Wir haben viel im Internet recherchiert. Alles muss man suchen. Aber was machen Menschen ohne Internet?

    Gerade jetzt wären für Pflegebedürftige sowie Angehörige Besuche von Familie und Freunden hilfreich, um mit der aktuellen Situation besser umgehen zu können. Wie gehen die Betroffenen damit um?

    Vereinsamung ist ein großes Thema. Ich spüre, wie schlecht es den Angehörigen geht, psychisch wie physisch. Das Alleinsein ist nicht gut. Obendrein sind viele Pflegebedürftige gestorben. Das Loch, in das man als Angehöriger dann fallen kann, ist unglaublich groß.

    Für eine Reihe von Pflegeleistungen sind aufgrund der Corona-Pandemie besondere Regelungen in Kraft gesetzt worden, um die heimische Pflege besser zu organisieren. Wie hilfreich sind zum Beispiel das Pflegeunterstützungsgeld, das unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 20 Tage gezahlt wird, oder die erweiterten Möglichkeiten, den Entlastungsbetrag in Anspruch zu nehmen?

    Für die meisten pflegenden Angehörigen sind sie gar nicht hilfreich. Die Sonderleistung bis zu 20 Tagen für Berufstätige, die kurzfristig die Pflege übernehmen, betrifft nur eine sehr kleine Personengruppe. Die meisten haben diese Aufgabe ja schon vor Corona erfüllt. Und der Entlastungsbetrag wurde nur für den Pflegegrad 1 geöffnet – etwa für Nachbarschaftshilfe oder andere Helfer.

    Wie lauten Ihre Forderungen an die Politik?

    Wir müssen in den Köpfen der Politiker ankommen, die Haltung uns gegenüber muss sich verändern: Weg vom Bittsteller, der Geld kostet – hin zum Bewusstsein, wie viele Ausgaben wir dem Staat und der Gesellschaft ersparen. Dies müssen wir auch durch Taten spüren: durch ein gerechtes jährliches Entlastungsbudget plus die dafür nötigen bedarfsgerechten Entlastungsangebote. Und: Statt des unübersichtlichen Pflegedschungels braucht es klare, transparente Regelungen. Damit man die Entlastung, die bitter nötig ist, auch bekommt.

    Und was erwarten Sie von der Gesellschaft?

    Verdrängt nicht, schaut hin, hört hin. Es kann einen selbst schnell treffen. Durch Zuhören, Interesse oder Hilfsangebote wie mal Einkaufengehen oder Ähnliches kann uns jeder unterstützen und Kraft für den Tag geben.

    Sie haben die virtuelle Kneipe „Beisammensein“ ins Leben gerufen. Worum geht es dabei?

    Die Kneipe ist täglich ab 20.30 Uhr über die Video-Meeting-Plattform Zoom geöffnet. Pflegende Angehörige sind jederzeit willkommen zum Austausch über all die Dinge, die einen bewegen, aber auch, um miteinander zu lachen, zu singen oder einfach Blödsinn zu machen. Einfach eine Mail an info@pflegende-angehörige-ev.de schicken.

  • Prof. Michael Schredl: „Der Stoff, aus dem die Träume sind“
    schredl

    Ist Träumen so wichtig wie Schlafen?  Warum und wovon träumen wir?  Mit solchen Fragen beschäftigt sich Traumforscher Prof. Michael Schredl.

    Prof. Michael Schredl, 58, Psychologe, Leiter des Schlaflabors am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim und Buchautor (u. a. „Träume – unser nächtliches Kopfkino“, erschienen im Springer-Spektrum-Verlag).

    Herr Prof. Schredl, warum träumen wir?

    Das Warum ist wissenschaftlich noch nicht geklärt. Aus meiner Erfahrung lässt sich aber sagen, dass Träume widerspiegeln, was das Gehirn in der Nacht macht: nämlich das Gedächtnis konsolidieren. Es speichert Gelerntes und Erlebnisse ab. Im Traum ist das Gehirn allerdings sehr kreativ.

    Wie entstehen Träume?

    Darauf sucht die Neurowissenschaft noch Antworten. Es gibt zwar einige Theorien, allerdings lässt sich die Frage ähnlich schwer beantworten wie die nach der Entstehung des Bewusstseins im Wachen.

