Der beste Sonnenschutz für heiße Tage
09.07.2026 • 7 Minuten Lesedauer
Die Sonne bräunt nicht nur, sondern sie kann auch unsere Haut schädigen und Hautkrebs auslösen. Wir erklären Ihnen, wie Sie sich richtig schützen .
Inhalt
- Warum UV-Strahlen so gefährlich sind
- Sonnenschutz – einfach machen, nicht ignorieren
- Nicht ungeschützt in die Sonne gehen
- Sonnencreme: mineralisch oder synthetisch?
- Welcher Lichtschutzfaktor ist richtig?
- Wie gut schützt Sonnencreme?
- Welche Rolle spielen Region und Jahreszeit?
- Der beste Sonnenschutz ist noch viel mehr
- Sonnenschutz: ein absolutes Muss
Strahlend blauer Himmel, die Sonne scheint. Perfekt für ein Sonnenbad. Doch ohne ausreichenden Sonnenschutz sollten Sie sich nicht draußen aufhalten. Denn die Sonne bräunt nicht nur, sie kann die Haut auch schädigen. Wer häufig einen Sonnenbrand hat, vor allem in der Kindheit, hat ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs.
Sonnige Aussichten? – Warum UV-Strahlen so gefährlich sind
Hier ein bisschen cremen, dort vielleicht in der großen Mittagshitze den Sonnenschirm aufspannen: Damit ist es beim Thema Sonnenschutz nicht getan. Für die Gesundheit darf es gern ein bisschen mehr sein. Denn im Vergleich zu früher scheint die Sonne heute viel häufiger. 720 Sonnenstunden meldete der Deutsche Wetterdienst für Deutschland im Sommer 2025. 17 Prozent mehr als in der Referenzperiode 1961 bis 1990. Weltweit gilt sie als Basis für Langzeitvergleiche. Hitze- und Sonnenschutz ist deshalb wichtiger denn je und wird es auch in Zukunft sein. Vor allem der Schutz vor der ultravioletten Strahlung (UV-Strahlen), die nicht zu sehen ist, ist besonders wichtig, denn die UV-Strahlen können Haut und Augen schädigen. Sie sind ein Hauptrisikofaktor für Hautalterung und Hautkrebs. Bei aller Freude über sonniges Sommerwetter, sollte dieses Risiko nicht aus dem Blick geraten
Sonnenschutz – einfach machen, nicht ignorieren
Doch was ist der richtige Sonnenschutz? Informationen und Ratschläge dazu gibt es viele. Oft so detailliert, dass es schwerfällt, daraus für sich selbst eine einfache Sonnenschutz-Routine zu entwickeln. Dabei müssen Sie nicht alle Fakten bis ins kleinste Detail kennen. Doch das Thema Sonnenschutz aufgrund des Informations-Overloads einfach zu ignorieren, ist keine gute Idee. Deutlich besser ist es, einige einfache Grundsätze zu beachten. Diese Sonnenschutz-To-Do's sollten Sie sich merken:
- Nicht ungeschützt in die Sonne gehen und auch im Schatten auf Sonnenschutz achten
- Rechtzeitig eincremen: Sonnenschutz wirkt in einigen Fällen erst nach einer halben Stunde
- Genügend Sonnencreme verwenden, um Sonnenbrand vermeiden
- Trotz Schutz nicht zu lange in der Sonne bleiben und Lichtschutzfaktor-Formel beachten
- Kinder besonders schützen
Nicht ungeschützt in die Sonne gehen
In Maßen ist Sonnenlicht wichtig für den Körper. Er bildet dadurch Vitamin D und D3. Die beiden Vitamine sorgen beispielsweise für ein funktionierendes Immunsystem. Außerdem tut Sonnenlicht unserer Psyche gut. Doch zu viel Sonnenstrahlen schaden. Sie enthalten UV-A- und UV-B-Strahlen, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Wellenlänge in verschiedene Regionen der Haut eindringen.
Die kurzwelligen UV-B-Strahlen sind verantwortlich für Sonnenbrände und können bei ungeschützter Haut die äußere Hautschicht schädigen. UV-A-Strahlen sind hingegen langwelliger und dringen tiefer in die Haut ein. Hier können sie zu Schäden in der Erbsubstanz der Haut führen.
Da beide Strahlentypen als krebserregend für den Menschen gelten, sollten Sie sich vor ihnen schützen. Der einfachste Weg: Achten Sie auf einen ausreichenden Sonnenschutz.
Sonnencreme: mineralisch oder synthetisch?
In Drogerien und Apotheken werden zahlreiche Lotions, Cremes sowie Sprays angeboten. Ihr gemeinsames Ziel ist, den Eigenschutz der Haut zu verlängern. Mit der Wahl eines Produktes treffen Sie aber auch eine Grundsatzentscheidung, ob synthetische oder mineralische Lichtschutzfilter (LSF) Ihre Haut vor UV-A- und UV-B-Strahlen schützen sollen.
Synthetische LSF ziehen in die Haut ein, absorbieren dort eintreffende Strahlen und wandeln sie chemisch in energieärmere Varianten um. Mineralische Lichtschutzfilter verbleiben auf der Haut und setzen zur Abwehr auf die Gesetze der Physik. Die enthaltenen Weißpigmente reflektieren und zerstreuen die Strahlen. Dieser Effekt setzt sofort nach dem Auftragen ein. Synthetische Lichtschutzfilter wirken hingegen meist erst mit einer Verzögerung von einer halben Stunde.
Welcher Lichtschutzfaktor ist richtig?
