Rezepte


Viele Medikamente bekommt man in der Apotheke ausschließlich mit einer Verordnung vom Arzt – dem Rezept. Das schützt den Patienten vor einer falschen und gefährlichen Selbstmedikation. Ob gelb, rosa, blau, grün: Ärzte können für verschreibungspflichtige Medikamente verschiedene Rezept-Varianten ausstellen.

Wer ein Medikament verordnet bekommt, sollte das Rezept möglichst schnell in der Apotheke einlösen, denn Rezepte sind nicht ewig gültig. Die Ablauffrist je Rezept-Variante zählt ab dem Ausstellungsdatum.

Das rosa Kassenrezept

Gesetzlich Versicherte bekommen ein rosa Kassenrezept. Es ist drei Monate lang gültig, allerdings bezahlt die Krankenkasse die verschiedenen Medikamente nur bei einer Einlösung des Rezeptes innerhalb eines Monats. Die übrigen zwei Monate erhält man die aufgeschriebenen Arzneimittel zwar noch, aber der volle Preis ist dann selbst zu tragen.

Das blaue Privatrezept

Privatversicherte bekommen beim Arzt ein Privatrezept. Dieses Rezept ist meist blau, manchmal auch weiß. Privatrezepte sind drei Monate lang gültig. Der Patient zahlt den vollen Preis in der Apotheke. Danach reicht er das vom Apotheker abgestempelte Rezept bei seiner privaten Krankenversicherung ein.

Das gelbe Betäubungsmittel-Rezept

Mit diesem Rezept werden vom Arzt Arzneimittel verordnet, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Dazu gehören zum Beispiel starke Schmerzmittel, Medikamente gegen ADHS oder Drogenersatzstoffe wie Methadon. Da diese Medikamente bei Missbrauch gefährliche Wirkungen zeigen können, gelten diese Rezepte nur sieben Tage lang. Das Rezept besteht aus drei Teilen: ein Teil bleibt beim Arzt, ein Teil in der Apotheke und ein Exemplar geht zur Abrechnung an die Krankenkasse.

Das grüne Empfehlungs-Rezept

Das grüne Rezept nutzt der Arzt, wenn er seinem Patienten ein Medikament empfehlen möchte, das nicht verschreibungspflichtig ist. Der Patient zahlt in der Apotheke den vollen Preis, egal ob privat oder gesetzlich krankenversichert. Dieses Rezept hat üblicherweise kein Ablaufdatum.