Osteopathie: Unterstützung in der Schwangerschaft
07.01.2026 • 6 Minuten Lesedauer
Kann Osteopathie in der Schwangerschaft unterstützen? Erfahren Sie mehr über die alternative Heilmethode.
07.01.2026 • 6 Minuten Lesedauer
Kann Osteopathie in der Schwangerschaft unterstützen? Erfahren Sie mehr über die alternative Heilmethode.
Die Schwangerschaft ist eine der tiefgreifendsten Veränderungen, die der weibliche Körper durchlaufen kann. Während die Vorfreude auf den kleinen Neuankömmling wächst, verändert sich der Organismus der werdenden Mama: Hormonelle Umstellungen und das zunehmende Gewicht des Babys stellen das Muskel-Skelett-System vor Herausforderungen. Mehr als zwei Drittel der Schwangeren leiden beispielsweise unter Rückenschmerzen und fast ein Fünftel unter Beckenschmerzen. Genau hier will die Osteopathie ansetzen: Die alternative Heilmethode soll Beschwerden in der Schwangerschaft lindern.
Wie sicher ist eine osteopathische Behandlung während der Schwangerschaft? Kann sie dem Körper während der verschiedenen Phasen der Schwangerschaft helfen? Erfahren Sie hier, wie Osteopathie funktioniert, welche Beschwerden mit der Methode behandelt werden sollen und was es zu beachten gilt.
Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Rückenschmerzen, Harnfluss oder große Müdigkeit: Während der Schwangerschaft können die verschiedensten Beschwerden auftreten. „Probier‘ es doch mal mit Osteopathie.“ Diesen Ratschlag erhalten werdende Mütter deshalb immer öfter. Laut Bundesverband Osteopathie e. V. kann die alternative Heilmethode bei einigen dieser Leiden Linderung verschaffen. In den ersten drei Monaten soll beispielsweise die Einnistung und Versorgung des Embryos unterstützt werden. Ab dem vierten Monat wollen Osteopathen Rückenschmerzen behandeln und Fehllagen des Kindes verbessern. Im letzten Teil der Schwangerschaft soll das Becken der Mutter durch die Behandlung optimal auf die Geburt vorbereitet werden.
Die Osteopathie versteht sich dabei als ganzheitlicher Ansatz, der von dem US-amerikanischen Arzt Taylor Still Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt wurde. Sie soll die gynäkologische Betreuung durch den Arzt oder die Hebamme dabei nicht ersetzten, sondern ergänzen. Untersuchung und Therapie werden dabei ausschließlich mit den Händen durchgeführt. Ziel ist es, die Beziehungen zwischen unterschiedlichen Strukturen des Körpers zu erkennen und Störungen zu beheben.
Ist Osteopathie in der Schwangerschaft erlaubt? Und kann sie wirklich helfen? Viele Menschen, die unter Schmerzen oder Verspannungen leiden, vertrauen auf die alternative Behandlungsmethode. Ob Osteopathie wirksam ist, ist bisher aus wissenschaftlicher Sicht unklar. Ältere Analysen45 führen mögliche Effekte der osteopathischen Therapie bei Rücken- oder Beckenschmerzen von Schwangeren an, weisen aber darauf hin, dass es qualitativ bessere und systematischere Studien brauche, um die Wirksamkeit zu belegen. Eine aktuelle wissenschaftliche Arbeit6, die mehrere Studien auswertet, zeigte keine Vorteile der Heilmethode gegenüber einer Scheinbehandlung bei Nacken- oder Rückenschmerzen bei Erwachsenen. Generell gilt: Fragen Sie am besten Ihren Arzt, bevor Sie eine manuelle osteopathische Behandlung in Anspruch nehmen, um auf Nummer sicher zu gehen.
Osteopathische Behandlungen dürfen in Deutschland eigenständig nur von Heilpraktikern und Heilpraktikerinnen sowie Ärzten und Ärztinnen durchgeführt werden. Für eine entsprechende Ausbildung gibt es bisher keine verpflichtende Regelung, die Berufsbezeichnung Osteopathin oder Osteopath ist nicht geschützt. Unser Tipp: Suchen Sie in unserer Liste mit Osteopathie-Verbänden und -Vereinigungen nach einer geeigneten Praxis.
Ihre KKH beteiligt sich an den Kosten für eine osteopathische Behandlung. Wir erstatten unseren Versicherten bis zu 240 Euro pro Kalenderjahr für vier Sitzungen, die jeweils bis zu 60 Euro kosten. Findet die Behandlung in einer vertragsärztlichen Praxis statt, benötigen wir die Rechnung, um die Kosten zu erstatten. Sie können sich auch von Physiotherapeuten, Osteopathen und Heilpraktikern behandeln lassen, wenn diese ihre Qualifikation nachweisen können. Wie das funktioniert und welche Unterlagen wir in diesem Fall benötigen, erfahren Sie hier.
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