Saisonale Depression (Winterdepression)
Das bekannteste Einsatzgebiet der Lichttherapie ist die sogenannte saisonale affektive Störung (SAD), umgangssprachlich Winterdepression. Sie tritt vor allem in den Herbst- und Wintermonaten auf, wenn die Tage kürzer werden.
Typische Symptome sind:
- Gedrückte Stimmung
- Erhöhtes Schlafbedürfnis
- Heißhunger auf Süßes oder Kohlenhydrate
- Antriebslosigkeit
Studien zeigen, dass Lichttherapie oft schon nach wenigen Tagen regelmäßiger Anwendung eine Wirkung entfalten kann.
Schlafstörungen
Auch bei bestimmten Schlafproblemen kann Lichttherapie helfen. Vor allem Menschen mit einem verschobenen Schlaf-Wach-Rhythmus, etwa Schichtarbeitende oder ältere Personen, profitieren von gezielter Lichtexposition am Morgen.
Das Licht signalisiert dem Körper: „Der Tag beginnt“. Dadurch wird die Melatoninproduktion gehemmt. Am Abend fällt dann das Einschlafen meist ebenfalls leichter.
Nicht-saisonale Depressionen
In einigen Fällen wird Lichttherapie ergänzend auch bei nicht-saisonalen Depressionen eingesetzt – meist in Kombination mit anderen Behandlungsformen wie Psychotherapie oder medikamentöser Behandlung. Sie ersetzt jedoch keine ärztliche oder psychotherapeutische Therapie.
Weitere Einsatzbereiche
Diskutiert wird der Nutzen von Lichttherapie außerdem bei:
- Jetlag
- Demenz (zur Stabilisierung des Tag-Nacht-Rhythmus)
- Prämenstruellem Syndrom (PMS)
Die Studienlage ist hier jedoch unterschiedlich, und nicht für alle Anwendungsgebiete liegen eindeutige Empfehlungen vor.