Schließen
Kontakt

Unsere Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

Telefonische Beratung Telefonische Beratung

Sie erreichen uns unter der Telefonnummer Ihrer zuständigen Niederlassung.

Telefonnummer finden

Kontaktformular E-Mail

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Zum Kontaktformular
Ansprechpartner vor Ort Servicestellen-Finder

Finden Sie die Adresse und Bankverbindung Ihrer zuständigen Niederlassung.

Ansprechpartner suchen
Zentrales Postfach Zentrales Postfach

KKH Kaufmännische Krankenkasse
30125 Hannover

Betriebsnummer Rückruf-Service

Unsere Betriebsnummer für die Übermittlung der Meldedaten und Beitragsnachweise.

29137937

  • Dr. Ulrich Vollert: „Die Welt entwickelt sich weiter“
    vollert-interview

    Herr Dr. Vollert, die „klassische“ Wirtschaft auf der einen Seite, junge und dynamische Start-ups auf der anderen: Sind das nicht zwei völlig gegensätzliche Welten?

    Von Start-ups wurde früher ausschließlich in der Softwareszene gesprochen. Das waren meist die typischen Garagenfirmen, die so ganz anders an die Entwicklung von Produkten gingen, als das bis dahin bekannt war. Inzwischen hat die Arbeitsweise dieser Jungunternehmen viele Spuren in der Wirtschaft insgesamt hinterlassen.

    Welche zum Beispiel?

    Am bekanntesten dürfte die agile Arbeitsweise sein (wir berichteten in Heft 2/2018), die an die Stelle herkömmlicher Projektverläufe das Modell der sogenannten Sprints, also kürzerer Entwicklungsstufen, stellt. Flache Hierarchien, arbeiten in funktionalen Teams und ein hohes Maß an Flexibilität – zum Beispiel bei Arbeitszeitmodellen – tragen ebenfalls zu einer hohen Dynamik bei. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass dieser Ansatz große Chancen für Konzepte und Mitarbeiter eröffnet, aber auch mit erhöhten Risiken verbunden ist. Nur wenige Start-ups werden zum Erfolgsmodell – neun von zehn scheitern. Trotzdem lohnt die Auseinandersetzung mit den von ihnen ausgehenden Impulsen.

    Was können kleine und mittelständische Unternehmen daraus lernen?

    Gewisse Elemente aus der Start-up-Szene können auch einem Traditionshaus helfen, das schon über Generationen am Markt ist. Aber die Welt entwickelt sich weiter. Insofern kann der Blick auf die jungen Gründer Ideen zur Verjüngung des eigenen Betriebs liefern. Das betrifft im Übrigen große Konzerne genauso wie die kleineren, wie unser Topthema in dieser Ausgabe zeigt.

    Können Sie ein paar Einflüsse bei der KKH nennen?

    Gerade in der Projektarbeit wird es immer wichtiger, Ideen in gemischten Teams zu entwickeln, die über klassische Zuständigkeiten hinweg an Themen arbeiten. Auch haben wir unsere Kunden frühzeitig in die Entwicklung von Produkten und Services eingebunden, um ihre Bedürfnisse noch besser zu verstehen und ihre Anregungen mit einfließen zu lassen. In Zeiten mit hohem Veränderungsdruck ist es außerdem wichtig, immer wieder über den eigenen Tellerrand zu schauen.

  • Alex Hofmann: „Start-ups sind professioneller geworden“
    hofmann-interview

    „Gründerszene“ ist eine renommierte Internetplattform für innovative Ideen und deren Macher. Chefredakteur Alex Hofmann, 44, kennt die Start-up-Ökonomie seit vielen Jahren.

    news+: Herr Hofmann, hat sich die Szene in den letzten Jahren verändert?

    Hofmann: Die meisten Start-ups sind viel professioneller geworden. Und auch deutlich ambitionierter. Früher hatten die meisten erst einmal nur Deutschland, Österreich oder die Schweiz im Blick. Heute denken viele direkt an eine internationale Vermarktung ihres Produkts.

    news+: Was können KMUs von diesen Firmen lernen?

