Entlastungsbetrag

Der Begriff „Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen" bezeichnet sich seit dem 01.01.2017 als Entlastungsbetrag. Pflegebedürftige in häuslicher Pflege haben Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 EUR monatlich. Dieser ist zweckgebunden für die Entlastung pflegender Angehöriger einzusetzen und dient der Förderung der Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit der Pflegebedürftigen bei der Gestaltung ihres Alltags.

An wen richtet sich die Leistung?

Die Leistung steht allen Pflegebedürftigen der Pflegegrade 1 bis 5 zu, die im ambulanten (häuslichen) Bereich versorgt werden.

Wie erhalte ich die Leistung?

Es bedarf keiner separaten Antragstellung. Ein Nachweis über die erbrachten Aufwendungen gilt als Antrag.

Welche Kosten werden berücksichtigt?

Aufwendungen, die mit der Inanspruchnahme folgender Leistungen anfallen:

  • Tages- und Nachtpflege
  • Kurzzeitpflege
  • Leistungen der ambulanten Pflegedienste für Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5 (aber nicht für Leistungen der Selbstversorgung)
  • Angebote zur Unterstützung im Alltag (Tagesbetreuung, Gruppenbetreuung usw.)

Welche Kosten entstehen mir?

Der Entlastungsbetrag beträgt monatlich 125 EUR. Wird der Entlastungsbetrag nicht innerhalb eines Kalenderjahres vollständig ausgeschöpft, kann der nicht verbrauchte Betrag in das folgende Kalenderhalbjahr übertragen werden.

Sollte eine eingereichte Rechnung 125 EUR übersteigen, sind die Mehrkosten selbst zu zahlen.

Besitzstandsregelung

Neben dem Entlastungsbetrag haben pflegebedürftige Personen, die am 31.12.2016 in der Pflegestufe III als Härtefall eingestuft waren und zusätzlich eine in erhöhtem Maße eingeschränkte Alltagskompetenz festgestellt wurde, einen Anspruch auf einen Zuschlag in Höhe von 83 Euro (125 EUR + 83 EUR = 208 EUR).

Wie lange dauert die Bearbeitung?

Die Bearbeitung erfolgt natürlich schnellstmöglich und unverzüglich.

An wen kann ich mich wenden?

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre KKH Servicestelle.