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  • Lars Schwabe: „Zeitdruck: Turbo für Stresshormone“
    lars-schwabe

    Was passiert eigentlich mit uns, wenn wir unter Stress und Zeitdruck stehen? Das wollten wir von Lars Schwabe, Professor für Kognitionspsychologie an der Universität Hamburg, wissen. Zu seinen Schwerpunktthemen gehört die Frage, was im menschlichen Gehirn passiert, wenn wir unter Stress stehen.

    Das Herz rast, das Atmen fällt schwer, der Schweiß fließt in Strömen – typische Symptome dafür, dass der Körper im Alarmzustand ist. Wenn wir unter Stress stehen, zum Beispiel bei hohem Termindruck, wird in unserem Gehirn der Hypothalamus aktiv, sozusagen die Steuerungszentrale des vegetativen Nervensystems. Er „befiehlt“ den Nebennieren, die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin auszuschütten.

    Die Folgen: Der Blutzucker steigt rasant an und liefert den Muskeln mehr Energie. Die Urmenschen konnten so in gefährlichen Situationen schneller flüchten – oder angreifen. Der Hormonschub macht uns außerdem aufmerksamer und fördert die Konzentration auf das Wesentliche, um als bedrohlich empfundene Momente besser zu meistern.

    Herr Prof. Schwabe, viele Menschen klagen über unsere schnelllebigen, stressigen Zeiten und sehnen sich nach Entschleunigung. Warum fällt es uns trotzdem so schwer, das hohe Tempo aus unserem Alltag herauszunehmen?

    Da kommen mehrere Faktoren zusammen – zum einen die beruflichen Anforderungen, die an uns gestellt werden, zum anderen aber auch die Ansprüche, die jeder von uns an sich selbst erhebt. Wer sie erfüllt, hat etwas geleistet und erhält Lob und Anerkennung, was verstärkend wirkt. Seinen Pflichten nachzukommen, dient somit auch dem Belohnungssystem.

    Ist das auch der Grund, warum Viele mit dem Lockdown in der Corona-Krise so schlecht umgehen konnten?

    Es ist ein Grund von mehreren. Aber es stimmt schon: Wer in den zurückliegenden Monaten das Gefühl hatte, nicht mehr so viel zu leisten wie vorher, oder wenig sozialen Kontakt hatte, für den waren Stillstand, Isolation und Entschleunigung sicherlich auch negative Erfahrungen, die Unzufriedenheit ausgelöst haben.

    Um im Urlaub richtig abzuschalten, setzen wir uns ins Flugzeug, liegen wie die Ölsardinen an überfüllten Stränden oder hechten von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Wieso machen wir uns selbst noch zusätzlichen Stress?

    Das ist ein wichtiger Punkt! Jeder Mensch empfindet Stress anders. Und so hat auch jeder Einzelne seine eigene Interpretation von positivem oder negativem Stress. Positiv bedeutet dabei, dass ich mir selbst die Ziele setze, die ich erreichen will. Ich bestimme. Wenn ich also im Urlaub zum Beispiel ein Museum nach dem anderen abklappere, weil ich mich für Ausstellungen begeistere, dann führt das vielleicht zu Stress. Er wird aber nicht als unangenehm empfunden, weil ich mich bewusst so entschieden habe. 

    Und negativer Stress?

    Der entsteht durch äußere Einflüsse, zum Beispiel durch den Chef, der mich drängt, eine mir lästige Aufgabe schnellstmöglich zu Ende zu bringen. Ein anderes Beispiel ist Prüfungsstress: Für den einen ist er ein stimulierender Nervenkitzel, während der andere vor lauter Angst blockiert ist.

    Warum belastet die ständige Erreichbarkeit per Mail oder Handy uns Menschen so stark?

    Aus dem gleichen Grund wie jeder andere Negativstress. Auch wenn der Chef oder der Kollege sich nach Feierabend, am Wochenende oder im Urlaub nicht meldet – allein die Tatsache, dass ich erreichbar sein muss, versetzt mich in einen dauerhaften Alarmzustand, in dem ich mich nicht erholen kann. Ich fühle mich wie unter ständiger Beobachtung und Kontrolle.

    Welchen Einfluss hat Stress auf unsere Entscheidungsfähigkeit?

    Wenn wir eine Situation als bedrohlich empfinden, setzen bei uns immer noch dieselben Mechanismen ein wie bei unseren Vorfahren vor Jahrmillionen. Wir schalten um auf Routinehandlungen – zu Urzeiten also zum Beispiel Flucht vor dem Raubtier – und stellen das reflektierte Denken weitgehend ein. Das liegt daran, dass der präfrontale Kortex unter extremem Stress heruntergefahren wird – also der vordere Gehirnteil, der für Denken, Handeln, das Abwägen von Situationen und Planen bedeutsam ist. Wir agieren dann nicht mehr vorausschauend, sondern rein instinktiv. Und das läuft über alte, tiefliegende Strukturen unseres Gehirns. 

