Idealerweise einmal im Monat. Wichtig ist, dass du deine Hoden regelmäßig abtastest.
Etwa ab 14 Jahren, sobald die Pubertät beginnt. Dann wird das Abtasten mit der Zeit zur Routine und gehört für dich einfach dazu. Du bekommst ein Gespür für deine normale Hodenform. Dadurch erkennst du Veränderungen besonders schnell. Hodenkrebs kommt zwar grundsätzlich selten vor, aber bei Männern zwischen 20 und 45 Jahren ist es die häufigste Krebserkrankung.
Vereinbare einen Termin in einer urologischen Praxis, wenn:
- du einen schmerzlosen harten Knoten ertastest,
- sich dein Hoden härter als sonst anfühlt,
- sich die Hodengröße verändert hat oder
- du ein Ziehen im Hoden fühlst beziehungsweise ein ungewohntes Schweregefühl hast.
Hinweis: Um schnellstmöglich einen Termin zu erhalten, sag bitte direkt am Telefon, dass du eine Veränderung am Hoden bemerkt hast. Weitere Einzelheiten sind für die Terminabsprache nicht notwendig.
Die Untersuchung ist nur halb so aufregend wie ein Elfmeter und dauert etwa eine Minute. Deine Hoden werden kurz abgetastet – das war’s.
Ultraschall: Sollte eine weitere Untersuchung notwendig sein, folgt meistens ein Ultraschall. Du bekommst ein bisschen Gel auf den Hodensack und dieser wird von außen mit dem Ultraschallgerät untersucht. Die Untersuchung tut nicht weh und reicht für die weitere Abklärung meistens schon aus.
Du kannst Hodenkrebs nicht vorbeugen. Die regelmäßige Selbstuntersuchung zu Hause ist aber die beste Gelegenheit, eine mögliche Erkrankung frühestmöglich zu erkennen.
Ein erhöhtes Risiko für Hodenkrebs besteht, wenn in deiner Familie schon mal ein oder mehrere Männer Hodenkrebs hatten. Das Risiko ist auch erhöht, wenn du als Baby einen Hodenhochstand gehabt hast. Dies ist eine der häufigsten Fehlbildungen bei Jungen und wird in der Regel noch vor dem ersten Geburtstag korrigiert. Frag daher am besten deine Eltern, ob das bei dir der Fall war.