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  • Thomas Grünschläger: „Mit Stress umzugehen lernen“
    gruenschlaeger

    Thomas Grünschläger ist Vorsitzender und Mitbegründer des Bundesverbandes Burnout und Depression. Er hat vor 20 Jahren selbst einen Burnout erlebt.

    news+: Herr Grünschläger, warum wird das Thema immer noch so tabuisiert?

    Grünschläger: Das hat mehrere Gründe. Es fehlt zum einen noch verbreitet am Wissen, wie man mit einem Burnout oder einer Depression umzugehen hat. Einen gebrochenen Fuß spürt und sieht man sofort, eine gebrochene Seele nicht. Hinzu kommt vor allem bei Männern die Scham, über das Thema zu sprechen.

    news+: Wie lange dauert es in der Regel von den ersten Symptomen bis zum offenkundigen Krankheitsfall?

    Grünschläger: Das hängt von der Resilienz des Einzelnen ab. Und von der persönlichen Antenne – der eine merkt es frühzeitig, der andere vielleicht nie. Erst einmal werden gerne Medikamente geschluckt, bis es irgendwann auch damit nicht mehr richtig funktioniert.

    news+: Sie sprechen aus eigener Erfahrung …

    Grünschläger: Ich war Ende 30 und im Vertrieb eines IT-Unternehmens als Projektleiter tätig. Im Betrieb wurden die Ziele immer höher gesteckt, hinzu kamen hohe finanzielle Verpflichtungen, weil ich gerade eine Familie gegründet und ein Haus gebaut hatte. Da ging es los und hörte auch nicht auf, als ich Geschäftsführer eines Softwarehauses war. Irgendwann habe ich mich ein Jahr zum Sabbatical ausgeklinkt und mich neu orientiert.

    news+: Wie sollte ein Arbeitgeber reagieren, wenn ein Beschäftigter in den Burnout fällt?

    Grünschläger: Vor allem sollte jede Führungskraft erst einmal lernen, auf sich selbst zu achten. Dann kann man auch bei seinen Mitmenschen die Symptome besser erkennen. Weiterbildungen und Coachings sind da hilfreich. Viel zu wenige Unternehmen führen außerdem psychische Gefährdungsbeurteilungen durch, obwohl sie vom Gesetzgeber eigentlich dazu verpflichtet sind.

    news+: Und Betriebliches Gesundheitsmanagement?

    Grünschläger: Ist sinnvoll, aber: Die vielen heutigen Maßnahmen rund um mehr Wohlbefinden am Arbeitsplatz und zur Work-Life-Balance oder Angebote wie Yoga und Massagen sind rausgeschmissenes Geld, wenn der Arbeitgeber im konkreten Fall den Beschäftigten nicht auffangen kann. Was auch wichtig ist: Ein Team muss lernen, mit Stress gut umzugehen. Es ist eine Illusion zu glauben, nur die Stressreduzierung allein sei das Patentmittel – zumal sich der Stress in der Realität oft gar nicht reduzieren lässt.

    news+: Andererseits ist heutzutage in den Managementetagen doch viel die Rede von Eigenverantwortung, Partizipation oder auch Fehlerkultur …

    Grünschläger: Ja, alles coole Begriffe – für Führungskräfte. Aber erst einmal sollten die Beschäftigten gefragt werden, was sie wirklich wollen, um motivierter zu arbeiten. Moderne Methoden wie Agilität verleiten dazu, dass der Chef zwar irgendwie sein Team führt, aber keine klaren Ziele mehr vorgibt. Den Mitarbeitern fehlt die Orientierung, und oft haben sie bei Feierabend nicht mehr das Gefühl, etwas erkennbar zu Ende gebracht zu haben. So schleppt man die Arbeit in Gedanken mit nach Hause.

  • Astrid Buß: „Verantwortungsvoller Umgang“
    buss

    Astrid Buß leitet bei der PSD Bank Hannover das BGM-Team.

    news+: Frau Buß, Ihr Gesundheitsmanagement setzt ganz stark auf Präventionsmaßnahmen. Was aber, wenn ein Mitarbeiter Anzeichen einer psychischen Erkrankung aufzeigt?