    Viele Menschen sagen, sie könnten unter Druck besser lernen? Ist da was dran?

    Damit sind wir wieder beim Beispiel der Prüfungssituation. Dabei wird unser vegetatives Nervensystem stimuliert. Wir können uns besser konzentrieren, Gedächtnisinhalte besser abrufen und steigern unsere Leistung. Doch sobald unser Körper das Stresshormon Kortisol ausschüttet, ist es damit vorbei und unser Erinnerungsvermögen lässt nach. Wir können dann auch nicht mehr so gut lernen wie zu Beginn der Stresssituation.

    Wäre es in unserer hektischen Zeit nicht wichtig, auch mal wieder Langeweile im Leben zuzulassen?

    Wenn man darunter versteht, sich für eine bestimmte Zeitspanne auszuklinken und vom äußeren Druck zu befreien – dann ja. Eine solche Phase ist wertvoll, um kognitive Ressourcen zu aktivieren und zu reflektieren. Die Auszeit darf aber kein Dauerzustand werden. Ideal für die Arbeit unseres Gehirns ist eine innere Balance zwischen Langweile auf der einen und Stress auf der anderen Seite.

    Wie kann einem das gelingen?

    Es lässt sich trainieren, zum Beispiel durch regelmäßige Achtsamkeitsübungen. Dadurch führt man sich schneller vor Augen, welche Situation oder welches Umfeld im eigenen Leben guttut oder vielleicht eher schadet.

    Kann sich ein Einzelner wirklich mit Erfolg gegen das Tempo unserer Zeit stemmen?

    Es fängt immer beim Einzelnen an. Aber es ist in der Tat so, dass dieses Tempo eine Eigendynamik hat, die sich praktisch nicht unter Kontrolle halten lässt. Leistungs- und Konkurrenzdenken treibt ja ebenfalls zunächst den Einzelnen an, setzt sich dann in einer Gruppe oder einem Team fort und strahlt schließlich auf die Gesellschaft insgesamt aus. Das ist eine Spirale, die sich scheinbar wie unbeirrt weiterdreht.

    Könnten wir aus der Corona-Krise lernen, wie man es künftig anders macht?

    Wünschenswert wäre es schon, aber ob wir das wirklich hinbekommen, werden die nächsten Monate und Jahre erst zeigen müssen.

  • Dr. Anja Luci: „Reiner Verbraucherfang“
    Dr. Anja Luci

    Dr. Anja Luci, 42, ist Ernährungswissenschaftlerin und arbeitet im Versorgungszentrum der KKH in Halle an der Saale. Wir wollten von ihr wissen, wie sie das Thema DNA-Food aus Expertinnensicht beurteilt.

    Frau Dr. Luci, Hand aufs Herz: Würden Sie eine nutrigenetische Analyse bei sich machen lassen?

    Ein klares Nein! Nicht nur, weil ich weder krank noch übergewichtig bin, sondern vor allem, weil mir der persönliche Austausch mit einem Experten dabei fehlen würde. Mit den heutigen Angeboten wird der Verbraucher alleingelassen. Er bekommt die Auswertung seiner DNA zugeschickt – und dann?

    Das heißt, Sie kritisieren die fehlende Nachbereitung?

    Ja, eine gute Begleitung nach der Analyse ist unerlässlich, zum Beispiel durch einen erfahrenen Ernährungsberater. Als Verbraucher muss ich ja wissen, welche Konsequenzen ich aus den Testergebnissen für mich persönlich ziehen sollte. Sonst hat die Analyse keine Aussagekraft, zumal die damit verbundenen Testverfahren noch viel zu jung sind.

    Welche Risiken sehen Sie bei den Analysen?

    Vorab: Ich will die Angebote nicht generell verteufeln. Es ist ja schon interessant herauszufinden, welche genetisch bedingten Krankheitsdispositionen ein Mensch in sich trägt. Aber als Ergebnis der Analyse jetzt mehr Gemüse und weniger Fleisch zu essen, reicht einfach nicht.

    Warum nicht?

    Entscheidend für eine nachhaltige Veränderung des Speiseplans und des gesamten Lebensstils ist die innere Einstellung und Überzeugung, wirklich auf Dauer etwas Gutes für mich zu tun. Wir kennen das Problem von den unzähligen Diäten, die in den Illustrierten immer wieder gepriesen werden. Kaum ist eine Diät beendet, kommen die Pfunde zurück. Wir sprechen vom Jo-Jo-Effekt. Viele Menschen meinen, mit der Diät ihre Hausaufgaben gemacht zu haben. Dabei ist eine Diät immer erst der ganz kleine erste Schritt zu einer lebenslangen Umstellung der Ernährungsgewohnheiten.

    Und darin sehen Sie eine Parallele zur Nutrigenetik?