    Können wir denn im Traum überhaupt denken?

    Ja, auf jeden Fall. Im Traum können wir alles, was wir auch im Wachzustand können – das Träumen wird ja während des Traums als wirklich erlebt. Allerdings gibt es Dinge, bei denen das nicht so gut klappt, zum Beispiel wenn wir uns darüber freuen, dass wir fliegen können.

    Hat Träumen, ähnlich wie das Schlafen, eine lebenswichtige Funktion?

    Das lässt sich nicht beantworten, da jeder Mensch träumt und wir so nicht untersuchen können, was wäre, wenn jemand nicht träumen könnte. Das Träumen lässt sich nicht abschalten.

    Jeder Mensch träumt?

    Ja. Wissenschaftlich ausgedrückt: Jedes gesunde Gehirn träumt. Aber nicht jeder kann sich an seine Träume nach dem Aufwachen erinnern.

    Warum nicht?

    Weil das Gehirn vom Schlaf in den Wachmodus umschalten muss. Dabei kann viel von der Traumerinnerung verloren gehen. Das lässt sich aber leicht durch Training ändern, indem wir nach dem Aufwachen unsere Konzentration direkt darauf lenken, was wir geträumt haben, und es in der Vorstellung wiederholen.

    Wovon träumen wir?

    Hauptsächlich davon, was uns tagsüber beschäftigt, was wir erleben. Wer Sport studiert, träumt häufiger von Sport als Kommilitonen der Psychologie. Dabei geht es aber vor allem um emotional wichtige Dinge und um soziale Interaktionen, die wir im Traum verarbeiten. Das Gehirn verknüpft allerdings sehr kreativ Elemente, Zeiten und Gefühle miteinander. Man kann aber auch von etwas völlig Neuem träumen – ähnlich wie wenn man im Wachzustand seiner Fantasie freien Lauf lässt.

    Kann man sich Trauminhalte vor dem Einschlafen wünschen?

    In der Regel funktioniert das nicht. Da wir vor allem davon träumen, was uns tagsüber beschäftigt, folgt nach einem stressigen Tag häufig ein entsprechender Traum.

    Wollen uns Wiederholungsträume etwas sagen?

    Sie zeigen uns, dass wir mit einer bestimmten Sache nicht entspannt umgehen können und auf der Stelle treten.

    Was lässt sich dagegen tun?

    Man arbeitet mit dem Traum im Wachzustand und setzt ihn auf die Weise fort, dass man das Gefühl hat, mit der Situation angemessen umzugehen. Das wiederholt man dann täglich einmal für fünf Minuten über zwei Wochen, bis der Traum im Schlaf nicht mehr wiederkommt.

    Gibt es ein Mittel gegen Albträume?

    Bei Albträumen ist es die gleiche Vorgehensweise wie bei Wiederholungsträumen. Sind es Träume, bei denen man vor dem drohenden Unheil aufwacht oder davonläuft, so vermeidet man die Konfrontation mit dem, was einem im Traum Angst einjagt. Deshalb geht es darum, die Angst im Wachzustand zu bewältigen, indem man den Traum so weiterdenkt, dass man der Situation gewachsen ist, ohne die Flucht zu ergreifen. Bei Verfolgungsträumen bietet sich zum Beispiel an, sich umzudrehen und zu schauen, wer da überhaupt hinter einem ist, oder sich Hilfe zu holen.

    Warum sollten wir uns mit unseren Träumen beschäftigen?

    Das Wort „sollen“ verwende ich nicht gerne. Wer sich mit seinen Träumen beschäftigt, kann viel über sich und seinen Umgang mit der Welt lernen. Man kann es auch einfach zum Spaß machen.

    Manch große Erfindung soll auf Träume zurückgehen: nur Mythen?

    (lacht) Einfälle kann man durchaus im Traum haben, ob sie dann im Leben auch umsetzbar sind, ist eine andere Frage. Aber: Bei den Personen, die man aus der Literatur kennt, verhält es sich ja so, dass sie sich intensiv mit bestimmten Dingen und Fragestellungen auseinandergesetzt haben. Deshalb ist es durchaus vorstellbar, dass der Traum eine Idee zur Problemlösung geliefert hat.

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