Redaktion: Was passiert hormonell im Körper während des Zyklus und warum ist die Ernährung so wichtig?
Heinze: Der weibliche Zyklus lässt sich grob in vier Phasen unterteilen: Die Menstruation, die Follikelphase, den Eisprung und die Lutealphase. Jede dieser Phasen wird von bestimmten Hormonen dominiert, die den Körper durch den Zyklus führen. Ernährung spielt eine entscheidende Rolle dabei, diese natürlichen Prozesse zu unterstützen. Denn ein Mangel an Nährstoffen oder ungesunde Ernährung können das hormonelle Gleichgewicht stören und zu Zyklusbeschwerden führen.
Redaktion: Welche Nährstoffe unterstützen den Hormonhaushalt am besten?
Heinze: Es gibt nicht nur den einen wichtigen Nährstoff, sondern es ist ein Zusammenspiel vieler Nährstoffe, die den Hormonhaushalt stabilisieren. Essenziell sind gesunde Fette, wie Omega-3-Fettsäuren, sowie Proteine. Unsere Sexualhormone werden als Grundbaustoff aus Fetten gebildet. Und Proteine sind entscheidend für den Transport sowie für die Aktivierung von Hormonen im Körper. Eisen, Vitamin D und B-Vitamine sind ebenfalls unersetzlich, da sie direkt an der Produktion und dem Abbau von Hormonen beteiligt sind.
Redaktion: Welche Ernährungsfehler stören das hormonelle Gleichgewicht der Frauen?
Heinze: Zwei häufige Fehler erlebe ich immer wieder. Erstens: das permanente Intervallfasten bei Frauen. Unser Körper reagiert nämlich sehr sensibel auf Nahrungsentzug. Und Zweitens: zu wenig Protein. Dies ist aber entscheidend für den Muskelaufbau und die Erhaltung der Knochengesundheit - vor allem vor den Wechseljahren. Die richtige Menge ist besonders wichtig, um langfristig gesund und fit zu bleiben.