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  • Cornelius Matutis „Nur ein böser Spuk?"

    Als die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vor knapp einem Jahr in Kraft trat,  war die Panik bei Unternehmen groß. Viel Lärm um nichts? Eine Zwischenbilanz des  Potsdamer Rechtsanwalts Cornelius Matutis, 44.

    news+: Herr Matutis, ein Jahr DSGVO – Ihr Fazit?

    Matutis: Nach anfänglichem Aktivismus und Panik-mache folgt nun die Ernüchterung. Ihre Außendarstellung haben fast alle Unternehmen aufgrund der Angst vor Abmahnungen in Ordnung gebracht. Stichwort: Daten-schutz-erklärung. Intern sind aber bei vielen Unternehmen etwa die sogenannten Verzeichnisse zu den Verarbeitungs-tätigkeiten, die die Verarbeitung personenbezogener Daten dokumentieren sollen, nicht oder nur unvollständig erstellt worden. Da hier nur Mitarbeiter und die Aufsichtsbehörde einen Einblick erlangen können, erfolgt die Umsetzung bei vielen Unternehmen oft nachlässig. Außerdem haben immer noch unzählige Betriebe keinen Datenschutzbeauftragten, die aber gesetzlich dazu verpflichtet wären.

    news+: Hatten Mandanten von Ihnen bereits mit Abmahnungen zu tun?

    Matutis: Ja, wegen fehlerhafter oder fehlender Datenschutzerklärungen. In einem Fall hatte sogar eine gekündigte Mitarbeiterin das Unternehmen bei der Aufsichtsbehörde angeschwärzt, woraufhin eine polizeiliche Durchsuchung veranlasst wurde. Das Ganze endete jedoch ohne Bußgeld.

    news+: Bußgeld-Androhungen von bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu vier Prozent des weltweiten Umsatzes – ist das eigentlich noch nachvollziehbar?

    Matutis: Derart hohe Androhungen sind durchaus notwendig, um auch große Unternehmen wie Facebook und Google zur Einhaltung der DSGVO zu bewegen. Sie müssen jedoch auch stets angemessen sein, sodass Kleinunternehmen nicht mit Bußgeldern im Millionenbereich zu rechnen brauchen.

    news+: Welche Richtlinien werden denn am häufigsten nicht beachtet?

    Matutis: Neben den fehlenden Verzeichnissen für Verarbeitungsvorgänge ist dies aus meiner Sicht, dass mehr als die tatsächlich benötigten Daten erhoben und teilweise für fremde Zwecke genutzt werden, zum Beispiel für Werbung.

    news+: Wogegen richten sich die meisten Klagen oder Abmahnungen?

    Matutis: Gegen eine generell fehlende oder ungenügende Datenschutzerklärung. Außerdem gibt es Menschen, die bewusst nach bestimmten Versäumnissen suchen, wie das Fehlen des Anonymisierungscodes bei der Nutzung von Google Analytics.

    news+: Hat sich in der Rechtsprechung inzwischen so etwas wie eine „herrschende Meinung“ zum Umgang mit der DSGVO entwickelt?

    Matutis: Nein. Zunächst haben die Landesdatenschutzbehörden eigene Informationen zur Auslegung und Umsetzung der DSGVO erstellt oder sind immer noch dabei. Bis eine herrschende Meinung vorliegt, müssen in mehreren Bundesländern die höheren Instanzen Entscheidungen getroffen haben.

    news+: Welche Anfangsbefürchtungen rund um die DSGVO haben sich inzwischen als Schall und Rauch erwiesen?

