„Problematisch wird eine Beziehung vor allem dann, wenn sich schädigende Muster wiederholen und trotz negativer Folgen bestehen bleiben. Dazu gehören beispielsweise Abwertung, Manipulation, starke Kontrolle, Isolation, wiederholte Grenzüberschreitungen oder Angst vor der Reaktion des Partners. Besonders relevant ist ein Macht- und Kontrollgefälle“, erklärt Dr. Aileen Könitz, Ärztin und Expertin für psychiatrische Fragen.
Ebenfalls charakteristisch sind Phasen intensiver Zuwendung, auf die plötzlicher Liebesentzug und die Herabsetzung des Partners folgen. Dazu kommt das sogenannte „Gaslighting“ – eine Form psychischer Manipulation, bei der eine Person die Gefühle und Erinnerungen einer anderen Person systematisch infrage stellt. Betroffene beginnen an ihrer eigenen Wahrnehmung zu zweifeln.
Wichtig: Konflikte oder auch einzelne verletzende Situationen kommen auch in gesunden Beziehungen vor. Es ist oft sogar so, dass eine dauerhafte Konfliktvermeidung einer Beziehung schadet. Ständige Vorwürfe und anhaltende Probleme in der Kommunikation können aber dysfunktional sein.