    Buß: Das ist ein sehr sensibles Thema, denn vor allem muss der Betroffene ja überhaupt bereit sein, sich zu öffnen und helfen zu lassen. Für diesen Fall bieten wir ein anonymisiertes Beratungsangebot eines Dienstleisters, persönlich oder per Telefon, an. Darüber hinaus befähigen wir unsere Führungskräfte für einen verantwortungsvollen Umgang mit Betroffenen, um jede mögliche Stigmatisierung zu vermeiden. Wichtig ist aber vor allem eins: Wir setzen auf eine familiäre, von gegenseitiger Hilfsbereitschaft geprägte Unternehmenskultur. Wenn jemand privat oder beruflich überlastet ist, kann die Gemeinschaft hier im Haus ihn oder sie auffangen.

    news+: Wie stellen Sie sicher, dass entsprechende Stressfälle zu Ihnen vordringen?

    Buß: Hier kommen uns die überschaubare Unternehmensgröße und das familiäre Miteinander zugute. Und dank meiner Rolle als Personalleiterin ist auch ein regelmäßiger Austausch mit den Führungskräften sichergestellt.

    news+: Gibt es ein Betriebliches Eingliederungsmanagement bei Ihnen?

    Buß: Schon seit vielen Jahren, und zwar eingebettet in unser BGM. Wenn jemand krankheitsbedingt für längere Zeit ausgefallen ist, geht es um eine behutsame Rückkehr ins Arbeitsleben. Deshalb steht ganz am Anfang der intensive Austausch mit dem betroffenen Mitarbeiter. Der oder die Betroffene soll seine oder ihre persönlichen Ideen einbringen, wie sich der Wiedereinstieg optimal und flexibel gestalten lässt.

  • Doreen Köhler & Bettina Schulze: „Gesundheit der Beschäftigten fördern“
    schulze-koehler

    Die Gesundheitsexpertinnen Doreen Köhler und Bettina Schulze gehören bei der KKH zum Team für betriebliche Gesundheitsförderung.

    news+: Frau Schulze, warum wird das Thema psychische Erkrankungen noch so stark tabuisiert?

    Schulze: Psychische Erkrankungen sind weniger tabuisiert als noch vor wenigen Jahren. Trotzdem ist eine Depression für uns schwerer begreifbar als ein Beinbruch. Die Arbeitswelt wird immer komplexer. Betroffenen fällt es da schwer, sich einzugestehen, dass ihre geistige Leistungsfähigkeit aufgrund einer psychischen Erkrankung nicht mehr den Anforderungen entspricht.

    news+: Können Krankenkassen wie die KKH zur Enttabuisierung beitragen?

    Schulze: Aufklärung und Schulungsangebote sind auch in der Zusammenarbeit mit Unternehmen wichtig. Wir haben eine große Auswahl von Broschüren zum Thema psychische Gesundheit im Arbeitsalltag. Und wir bieten Führungskräften Seminare zum Umgang mit psychisch belasteten Mitarbeitern an.

    news+: Erkennen Sie anhand Ihrer Leistungserbringungen einen signifikanten Zusammenhang zu vermehrten psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz?

    Schulze: Anhand der uns vorliegenden Arbeitsunfähigkeitsdaten wissen wir, dass der prozentuale Anteil an krankheitsbedingten Fehltagen wegen psychischer Erkrankungen in den letzten Jahren gestiegen ist. Die Gründe hierfür sind jedoch sehr vielschichtig (gestiegene Sensibilität für das Thema etc.). Psychische Erkrankungen sind der zweithäufigste Grund für Krankschreibungen von Mitarbeitern und häufigste Ursache für krankheitsbedingte Frühverrentungen. In den letzten 22 Jahren stieg der Anteil von Menschen, die aufgrund seelischer Leiden frühzeitig in Rente gingen, von 18,6 auf 43 Prozent.

    news+: Frau Köhler, wo müssen Unternehmen zunächst ansetzen: ihre Strukturen und Arbeitsprozesse überdenken oder in betriebliche Gesundheitsförderung investieren?