    Hofmann: Schneller zu sein, auf allen Führungsebenen unternehmerischer zu denken, ihren Mitarbeitern mehr Freiräume zu lassen.

    news+: Wie steht es mit dem Arbeitsklima: Haben Start-ups eine neue Kultur des beruflichen Miteinanders geschaffen?

    Hofmann: Auf jeden Fall. Heute ist es gang und gäbe, dass die Mitarbeiter oft selbst entscheiden können, wann und wo sie arbeiten. Theoretisch von jedem Ort der Welt aus, die Kommunikationsmittel machen es möglich – zum Beispiel per Videokonferenz. Es gibt bereits Teams, die sich über den ganzen Erdball verteilen, ganz ohne Office. Start-ups, die ihren Mitarbeitern Raum für Selbstorganisation geben, haben zudem einen großen Vorteil im Wettbewerb um Talente. Gleichzeitig sind die Workflows heute besser organisiert als zu Zeiten bunter Sitzkissen und Tischkicker.

  • Jochen Kalka: „Viel Hype um die Szene“
    kalka-interview

    Jochen Kalka, 55, Geschäftsführer bei der Berliner PR-Agentur „schoesslers“, zuvor langjähriger Chefredakteur des Fachmagazins „W&V“ und Autor des Buchs „Die StartUp-Lüge“ (Econ) geht mit der Newcomerszene hart ins Gericht. Im Interview schildert er die Schattenseiten der Start-ups.

    news+: Herr Kalka, ist wirklich alles nur „heiße Luft“, wie der Klappentext Ihrer kritischen Abrechnung mit der Welt der Start-ups suggeriert?

    Kalka: Vorab: Ich bin nicht grundsätzlich gegen Start-ups. Aber in vielen Fällen haben wir es nur mit einem Hype um die angeblich so fortschrittliche Szene zu tun, der nicht gerechtfertigt ist.
    Zumindest in der Vergangenheit waren viele Geschäftskonzepte doch recht dünn gestrickt, auch die Arbeitsbedingungen waren oft genug ziemlich mies, vielfach unterbezahlte Fachkräfte wirkten überfordert und der faire Umgang in den nach außen hin so innovativen Teams ließ zu wünschen übrig. Das können viele etablierte Unternehmen besser. Kein Wunder, dass grob geschätzt bislang neun von zehn Start-ups scheiterten.

    news+: Ein hartes Urteil. Keine Besserung in Sicht?

    Kalka: Mir scheint, zumindest die Ära der „Fantasten“ ist allmählich vorbei. Viele Start-ups lebten bisher ja offen gesagt nicht so sehr von der Überzeugungskraft ihrer Konzepte, sondern eher vom Anschein einer guten Idee.

    news+: Woran erkennt man ein Start-up mit glaubwürdigem Konzept und erfolgversprechender Rendite?

    Kalka: Echte Start-ups fangen nicht erst an, ihre Geschäftsmodelle auszuarbeiten, wenn die Finanzierung geklärt ist, sondern schon lange vorher. Sie sondieren den Markt, achten darauf, dass ihre Idee wirklich einzigartig ist und kommunizieren sie professionell. Sie bezahlen ihre Mitarbeiter fair und schätzen deren Kompetenz. Und sie bleiben am Ball. Ich habe mit einigen Investoren gesprochen, zum Beispiel mit Walter Gunz, einem der drei Gründer von Media Markt. Wenn der heute in Start-ups investiert, schaut er sich die Businesspläne genau an: Falls die Gründer darin den Exit bereits von vornherein eingeplant haben, lässt er lieber die Finger davon. Denn wer von seiner Idee wirklich überzeugt ist, denkt nicht sofort an den späteren Verkauf des eigenen Unternehmens.

Feedback
Zurück nach Oben
Schließen

Bitte beachten Sie, dass es sich um ein anonymes Feedback handelt. Möchten Sie mit uns in Kontakt treten, nutzen Sie bitte das Kontaktformular.

Dieses Feld muss ausgefüllt sein. (< 1500 Zeichen)

Ihre Nachricht wird gesendet