    Ja, weil es erst einmal furchtbar bequem klingt, was die Werbung da verspricht: Schick uns eine DNA-Probe, wir kümmern uns dann um alles. Das suggeriert beim Verbraucher doch, dass er die Verantwortung für seine Ernährung abgeben kann und er dann für sein Geld ein Universalrezept für ein gesünderes Leben erhält. Das kann nur schiefgehen. Für mich ist das reiner Verbraucherfang.

    Apropos Geld: Droht beim Thema gesunde Ernährung eine Zweiklassengesellschaft?

    Das kann wirklich gut sein, aber es wäre eine völlig unnötige Spaltung. Denn das würde ja bedeuten: Nur wer genug Geld hat, kann gesünder leben, und die Armen sind auf Gedeih und Verderb minderwertigen, billigen Lebensmitteln ausgesetzt. Grundnahrungsmittel, gerade wenn sie aus der Region kommen und saisonal angeboten werden, sind immer für jeden Geldbeutel geeignet. Gesunde Ernährung kann sich jeder leisten – alles andere wäre ein fataler Trugschluss.

    Was würden Sie denn jemandem empfehlen, der nun doch eine DNA-Analyse gemacht hat?

    Er oder sie sollte unbedingt mit den Ergebnissen eine Ernährungsberatung oder einen Arzt aufsuchen. Dort gibt es dann professionelle, individuelle Unterstützung, die nicht nur eine gesunde Ernährung sicherstellt, sondern auch die beiden anderen Säulen einer gesunden Lebensführung berücksichtigt: ausreichende Bewegung und psychische Gesundheit. Nur wer alle drei Säulen in seinen Lebensplan einbaut, tut seiner Gesundheit langfristig etwas Gutes.

  • Dany Dobner & Patricio Escher: „Neues Standbein aufgebaut“
    escher-dobner

    Dany Dobner und Patricio Escher betreiben seit zwei Jahren in Berlin das PT Loft – mit seinen 22 Quadratmetern ein kleines, aber feines Fitnessstudio, mitten im Stadtteil Prenzlauer Berg. Im Interview erzählen sie, wie sie den Lockdown erlebt und den Kontakt zu ihren Kunden gehalten haben.

    Welche Kunden kommen zu euch?

    Patricio Escher: Das ist sehr durchmischt. Da ich Physiotherapeut bin, gehören zu unserer Klientel auch Schmerzpatienten. Ansonsten sind es vor allem Menschen, die im Beruf viel unter Hektik und Zeitdruck leiden und hier einen effizienten Ausgleich suchen – und finden.

    Wie war das denn für euch, als das Studio plötzlich leerblieb?

    Dany Dobner: Völlig leer war es nicht, weil natürlich die Schmerzpatienten weiter behandelt werden mussten. Aber ja: Es war ein komisches Gefühl, die vielen vertrauten Gesichter von einem Tag auf den anderen nicht mehr live sehen zu dürfen. Das ist ja zum Glück jetzt wieder vorbei.

    Wie habt ihr auf die neue Situation reagiert?

    Patricio Escher: Wir mussten uns nicht großartig umstellen, weil wir schon seit Jahren auf unterschiedlichen Workout-Plattformen regelmäßig Online-Kurse anbieten. Das Angebot haben wir während der Ausgangsbeschränkungen ausgebaut und auch auf Social-Media-Kanäle wie Insta und Zoom ausgeweitet. Und auch Einzeltrainings per Kamera haben wir angeboten.

    Dany Dobner: Was dann abging, war der Wahnsinn. Die Klickraten auf den Workout-Plattform zum Beispiel sind teilweise um das Dreißigfache gestiegen. Es ist eine echte Online-Community entstanden, die auch nach Corona existiert und weitermachen will. Wir haben dafür zusätzlich ein neues Standbein aufgebaut.

    Hat sich in der Einstellung eurer Kunden zum Thema Fitness etwas verändert?

    Patricio Escher: Ich glaube schon. Viele haben gemerkt, dass Sport und Bewegung für sie der beste Ausgleich war, damit ihnen während des Lockdowns nicht die Decke auf den Kopf fällt. Und dass Fitness nicht unbedingt nur stattfindet, wenn ich ins Studio gehe, sondern Teil des Alltags sein kann – zum Beispiel zwischendurch im eigenen Wohnzimmer.

    Dany Dobner: Viele haben die Liebe zum Sport wiedergefunden und ein stärkeres Bewusstsein dafür entwickelt, wie wichtig und wertvoll Selbstoptimierung ist – für den Körper, aber auch fürs Ego.

    Ist der Workout-Boom mit Influencern für euch eine Konkurrenz?

    Dany Dobner: Überhaupt nicht. Wir profitieren sogar davon, dass allgemein das Interesse an Workouts gestiegen ist, und wir konnten dadurch viele Follower gewinnen. Und unsere Kunden würden sowieso nie auf die Idee kommen, uns wegzuklicken.

    Patricio Escher: Man bleibt ja doch seinem Lieblingstrainer treu.

    Mehr unter: dany-dobner.com

     

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