Das hängt vom Hauttyp ab. „LSF“ steht nicht nur für „Lichtschutzfilter“, sondern auch für „Lichtschutzfaktor“, der groß auf jedem Sonnenschutzprodukt vermerkt ist. Die Zahlen LSF 20, 30, 50 geben an, wie lang das Produkt die Eigenschutzzeit der Haut verlängert – und wie viel länger Sie sich damit nach der Anwendung in der Sonne aufhalten können.
Die Eigenschutzzeit ist abhängig vom jeweiligen Hauttyp. Ein einfaches Beispiel: Lässt der eigene Hauttyp es zu, dass Sie sich ungeschützt zehn Minuten in der Sonne aufhalten können, bevor die Haut einen Sonnenbrand bekommt, verlängert ein Produkt mit dem Lichtschutzfaktor 30 diese Zeit auf 300 Minuten.
Als Formel gilt:
Die Eigenschutzzeit wird mit dem Lichtschutzfaktor multipliziert. Das ergibt die empfohlene Aufenthaltsdauer unter Anwendung des Sonnenschutzproduktes.
Wie gut schützt Sonnencreme?
Die mit dem LSF errechnete Aufenthaltsdauer ist jedoch nur eine theoretische Richtgröße. Expertinnen und Experten empfehlen, sie nicht vollständig auszuschöpfen. Denn zahleiche Faktoren können den tatsächlichen Schutz beeinflussen, wie etwa die Menge der verwendeten Sonnencreme. Sie sollte nicht zu sparsam aufgetragen werden. Empfehlungen für Erwachsene reichen von vier bis sechs Esslöffeln Sonnencreme für einmal eincremen, um den gewünschten Schutzfaktor zu erreichen.
Schwitzen oder Aufenthalte im Wasser können trotz wasserfester Sonnencreme die Schutzzeit verkürzen. Daher wird regelmäßiges Nachcremen etwa alle zwei Stunden empfohlen. Es verlängert aber nicht die errechnete Schutzzeit, sondern hilft dabei, den Schutz aufrechtzuerhalten.
Besonderen Sonnenschutz brauchen Säuglinge und Kinder. Unter zwei Jahren sollten sie idealerweise gar keiner Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, weil die Eigenschutzmechanismen ihrer Haut noch nicht vollständig ausgebildet sind. Ist die Sonnenstrahlung nicht zu vermeiden, sollte Kinderhaut stets mit einem hohen LSF geschützt werden.
Welche Rolle spielen Region und Jahreszeit?
Auch örtlich gesehen, ist Sonnenschutz nicht gleich Sonnenschutz. So kann sich die Eigenschutzzeit der Haut beispielsweise auf Reisen in südlichere Länder verringern. Packen Sie daher für den Sommerurlaub auf Sizilien eine Sonnencreme mit höherem Lichtschutzfaktor ein. Im Gebirge oder am Meer herrscht häufig ebenfalls eine deutlich höhere UV-Belastung. Strahlen, die uns in höheren Lagen erreichen, müssen einen kürzeren Weg zurücklegen und besitzen daher beim Kontakt mit der Haut mehr Energie. Wasser und helle Oberflächen wie Sand verstärken durch Reflektion die UV-Belastung. Wie hoch in einer Region und zu einem bestimmten Zeitpunkt die UV-Belastung ist, verrät der UV-Index.
Gut zu wissen: Die Belastung durch UV-Strahlen ist nicht nur ein Thema für den Sommer oder bei strahlend blauem Himmel. Bereits bei milder Frühlingssonne im April kann die UV-Belastung so hoch sein, wie sonst im heißen August. Sogar bei bewölktem Himmel erreichen bis zu 75 Prozent der UV-Strahlen die Haut.
Ein Blick auf den UV-Index lohnt sich
Bei allen Aktivitäten im Freien sollten Sie sich ausreichend vor der Sonne und vor allem vor den UV-Strahlen schützen. Der UV-Index gibt Auskunft darüber, wie stark die UV-Strahlung gerade ist oder in den nächsten Tagen sein wird und welcher Schutz nötig ist. Sie finden ihn in allen gängigen Wetter-Apps. Die Werte sind übrigens weltweit einheitlich.
Der beste Sonnenschutz ist noch viel mehr
Eincremen ist gut, reicht aber nicht aus. Daher raten viele Expertinnen und Experten, sich nicht allein auf die Schutzwirkung von Cremes und Lotions zu verlassen. Sie empfehlen, die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr zu meiden. Dann ist die UV-Belastung nachweislich am größten und damit auch das Risiko für einen Sonnenbrand und für Hautschädigungen. Kopfbedeckungen und Sonnenbrillen sind unverzichtbare Schutz-Accessoires sowie lange, sonnendichte und luftige Kleidung: Je dichter gewebt die Stoffe sind, umso besser ist der Schutz. Dunkle Farben schützen übrigens besser als helle. Spezielle UV-Schutz-Kleidung ist für alle ratsam, die sich länger in der Sonne aufhalten (müssen).
Tipp: Beim Baden im Meer oder im See schützen Textilien übrigens besser als Sonnencremes
Sonnenschutz: ein absolutes Muss
Ohne Sonnenschutz geht es nicht. Er ist ein absolutes Muss. Das Risiko von gesundheitlichen Folgen ist zu gro, insbesondere im Sommer, wenn Sie sich viel draußen aufhalten. Das Thema Sonnenschutz darf im Alltag kein Schattendasein führen, sondern sollte täglich so präsent sein wie Zähneputzen. Denn anders als warme Temperaturen oder grelles Licht ist die UV-Belastung des Sonnenlichts nicht unmittelbar zu spüren. Wie stark sie war, merken Sie oft erst bei einem Sonnenbrand. Also dann, wenn es eigentlich zu spät ist. Deshalb gilt: Genießen Sie die Sonne – aber in Maßen.