    Matutis: Dass viele und dazu stark überhöhte Bußgelder verhängt werden würden und gleich nach dem Tag des Ablaufs der Umsetzungsfrist Abmahnwellen starten würden.

    news+: Praktisch jedes Unternehmen stöhnt beim Thema DSGVO und fasst die Verordnung als Schikane auf …

    Matutis: Der Vorteil für Unternehmen ist, dass nun nicht nur die deutschen Firmen, sondern alle in Europa und sogar weltweit – wenn sie mit Europäern Geschäfte machen möchten – sich an die gleichen Vorgaben halten müssen, ohne vor Ort andere Regelungen in Bezug auf das Datenschutzrecht zu verletzen.

    news+: Kann ein mittelständisches Unternehmen die Umsetzung der DSGVO überhaupt ohne juristischen Beistand stemmen?

    Matutis: Mit mehr als neun Beschäftigten, die mit der Verarbeitung von personenbezogenen Daten betraut sind, benötigt das Unternehmen sowieso einen Datenschutzbeauftragten. Wer aufgrund der geringen Größe des Unternehmens keinen Datenschutz-beauftragten benötigt, sollte sich eingehend mit der Materie beschäftigen – dann haftet man aber auch allein – oder tatsächlich juristischen Beistand nehmen.

  • Christian Scholz „Sehnsucht nach Sicherheit“

    Wie tickt unser Nachwuchs – und was bedeutet das für Unternehmen? Generation-Z-Experte Christian Scholz, 66, über ungewohnte Präferenzen und optimale Bewerbungsverfahren.

    news+: Herr Professor Scholz, was unterscheidet die Generation Z – also die seit 1995 Geborenen – von anderen Generationen?  

    Scholz: Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass sich Mitglieder der Generation Z in der Regel stärker nach Struktur und Sicherheit sehnen. Ich führe das darauf zurück, dass die Jüngeren öfter Helikoptereltern und infolge der vielen Lernreformen zudem eine stärker reglementierte Schulzeit hatten. Ihr Leben verlief deshalb meist in geordneten Bahnen.

    news+: Was bedeutet das für Unternehmen?

    Scholz: Junge Nachwuchskräfte wünschen sich mehr Flexibilität, aber keine Hyperflexibilisierung, wie sie manche New-Work-Gurus propagieren. Die Generation Z erwartet halbwegs geregelte Arbeitszeiten, feste Verträge und fixe Gehälter. Bei den Angehörigen der Generation Y, also den zwischen 1980 und 1994 Geborenen, steht das weiter unten auf der Liste der Prioritäten.

    news+: Was müssen Personalverantwortliche beim Recruiting beachten, wenn sie Mitglieder der Generation Z überzeugen wollen?

    Scholz: Bewerber müssen sich auf der Website schnell und bequem einen Eindruck verschaffen können, wie es am Arbeitsplatz aussieht und wie Arbeitstage ablaufen – am besten mit Videoclips.

    news+: Was empfehlen Sie mit Blick auf das Bewerbungs-verfahren?

    Scholz: Auch hier sollten Unternehmen den Wunsch nach -Sicherheit und Struktur ansprechen – und auf ihrer Website detailliert erklären, wie das Verfahren abläuft und wann Bewerber eine Rückmeldung erhalten. Was Social-Media-Kanäle angeht, sind Youtube und Instagram besonders erfolgversprechend. Facebook spielt für die Generation Z dagegen kaum noch eine Rolle.

  • Karl Schwitzke „Es reicht nicht, Sofas in die Ecke zu stellen“

    Die Schwitzke-Gruppe unterstützt Unternehmen bei Konzepten für die neue Arbeitswelt. Geschäftsführer Karl Schwitzke, 63, über die Motive seiner Kunden und wichtige Erfolgsfaktoren.

    news+: Herr Schwitzke, Sie bekommen derzeit verstärkt Anfragen von Unternehmen, die neue Formen der Zusammenarbeit etablieren und dazu ihre Bürogebäude umgestalten wollen. Was treibt Ihre Kunden an?

    Schwitzke: Viele Unternehmer und Manager setzen auf Teamarbeit und flachere Hierarchien, um innovativer und attraktiver für junge Talente zu werden. Bei der räumlichen Umsetzung scheint es vielen aber vor allem darum zu gehen, Bürofläche einzusparen. Das ist kontraproduktiv.

    news+: Was macht gute Konzepte aus?

    Schwitzke: Es reicht nicht, Wände einzureißen und Sofas in die Ecke zu stellen. Verantwortliche müssen dafür sorgen, dass das Bürogebäude die Arbeitsabläufe räumlich abbildet und dass Führungskräfte gut erreichbar sind. Zudem brauchen Mitarbeiter trotz verstärkter Team- und Projektarbeit feste Arbeitsplätze, an denen sie sich wohlfühlen. Nur dann können sie effizient arbeiten.

    news+: Wie bitte? Im digitalen Zeitalter reden doch alle von mobiler Arbeit. Und viele sitzen ohnehin immer öfter im Homeoffice.

    Schwitzke: Auch wer viel unterwegs ist, wünscht sich einen festen Ort, an den er zurückkehren kann. Und was das Homeoffice angeht: Die direkte Kommunikation am Arbeitsplatz ist extrem wichtig, damit Teamgeist und innovative Ideen entstehen. Meines Erachtens ist es deshalb wichtig, dass Mitarbeiter regelmäßig im Büro arbeiten, um nicht den Anschluss zu verlieren.

  • Dr. Ulrich Vollert – Mitglied des Vorstandes der KKH

    Herr Dr. Vollert, man liest in letzter Zeit immer häufiger von „New Work“. Ist das ein neuer Modebegriff in der Arbeitswelt?

    Von Mode würde ich nicht sprechen, schließlich ist dieses Konzept bereits vor 30 Jahren von einem US-amerikanischen Philosophen und Vordenker entworfen worden. Aber erst mit dem Beginn der Digitalisierung in den letzten Jahren machen sich Unternehmen intensiv Gedanken, wie sie New Work bei sich etablieren können.

    Sie sprechen von einem „Konzept“ – was steckt hinter New Work?

    Es geht in der Tat nicht um die Realisierung einzelner Maßnahmen wie flexiblere Arbeitszeiten oder flachere Hierarchien. New Work hat mit der Kultur des gesamten Unternehmens zu tun. Denkweise und Organisationsform müssen sich so verändern, dass Mitarbeiter in ihrem Entscheidungsspielraum mehr Eigenverantwortung übernehmen und sich somit stärker mit ihrer Arbeit identifizieren.

    Hat dieser Bewusstseinswandel auch mit den jüngeren Generationen zu tun?

    Ja, die jungen Menschen, die jetzt in die Berufswelt einsteigen, haben eine ganz andere Einstellung zum Arbeitsleben. Auf der einen Seite haben sie ein höheres Sicherheitsdenken als ihre Vorgänger, auf der anderen Seite wollen sie aber auch mit viel kreativem Engagement über die Ergebnisse ihrer Arbeit selbst bestimmen dürfen. Und sie legen Wert auf ein gesundes Arbeitsleben.

    Gibt es dazu spezielle Angebote der KKH für Azubis?

    Wir haben verschiedene Pakete geschnürt, die wir unter dem Titel „Fit für die Ausbildung“ zusammengefasst haben. Dieses Gesundheits- und Qualifizierungsangebot (siehe Seite 13) lässt sich ideal in jede betriebliche Gesundheitsförderung integrieren.

    Gibt es bei der KKH selbst inzwischen Ansätze für New Work?

    In einem jungen Start-up ist es sicherlich leichter, die Ideen des New Work zu verwirklichen als in einem Unternehmen mit einer über 125-jährigen Tradition und gewachsenen Strukturen. Gleichwohl müssen wir uns auf die Bedürfnisse der nachkommenden Generationen vorbereiten und uns für die aktuellen Entwicklungen öffnen, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben. Unser Ziel ist es, eine Kultur zu schaffen, in der sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne einbringen und die KKH für unsere Kunden weiterentwickeln.

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