    Köhler: Beides ist wichtig. Arbeitgeber können die individuelle Gesundheit ihrer Beschäftigten fördern, indem sie Angebote wie zum Beispiel Entspannungskurse bezuschussen oder selbst zur Verfügung stellen. Darüber hinaus reduzieren gut funktionierende Arbeitsprozesse, gesunde Führung und gute soziale Beziehungen in den Teams das Risiko, dass Arbeit psychisch krank macht.

    news+: Wie kann man sich dabei Unterstützung von außen holen, zum Beispiel durch die KKH?

    Köhler: Die KKH bietet Beratung zur betrieblichen Gesundheitsförderung an. Dazu gehören neben Vorträgen auch Seminare – zum Beispiel für Führungskräfte, zur Steigerung von Resilienz und zur Stressbewältigung – oder auch Entspannungskurse wie Autogenes Training oder Yoga.

    news+: Wie nachhaltig sind die von Ihnen durchgeführten Gesundheitstage?

    Köhler: Sie sind ein Einstieg für viele, die sich mit ihrer Gesundheit bisher nicht beschäftigt haben. Gerade Screenings, die körperliche Stressreaktionen und Entspannungsfähigkeit messen, bieten einen Impuls, um sich mehr um die eigene psychische Gesundheit zu kümmern. Empfehlungen für passende Gesundheitsmaßnahmen folgen in der Beratung nach jedem Screening, deshalb wirken Gesundheitstage auch darüber hinaus.

    news+: Ab welcher Betriebsgröße empfiehlt sich dieses Angebot?

    Köhler: Das lässt sich pauschal schwer sagen und hängt auch von den Themen ab. Alles in allem muss das Angebot wirtschaftlich sein. Gegebenenfalls kommen auch andere Inhalte, zum Beispiel Einzelberatungen mit Screenings wie die Handkraftmessung in Betracht.

    news+: Drei Viertel der Beschäftigten schätzen laut psyGA-Monitor ihre psychische Gesundheit als gut ein – warum trifft es das restliche Viertel?

    Schulze: Das kann von persönlichen Erfahrungen abhängen oder dem Anspruch, den man an sich selbst hat. Es liegt aber auch an der Art des Umgangs mit verschiedenen Herausforderungen, auf die wir im Leben treffen. Die psychische Gesundheit bleibt erhalten, wenn Belastungen verarbeitet werden und genügend Ressourcen vorhanden sind. Stichwort Resilienz.

    news+: Lassen sich beruflich und privat bedingte Symptome voneinander abgrenzen?

    Schulze: Natürlich nicht. Aus psychologischer Sicht gilt, dass Störungen in einem Lebensbereich noch gut aufgefangen werden können. Bei Störungen in zwei Bereichen gleichzeitig wird es gefährlich. Wenn ich bei der Arbeit Ärger habe und familiär gut aufgestellt bin, kann ich das ausgleichen. Wenn ich beruflich und gleichzeitig familiär Probleme habe, steigt das Risiko einer psychischen Erkrankung um ein Vielfaches. Persönliche Krisen kann man nicht ausschließen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Arbeitsumgebung psychisch stärkt.

    news+: Welchen Beitrag gegen psychische Belastungen kann neben Bewegung auch die Ernährung leisten?

    Schulze: Gerade Ausdauersportarten wie Laufen oder Radfahren tragen nachweislich zum Abbau von körperlichen Stressbelastungen bei. Auch gesundes Essen ist sicherlich ein Aspekt. Nehme ich mir die Zeit dafür und genieße ich die Mahlzeit, wirkt sich dies auch positiv auf die Psyche aus. Auch das Thema Achtsamkeit kann beim Essen berücksichtigt werden und positive Auswirkungen haben.

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