Ein gesunder Mund trägt wesentlich zur allgemeinen Gesundheit bei. Entzündungen im Mundraum bleiben nicht immer auf Zähne und Zahnfleisch beschränkt. Gelangen Bakterien über das Zahnfleisch in den Blutkreislauf, können sie Entzündungsprozesse im gesamten Körper beeinflussen. Wissenschaftliche Studien zeigen beispielsweise Zusammenhänge zwischen Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Auch während einer Schwangerschaft spielt eine gute Mundgesundheit eine wichtige Rolle.
Viele Erkrankungen im Mund entwickeln sich schleichend und bleiben zunächst unbemerkt. Besonders häufig betrifft das das Zahnfleisch. Was anfangs nur mit leichtem Zahnfleischbluten oder einer Rötung beginnt, kann sich unbehandelt zu einer ernsthaften Erkrankung des Gebisses entwickeln. Deshalb lohnt es sich, die Unterschiede zwischen Zahnfleischentzündung und Parodontitis zu kennen.
Was hat es mit Parodontose und Parodontitis auf sich?
Sie gilt nach wie vor als Volkskrankheit: Noch immer ist jeder zweite junge Erwachsene von einer parodontalen Erkrankung betroffen. Jeder Zehnte weist sogar eine schwere Parodontitis auf, im Volksmund häufig Parodontose genannt. Oft bleiben solche Zahnfleischerkrankungen anfangs unbemerkt.
Eine Vorstufe ist die Zahnfleischentzündung (Gingivitis), bei der ausschließlich das Zahnfleisch entzündet ist. Sie kann durch eine gute Mundhygiene und eine frühzeitige Behandlung vollständig ausheilen. Greift die Entzündung jedoch auf den Zahnhalteapparat über, der den Zahn mit dem Kieferknochen verbindet, spricht man von einer Parodontitis. Typisch sind Zahnfleischtaschen, in denen sich Bakterien ansiedeln. Ohne Behandlung kann die Erkrankung zu Knochenabbau und schließlich zum Verlust von Zähnen führen. Ziel einer Therapie ist es, die bakteriellen Beläge regelmäßig zu entfernen und so das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten.