https://www.kkh.de/presse/rss-feed2019-05-20T08:47:33.037ZRSS-FeedAdobe Experience ManagerDie Sucht kommt spielendnoemail@noemail.orghv16 <p>Exzessives Computer- oder Video-Gaming im Netz steht aktuell immer wieder in der Diskussion, nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Online-Spielsucht in den neuen Katalog der Krankheiten (ICD-11) aufgenommen hat. Dieser soll nun Ende Mai verabschiedet werden. Kritiker fürchten nun, dass Menschen, die viel online spielen, fälschlicherweise als therapiebedürftig eingestuft werden könnten. „Eine einheitliche Definition von Computerspiel- und Onlinesucht ist schwierig, allerdings gibt es klare Alarmzeichen für eine Abhängigkeit“, sagt Michael Falkenstein, Experte für Suchtfragen bei der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Dazu gehöre etwa, die Kontrolle über Häufigkeit und Dauer des Spielens völlig zu verlieren, das Spielen vor andere Aktivitäten zu stellen und auch bei negativen Konsequenzen weiterzumachen. Falkenstein: „Süchtig nach Online-Gaming ist jemand, der seine Familie und Freunde, die Schule oder die Arbeit vernachlässigt, der sich wegen des ständigen Spielens schlecht ernährt, kaum noch schläft, Hobbys und sportliche Aktivitäten sausen lässt.“</p> <p>Die häufigsten Gründe für exzessives Online-Spiel sind Stressbewältigung und Ablenkung. Besonders Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl nutzen die Games, um sich von Frust und Unsicherheit zu befreien. Sie genießen die virtuelle Unbeschwertheit, auch wenn das reale Leben derweil zusammenbricht. Laut des jährlichen Drogen- und Suchtberichts der Bundesregierung, der bereits 2016 den Schwerpunkt auf Onlinesucht gelegt hat, haben vor allem Online-Rollenspiele, Online-Shooter und Strategiespiele Suchtpotenzial. Diese Games können stark fesseln, denn die Übernahme einer Rolle ist meist mit einer starken Identifizierung verbunden. „Durch Erfolgserlebnisse im Rollenspiel werden zum Beispiel Misserfolge im Alltag kompensiert, da sie virtuell viel leichter als im echten Leben zu erzielen sind“, erläutert der KKH-Experte. Die Betroffenen fühlen sich von der Rollenspiel-Gemeinde mehr geschätzt als von realen Personen und können sich leichter in virtuelle als in reale Gruppen integrieren.</p> <p>Um exzessiv spielenden Patienten zu helfen, sei es vor allem wichtig, die Ursachen für die Sucht zu ermitteln, erläutert Michael Falkenstein. Das können etwa Depressionen oder soziale Angststörungen, aber auch eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sein. Solche Erkrankungen können eine Spielsucht auslösen, eine Spielsucht aber wiederum auch andere Erkrankungen wie Fettleibigkeit, verstärkter Alkohol- und Nikotinkonsum, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Schlafstörungen, Rückenschmerzen und Augenprobleme. Bei diversen Krankheitsbildern, die häufig mit einem Computerspielzwang einhergehen, stellte die KKH von 2007 auf 2017 einen deutlichen Anstieg fest:</p> <p><b>Depressionen: </b>plus 43 Prozent, bei den 13- bis 18-Jährigen sogar plus 119 Prozent<br /> <b>Angststörungen: </b>plus 55 Prozent, bei den 13- bis 18-Jährigen sogar plus 76 Prozent<br /> <b>Schlafstörungen:</b> plus 60 Prozent, bei den 19- bis 29-Jährigen sogar plus 89 Prozent<br /> <b>Rauschtrinken: </b>plus 37 Prozent, bei den 30- bis 34-Jährigen sogar plus 73 Prozent<br /> <b>Tabaksucht:</b> plus 88 Prozent</p> <p>„Es müssen immer viele Kriterien zutreffen, um von einer Abhängigkeit zu sprechen“, sagt Falkenstein. Allerdings könne die Aufnahme der Online-Spielsucht in den Katalog der Krankheiten auch eine Chance sein, das Thema zu enttabuisieren: „Möglicherweise holen sich Betroffene dann eher Hilfe, denn die Scham ist oft groß und der Weg zur Einsicht lang.“</p> <p><b>Daran merken Sie, dass Sie süchtig nach Online-Spielen sind:</b></p> <ul> <li>Wenn Sie zwischenmenschliche Beziehungen, Ihre Hobbys, Ihre Wohnung und sich selbst für Ihr Online-Spiel vernachlässigen.</li> <li>Wenn Sie Schule, Ausbildung oder Arbeit wegen des Online-Spielens gefährden und trotz Konflikten exzessiv weiterspielen.</li> <li>Wenn Sie nur ans Computerspielen denken, auch wenn Sie nicht vor dem PC sitzen.</li> <li>Wenn Versuche, weniger oder gar nicht mehr zu spielen scheitern.</li> <li>Wenn Sie Online-Games als Kanal nutzen, um negative Gefühle wie Stress, Wut oder Einsamkeit zu verdrängen.</li> <li>Wenn es zu Entzugssymptomen kommt, wenn nicht gespielt werden kann, etwa zu Unruhe, Gereiztheit, Schweißausbrüchen.</li> <li>Wenn Sie Familienmitgliedern, Therapeuten oder andere Personen belügen, um spielen zu können und um das wirkliche Ausmaß des Online-Spielens zu vertuschen.<br />  </li> </ul> <p><b>Das können Betroffene tun:</b></p> <ul> <li>Setzen Sie feste Regeln für die Computernutzung, zum Beispiel mit Zeitsperren. Stellen Sie etwa einen Wecker, der Sie nach einer bestimmten Zeit ans Aufhören erinnert, oder führen Sie ein Computertagebuch.</li> <li>Planen Sie Dinge für die Zeit, die Sie offline sind, etwa Sport, Freunde treffen, Ausgehen.</li> <li>Vertrauen Sie sich jemandem an, der Sie in Ihrem Vorhaben unterstützt, weniger zu spielen (Familienangehörige, Freunde, Lehrer oder Ausbilder).</li> <li>Finden Sie heraus, warum der PC in Ihrem Leben so wichtig geworden ist. </li> <li>Holen Sie sich Hilf<a name="Beratung" id="Beratung"></a>e, etwa bei einem Experten in einer Suchtberatungsstelle oder in einer Selbsthilfegruppe. Informationen erhalten Sie etwa unter <a href="https://erstehilfe-internetsucht.de/hilfsangebote-finden/" class="external">erstehilfe-internetsucht.de/hilfsangebote-finden</a> sowie unter <a href="http://www.caritas.de/suchtberatung" class="external">caritas.de/suchtberatung</a>. „In einigen psychiatrischen Kliniken gibt es darüber hinaus spezielle Ambulanzen für Online- und Internetsucht“, ergänzt Michael Falkenstein.<b></b></li> </ul> <p><br /> <b>Hintergrund – Neuer ICD-Katalog: Online-Spielsucht als Krankheit</b></p> <p>Die Weltgesundheitsversammlung will den neuen Katalog der Krankheiten (ICD*-11) Ende Mai verabschieden. Ärzten steht dann eine eigenständige Diagnose für die Sucht nach Online-Video- und Computerspielen zur Verfügung. Andere Formen pathologischer PC- bzw. Internet-Nutzung (z.B. von sozialen Netzwerken oder Online-Pornographie) gelten dagegen bislang als noch nicht ausreichend erforscht, um als separate Krankheit in den ICD aufgenommen zu werden. Der Katalog wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verwaltet und ist das wichtigste weltweit anerkannte Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen. Das Verzeichnis wurde zuletzt vor 28 Jahren neu gefasst. Es enthält mehr als 55.000 Codes für Krankheiten, Verletzungen und Todesursachen und soll damit u. a. das Erstellen von Gesundheitsstatistiken erleichtern. Die derzeit gültige Version ist die ICD-10. </p> <p><small>*Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (Englisch: International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems)</small></p> <p><small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">kkh.de/presse/portrait</a>.</small></p> Online-Gaming künftig eine Krankheit – KKH-Experte warnt vor Folgen der Abhängigkeithttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/die-sucht-kommt-spielend2019-05-20T14:24:39.651Z2019-05-20T14:24:39.651ZFalschabrechnungen von Kliniken müssen korrigiert werdennoemail@noemail.orghv16 <p>Ein aktueller Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums sieht vor, den Medizinischen Dienst der Krankenkassen zu reformieren und im Zuge dessen die Prüfungen von Krankenhausabrechnungen neu zu strukturieren. Dazu erklärt Dr. Wolfgang Matz, Vorstandsvorsitzender der KKH Kaufmännische Krankenkasse:  „Dass der Bundesgesundheitsminister mit einer bundesweiten Statistik über die Prüfquoten von Krankenhäuser mehr Transparenz herstellen will, ist positiv zu werten. Auch dass Krankenhäuser Anreize erhalten sollen, zukünftig korrekt mit den Krankenkassen abzurechnen, begrüßen wir. Wenn dadurch der hohe Prüfaufwand für den Medizinischen Dienst entfällt, wird dieser deutlich entlastet. Dennoch sehen wir Nachbesserungsbedarf im Gesetz bezüglich der geplanten Begrenzung der Prüfquote auf 10 Prozent im nächsten Jahr und maximal 15 Prozent ab 2021. Denn es gibt Kliniken, die rechnen anscheinend falsch ab, wie Prüfquoten von bis zu 20 Prozent über einen langen Zeitraum hinweg zeigen. Diese Gelder, die unrechtmäßig von Krankenhäusern einbehalten werden, müssen wir auch in Zukunft geltend machen dürfen, um sie für die Versorgung unserer Versicherten an anderer Stelle einzusetzen.“</p> <small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">kkh.de/presse/portrait</a>.<img src="/libs/cq/ui/resources/0.gif" width="11" height="12" /></small> KKH sieht Nachbesserungsbedarf für geplante Reform der Krankenhausprüfungenhttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/falschabrechnungen-von-kliniken-muessen-korrigiert-werden2019-05-20T07:55:44.138Z2019-05-20T07:55:44.138ZInfektionsfalle Badesee?noemail@noemail.orghv16 <p>Sie gehören zu den größten Gefahren für die Gesundheit: Keime, gegen die kein Antibiotikum mehr wirkt. Im vergangenen Sommer sorgten solche multiresistenten Erreger in Badeseen immer wieder für Schlagzeilen. Deshalb machen sich viele Freizeitschwimmer und Urlauber gerade jetzt – zum Beginn der neuen Badesaison – Sorgen um ihre Gesundheit. Doch ist das Risiko einer Infektion wirklich so hoch? „Nein, in der Regel nicht“, sagt Sven Seißelberg, Apotheker bei der KKH Kaufmännische Krankenkasse. „Viele multiresistente Bakterien können sich auf oder sogar im Körper ansiedeln, ohne einen Menschen krank zu machen – vorausgesetzt, derjenige ist gesund.“ Selbst wenn solche Erreger etwa beim Wasserschlucken in den Körper gelangen, müssten sie anschließend noch dem Bad in der aggressiven Magensäure sowie der Immunabwehr trotzen. „Das ist sehr unwahrscheinlich“, erläutert Seißelberg. Hat jemand allerdings ein extrem geschwächtes Immunsystem oder eine offene Wunde, steigt das Risiko einer Infektion. Betroffene sollten daher besonders vorsichtig sein und in dieser Zeit lieber nicht baden gehen.</p> <p>Multiresistente Bakterien sind aber nicht die einzigen Keime in Seen und Flüssen. Deutlich höher ist das Risiko, sich etwa mit Magen-Darm-Erregern zu infizieren. „Wer folgende Tipps beachtet, kann aber dennoch einen ungetrübten Badespaß haben“, sagt Seißelberg.</p> <p><b>Wasserqualität vorher abfragen<br /> </b>Verschmutzungen sind mit bloßem Auge nicht immer zu erkennen, auch klare Gewässer können mit Krankheitserregern belastet sein. Deshalb sollten sich Badefreunde vorab nach der Wasserqualität des Sees ihrer Wahl erkundigen, zum Beispiel auf der Internetseite des Umweltbundesamtes oder bei der zuständigen Gesundheitsbehörde. Grundsätzlich gilt: In Badegewässern mit mindestens sehr guter Qualität ist das Infektionsrisiko am geringsten.</p> <p><b>Von trübem Wasser fernhalten<br /> </b>Sind Gewässer bläulich verfärbt und trüb, kann das ein Hinweis auf Blaualgen sein. Die sogenannten Cyanobakterien lösen Übelkeit, Durchfallerkrankungen und Hautirritationen aus. Belastete Gewässer sollten daher unbedingt gemieden werden. Kinder sollten sich vom Ufer fernhalten und nicht im flachen Wasser spielen.</p> <p><b>Möglichst wenig Wasser schlucken<br /> </b>Wer Wasser schluckt, kann Krankheitserreger aufnehmen. Je weniger Wasser also beim Schwimmen, Planschen und Tauchen geschluckt wird, desto geringer ist das Infektionsrisiko. </p> <p><b>Seen mit vielen Wasservögeln meiden<br /> </b>Der Kot von Enten und Gänsen verschmutzt das Wasser mit Bakterien, die zu Durchfall führen können. Deshalb sollten vor allem Seen mit besonders vielen Wasservögeln gemieden werden. Eine Gefahr können dort außerdem Zerkarien sein: Die Larven von Saugwürmern suchen sich eigentlich Enten als Wirte. Sie können sich aber auch in die Haut von Menschen bohren und an diesen Stellen Juckreiz und Quaddeln auslösen.</p> <p><b>Nach Regen nicht in Flüssen baden<br /> </b>Besonders nach starken Regenfällen können Flüsse zu Keimschleudern werden: Zum einen spült der Regen die Gülle von landwirtschaftlichen Flächen in die Gewässer, zum anderen ist das Abwassersystem überfordert. Dann gelangt nicht ausreichend geklärtes Wasser in die Flüsse. Am besten nur in Flüssen schwimmen, die als offizielles Badegewässer gekennzeichnet sind.</p> <small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">kkh.de/presse/portrait</a>.<a name="mr_" id="mr_"></a></small> Multiresistente Keime: KKH gibt Tipps für ungetrübten Schwimmspaßhttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/infektionsfalle-badesee-2019-05-15T13:40:13.147Z2019-05-15T13:40:13.147ZSenioren im Rausch: Wenn Trinken zur Gefahr wirdnoemail@noemail.orghv16 <p>Über Rauschtrinken und Komasaufen bei Jugendlichen wird oft berichtet. Ein deutlich geringeres Problembewusstsein in der Öffentlichkeit herrscht hingegen mit Blick auf den Alkoholkonsum im Alter. Doch das riskante Trinken der Generation 65 plus nimmt einer Auswertung der KKH Kaufmännische Krankenkasse zufolge deutlich zu: Demnach ist die Zahl der 65- bis 84-Jährigen, die wegen eines akuten Alkoholrauschs oder psychischer Probleme aufgrund von Alkohol ärztlich behandelt werden mussten, von 2007 auf 2017 um zwei Drittel gestiegen. Hochgerechnet auf ganz Deutschland waren zuletzt mehr als 355.500 Senioren der Generation 65 plus betroffen. Die Auswertung zeigt darüber hinaus, dass der Anstieg in bestimmten Altersgruppen erheblich höher ist als im Durchschnitt – vor allem bei den Männern: Bei den 70- bis 74-Jährigen betrug dieser rund 95 Prozent, bei den 80- bis 84-Jährigen sogar weit mehr als das Doppelte. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs, denn die Daten erfassen nur ärztlich behandelten Alkoholmissbrauch, die Dunkelziffer ist also weitaus höher.</p> <p>Einer Studie des Robert Koch-Instituts zufolge legen in Deutschland mehr als 34 Prozent der Männer und rund 18 Prozent der Frauen zwischen 65 und 79 Jahren einen riskanten Alkoholkonsum an den Tag. Die Gründe dafür sind vielfältig. Viele Senioren leben einsam und isoliert: Früher waren sie im Job unentbehrlich, heute fühlen sie sich als Rentner nicht mehr gebraucht. Der Partner ist darüber hinaus vielleicht schon gestorben, die Angehörigen leben weit entfernt, Freunde und enge Bekannte fehlen. Niemand interessiert sich für sie und die Tatsache, dass sie trinken. Sie geraten in einen Teufelskreis, denn wer langfristig zu viel Alkohol konsumiert, gefährdet nicht nur die Gesundheit, sondern hat erst recht keine Möglichkeit mehr, ein selbstständiges, selbstbestimmtes und aktives Leben im Alter zu führen.</p> <p>Das Tückische: Schädliches Trinkverhalten bei Senioren ist nicht leicht festzustellen. Das Thema ist in Arztpraxen und beim Pflegepersonal oft nicht präsent, denn häufig werden Folgen von Alkoholproblemen mit Alterserscheinungen verwechselt. Schlafstörungen, Orientierungslosigkeit, undeutliches Sprechen oder Nachlässigkeit bei der Hygiene können altersbedingt sein, aber auch auf einen zu hohen Alkoholkonsum hinweisen.</p> <p>Senioren müssen deutlich weniger Alkohol trinken als Jüngere, um die Gesundheit nicht zu gefährden. Derzeit gibt es laut Robert Koch-Institut in Deutschland für ältere Menschen aber keine genaue Richtlinie für einen risikoarmen Alkoholkonsum. Einige Experten empfehlen ab dem 65. Lebensjahr maximal zehn Gramm reinen Alkohols täglich für Männer und Frauen, also ein kleines Glas Bier (0,25 Liter) oder Wein (0,1 Liter). Zwei Tage pro Woche sollten ganz alkoholfrei sein.</p> <p><b style="font-family: inherit;font-style: inherit;">Folgen von Alkoholkonsum im Alter</b></p> <ul> <li>Mit zunehmendem Alter sinkt der Wasseranteil im Körper. Getrunkener Alkohol verteilt sich bei älteren Menschen somit auf weniger Körperflüssigkeit und führt bei der gleichen Menge zu einem höheren Alkoholspiegel als bei jüngeren Menschen.</li> <li>Bereits kleine Mengen von Alkohol können im Alter schon betrunken machen, da die Leber nicht mehr so gut arbeitet wie in jungen Jahren.</li> <li>Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit lässt durch Alkohol schneller nach.</li> <li>Alterserkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck verschlimmern sich durch Alkohol.</li> <li>Im betrunkenen Zustand steigt gerade bei älteren Menschen die Gefahr von Stürzen, Unfällen und schweren Verletzungen wie beispielsweise Oberschenkelhalsbrüchen.</li> </ul> <p><b><br /> Alkohol und Medikamente<br /> </b>Da ältere Menschen häufiger und unter Umständen auch dauerhaft Medikamente einnehmen müssen, ist besondere Vorsicht mit Alkohol geboten. Die Kombination kann fatale Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen und Herzrasen haben. Außerdem kann Alkohol die Wirkung eines Medikaments aufheben, verringern oder unkontrollierbar verstärken. Im schlimmsten Fall ist die Kombination von Alkohol und Medikamenten lebensbedrohlich. Senioren, die Medikamente einnehmen, sollten auf jeden Fall ihren Arzt fragen, ob sie in dieser Zeit auf Alkohol verzichten müssen. Bei Menschen, die ambulant oder in Heimen betreut werden, muss das Pflegepersonal stärker darauf achten.</p> <p><b>Hinweis für die Redaktionen:</b> Weitere Informationen zum Thema „Richtiger Umgang mit Alkohol“ finden Sie unter <a href="https://www.kkh.de/versicherte/a-z/alkohol" class="external">kkh.de/versicherte/a-z/alkohol</a>.</p> <p><small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen<i> </i>mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="https://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">kkh.de/presse/portrait</a>. </small></p> Ärztlich behandelter Alkoholkonsum bei Generation 65 plus um zwei Drittel gestiegenhttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/senioren-im-rausch-wenn-trinken-zur-gefahr-wird2019-05-14T06:54:02.290Z2019-05-14T06:54:02.290ZGesunder Menschenverstand versus künstliche Intelligenz?noemail@noemail.orghv16 <p>Welchen Einfluss haben Sprachassistenten wie Siri oder Alexa auf unser zukünftiges gesellschaftliches Leben? Wer hat Zugriff auf unsere Gesundheitsdaten? Wie klug können Roboter entwickelt werden und welche Gefahren gehen von ihnen aus? Über diese und weitere Fragen diskutierten am Sonnabend Experten aus Wissenschaft und Politik bei der Veranstaltung „Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Chancen und ethische Herausforderungen“ bei der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Hannover. Eingeladen hatten die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und die Konrad-Adenauer-Stiftung.</p> <p>Rund 200 Gäste nutzten die Gelegenheit, nicht nur den Vorträgen von führenden Wissenschaftlern der KI-Branche zu lauschen, sondern auch direkt mit ihnen in sogenannten World-Cafés zu sprechen. Zu den Experten gehörten der Leibniz-Preisträger Professor Dr. Sami Haddadin, der bis Mitte 2018 an der Leibniz-Universität in Hannover lehrte und jetzt als Direktor der Munich School of Robotics and Machine Intelligence der Technischen Universität München tätig ist. Das Mitglied aus der EU High-Level Expert Group on Artificial Intelligence sagte: „Künstliche Intelligenz ist nicht Big Data. Künstliche Intelligenz ist mit minimaler Anzahl an Daten, maximales Wissen zu erzeugen. Das Ziel der künstlichen Intelligenz geben immer Menschen vor.“</p> <p>Dass wir uns damit noch ganz am Anfang der Entwicklung befinden, untermauerte Professor Dr. Jörg Müller-Lietzkow, Mitglied der Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz des Deutschen Bundestages. Der zukünftige Präsident der Hafencity Universität in Hamburg meinte: „Die Künstliche Intelligenz ist noch in der Steinzeit. Aber der gesunde Menschenverstand sollte immer größer sein.“ Auch die Digitalisierungsforscherin Lorena Jaume-Palasí appellierte an die ethische Verantwortung der Gesellschaft: „Wir müssen globaler und kollektiver denken. Denn wir alle gestalten künstliche Intelligenz.“ Dr. Wolfgang Matz, Vorstandsvorsitzender der KKH, forderte zu künstlicher Intelligenz in der Medizin: „Krankenkassen sollten personenbezogene Gesundheitsdaten ihrer Versicherten zum Erhalt und Besserung des Gesundheitsstandes erheben und korrelieren dürfen.“</p> <p>Im abschließenden Podiumsgespräch wurden zudem politische Standpunkte mit Dr. Stefan Birkner, Fraktionsvorsitzender der FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag und Jörg Hillmer, Sprecher für Wissenschaft und Kultur der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, erörtert. Laut den Veranstaltern soll die Veranstaltungsreihe mit weiteren Terminen unter dem Aspekt „Neue Technologien und deren gesellschaftlichen Herausforderungen“ fortgesetzt werden.</p> Experten aus Politik und Wissenschaft diskutieren über Chancen und Risiken https://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/gesunder-menschenverstand-versus-kuenstliche-intelligenz-2019-05-13T07:49:03.330Z2019-05-13T07:49:03.330ZTückisch: Versteckter Alkohol in Lebensmittelnnoemail@noemail.orghv16 <p>Wer denkt bei Schoko-Snacks, Sauerkraut, Kefir und Brot schon daran, dass in diesen Lebensmitteln Alkohol stecken könnte? „Das kommt gar nicht so selten vor wie wir denken“, sagt Dr. Anja Luci, Ernährungsexpertin bei der KKH Kaufmännische Krankenkasse. „Einerseits desinfiziert Alkohol und macht Lebensmittel haltbarer. Andererseits werden bestimmte Speisen durch das Hinzufügen von Alkohol schmackhafter oder bekommen ein spezielles Aroma. Das nutzt die Lebensmittelindustrie gerne aus.“ Besonders bei Süßwaren, Backwaren und Fertigprodukten ist Vorsicht geboten.</p> <p>Alkohol in Lebensmitteln ist grundsätzlich kennzeichnungspflichtig. „Ob Ochsenschwanzsuppe, Hühnerfrikassee oder Königsberger Klopse – diese Gerichte enthalten gerne Wein oder Weinessig. Dies muss auf der Verpackung deklariert werden. Verbraucher sollten deshalb die Inhaltsangaben genau beachten“, erläutert Dr. Luci. Kritischer wird es allerdings beim offenen Verkauf wie zum Beispiel beim Konditor, in der Eisdiele oder im Restaurant, denn hier besteht gegenüber dem Verbraucher keine Kennzeichnungspflicht. „Klar, wer Schwarzwälder Kirschtorte, Rumkugeln oder Weinschaumcreme bestellt, weiß in der Regel um den alkoholischen Inhalt“, sagt die Expertin. Anders sieht es bei Schokoladeneis, Zwetschgenkuchen oder Rote Grütze aus. „Im Zweifel müssen Betroffene im Café selbst nachfragen, ob das gewünschte Produkt Alkohol enthält“, rät Dr. Luci. Auch bei Getränken ist Vorsicht geboten: Hier muss der Alkoholgehalt erst bei mehr als 1,2 Volumenprozent angegeben werden. Selbst alkoholfreies Bier kann bis zu 0,5 Volumenprozent Alkohol enthalten, Malzbier sogar bis zu 1,4 Volumenprozent. „Auch naturtrübe Fruchtsäfte und Obst bilden aufgrund ihres natürlichen Gärungsprozesses Alkohol“, erläutert Dr. Luci. „Das ist vielen Verbrauchern gar nicht bewusst.“</p> <p>Viele Experten sind zwar der Meinung, dass diese derart geringen Mengen Alkohol keine berauschende Wirkung haben und daher als unbedenklich eingestuft werden können – selbst für Schwangere und Kinder. Andere befürchten jedoch, dass sich der Nachwuchs schon früh an den Geschmack oder das Aroma von Alkohol gewöhnen könnte und damit die Hemmschwelle für den späteren Alkoholkonsum sinkt. „Verbraucherschützer diskutieren deshalb die Einführung einer rigoroseren Kennzeichnung von Lebensmitteln, die Alkohol enthalten, auch wenn die Menge noch so gering ist“, sagt Dr. Luci. So steht zum Beispiel in England bei Bier auf dem Etikett statt „alkoholfrei“ inzwischen „alkoholarm“.</p> <small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen<i> </i>mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="https://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">kkh.de/presse/portrait</a>. </small> KKH: Besondere Vorsicht bei alkoholkranken Menschen und Kindern https://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/tueckisch--versteckter-alkohol-in-lebensmitteln2019-05-08T13:27:24.540Z2019-05-08T13:27:24.540ZRisiko Schlaganfall: Schnell erkennen – sofort handeln!noemail@noemail.orghv16 <p>Sharon Stone, Gaby Köster, Roger Cicero: drei prominente Schlaganfallopfer der vergangenen 18 Jahre. Das Tragische ist, es kann jeden treffen, inzwischen auch immer mehr junge Menschen und sogar Kinder. Darauf macht die KKH anlässlich des Tages gegen den Schlaganfall am 10. Mai aufmerksam. Laut einer Datenerhebung der Kasse waren im Jahr 2017 insgesamt mehr als 35.000 Versicherte von einem Schlaganfall betroffen – Tendenz steigend. Erschreckend: Fast 5.000 Schlaganfallpatienten waren jünger als 55 Jahre alt.</p> <p>Schlaganfälle zählen ebenso wie Herzinfarkte zu den Herz-Kreislauf-Erkrankungen − der Todesursache Nummer eins in Deutschland. Die beste Medizin ist und bleibt die Vorbeugung. Das heißt: Gesunde Ernährung, Verzicht auf Nikotin, wenig oder gar kein Alkohol, viel Bewegung und Sport, Stressreduktion. Der Abbau von Übergewicht und der regelmäßige, kostenfreie Check-up beim Arzt helfen außerdem, das Risiko für einen Schlaganfall zu senken.</p> <p>Für die Akutversorgung im Notfall stehen in Deutschland inzwischen rund 320 Schlaganfall-Spezialstationen (Stroke Units) in Kliniken bereit, die in den vergangenen Jahren immer mehr durch einen Schlaganfall verursachte Todesfälle verhinderten. Unbedingte Voraussetzung dafür sind aber vor allem schnelles Erkennen und Handeln, auch um Folgeschäden zu vermeiden. Hierbei hilft der FAST-Test. <b>F-A-S-T</b> steht für <b>F</b>ace (Gesicht), <b>A</b>rms (Arme), <b>S</b>peech (Sprache) und <b>T</b>ime (Zeit). Die meisten Schlaganfälle lassen sich innerhalb weniger Sekunden wie folgt feststellen:</p> <ul> <li><b>F</b>ace: Bitten Sie die Person zu lächeln. Ist das Gesicht einseitig verzogen? Das deutet auf eine Halbseitenlähmung hin.</li> <li><b style="font-family: inherit;font-style: inherit;">A</b>rms: Bitten Sie die Person, die Arme nach vorn zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen. Bei einer Lähmung können nicht beide Arme gehoben werden; sie sinken oder drehen sich.</li> <li><b>S</b>peech: Lassen Sie die Person einen einfachen Satz wie „Ich benötige keine Hilfe!“ nachsprechen. Ist sie dazu nicht in der Lage oder klingt die Stimme verwaschen, liegt vermutlich eine Sprachstörung vor.</li> <li><b>T</b>ime: Wählen Sie unverzüglich den Notruf 112. Weisen Sie auf die vorliegenden Schlaganfall-Symptome hin und äußern Sie deutlich: „Verdacht auf einen Schlaganfall“. Denn nur im Krankenhaus kann die Ursache des Schlaganfalls ermittelt und die richtige Therapie eingeleitet werden!<br />  </li> </ul> <p>Diese vier Punkte sollten Sie außerdem beachten:</p> <ul> <li>Geben Sie dem Betroffenen nichts zu essen oder zu trinken. Der Schluckreflex kann gestört sein – es droht Erstickungsgefahr!</li> <li>Entfernen oder öffnen Sie einengende Kleidungsstücke.</li> <li>Achten Sie auf freie Atemwege, entfernen Sie ggf. Zahnprothesen.</li> <li>Teilen Sie dem Notarzt die Symptome und den Zeitpunkt des Auftretens mit.<br />  </li> </ul> <p><b>Hinweis für die Redaktionen: </b>Kostenfreie Fotos zum Thema „Schlaganfall“ finden Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/downloads/im-krankenhaus" class="external">www.kkh.de/presse/downloads/im-krankenhaus</a>, unter den Stichworten „Krankenhausalltag“ und „In der Notaufnahme“. Eine Übersicht aller in Deutschland zertifizierten Stroke Units (Schlaganfall-Stationen) finden Sie bei der Deutschen Schlaganfall-Hilfe unter <a href="http://www.schlaganfall-hilfe.de/" class="external">www.schlaganfall-hilfe.de</a>, zu finden im Pfad: „Für Betroffene &gt; Akutbehandlung &gt; Stroke Unit“.</p> <p><small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen<i> </i>mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">www.kkh.de/presse/portrait</a>.</small></p> Rund 35.000 KKH-Versicherte betroffen – Kasse gibt Tipps zur Vorbeugunghttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/risiko-schlaganfall-schnell-erkennen-sofort-handeln-2019-05-06T10:28:27.541Z2019-05-06T10:28:27.541ZImmer mehr Menschen ekeln sich vor öffentlichen Toilettennoemail@noemail.orghv16 <p>Immer mehr Menschen ekeln sich vor Dingen im öffentlichen Raum. Das hat eine aktuelle Forsa-Umfrage der KKH Kaufmännische Krankenkasse zum Internationalen Tag der Händehygiene am 5. Mai 2019 ergeben. Im Vergleich zu 2015 zeigt sich: Den mit Abstand größten Ekelfaktor haben nach wie vor öffentliche Toiletten. Für mittlerweile 91 Prozent der Befragten ist die Nutzung besonders unangenehm. Vor vier Jahren galt dies noch für 87 Prozent. Auf Platz zwei stehen aktuell Haltegriffe in Bussen und Bahnen mit 55 Prozent (2015: 47 Prozent), gefolgt von Handläufen von Rolltreppen und Treppengeländern mit 50 Prozent (damals 45 Prozent). Nahezu jeder Zweite ekelt sich außerdem vor Türklinken in öffentlichen Gebäuden. 2015 traf dies noch auf jeden Dritten zu. Für 43 Prozent der Befragten ist das Berühren von Griffen an Einkaufswagen, und für 33 Prozent das Drücken von Tastaturen an Geldautomaten besonders unangenehm. Vor vier Jahren war auch dies für deutlich weniger Befragte ein Problem.</p> <p>Zugenommen hat aber nicht nur das Ekelempfinden, sondern auch das Bedürfnis, sich im Alltag besser gegen Viren und Bakterien zu wappnen: So trägt mittlerweile jeder Vierte immer ein Desinfektionsspray und jeder Fünfte stets Desinfektionstücher mit sich. 2015 war es noch jeder Siebte beziehungsweise jeder Achte. 53 Prozent der Befragten versuchen aktuell darüber hinaus, im Alltag möglichst wenige Dinge wie Türklinken, Handläufe oder Schalter anzufassen (2015 waren es noch 46 Prozent).</p> <p>Desinfektionsmittel hin oder her: Die KKH rät vor allem dringend zum regelmäßigen Händewaschen, um die Verbreitung von Keimen zu vermeiden. Dem kommt aber längst nicht jeder nach: Laut Umfrage ekeln sich zwar mehr Menschen, aber nach wie vor wäscht sich jeder Dritte nicht vor jeder Mahlzeit die Hände. Auch nach dem Nach-Hause-Kommen verzichten 29 Prozent auf den Gang zum Waschbecken. Immerhin: Nach dem Toilettengang reinigt sich nahezu jeder die Hände (98 Prozent). Jeder Siebte tut dies außerdem tagsüber unabhängig von bestimmten Situationen mindestens einmal pro Stunde.</p> <p>Wer sich regelmäßig und gründlich die Hände wäscht, hat ein deutlich geringeres Risiko, an Erkältungen, Grippe und anderen Infektionen zu erkranken. 20 bis 30 Sekunden sind nötig, um alle Erreger abzuspülen. Wasser allein reicht allerdings nicht: Mit Seife werden Schmutz und Mikroorganismen deutlich besser entfernt. Antibakterielle Zusätze dagegen sind zwar etwa in Kliniken Pflicht, im Alltag aber nicht nötig. Viel wichtiger ist es, sich die Hände gründlich zu waschen, auch zwischen den Fingern und an den Kuppen. Die Wassertemperatur spielt Untersuchungen zufolge keine Rolle. Die KKH empfiehlt allerdings, sich die Hände nach dem Waschen sorgfältig abzutrocknen, um den Mikroorganismen kein feuchtes Milieu zur Weiterverbreitung zu bieten.</p> <p>Das Marktforschungsinstitut Forsa hat rund 1000 Personen im Alter von 18 bis 70 Jahren im März 2019 sowie im April 2015 repräsentativ befragt.</p> <p><b>Hinweis für die Redaktionen:</b> Grafiken zur Umfrage finden Sie unten.</p> <p><small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen<i> </i>mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">kkh.de/presse/portrait</a>. </small></p> KKH-Umfrage: Jeder Vierte trägt mittlerweile ständig ein Desinfektionsspray bei sichhttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/immer-mehr-menschen-ekeln-sich-vor-oeffentlichen-toiletten2019-04-26T10:05:24.925Z2019-04-26T10:05:24.925ZNotfall-Versorgung darf keine Frage des Geldbeutels seinnoemail@noemail.orghv16 <p>Mehr Sprechstunden bei Fachärzten für Kassenpatienten, kürzere Wartezeiten, bessere Terminvermittlung – darauf können Millionen gesetzlich Versicherte ab dem 1. Mai hoffen. Dann tritt das von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn initiierte Terminservice- und Versorgungsgesetz in Kraft. „Wir hoffen, dass sich die Situation für die gesetzlich Versicherten dadurch spürbar verbessert und es deutlich weniger Probleme bei der Terminvergabe und mit überfüllten Wartezimmern geben wird“, sagt Dr. Wolfgang Matz, Vorstandsvorsitzender der KKH Kaufmännische Krankenkasse. „Es ist gut, dass der Gesetzgeber Regelungen gefunden hat, die die Versorgung spürbar verbessern sollen. Gleiches wünschen wir uns aber auch möglichst bald für die Steuerung von Notfallpatienten.“</p> <p>Denn auch die Krankenhäuser sind mit überfüllten Notaufnahmen zunehmend belastet. Laut einer forsa-Umfrage im Auftrag der KKH würde mehr als jeder Dritte von 1.000 Befragten eine Notfallambulanz trotz geöffneter Praxen ansteuern – auch wenn er bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden Hilfe benötigt. Als ausschlaggebende Gründe nannten die Umfrage-Teilnehmer eine bessere medizinische Versorgung und schnelle Hilfe ohne Terminvergabe. Aufgrund der zunehmenden Probleme in den Kliniken hatte Bundesgesundheitsminister Spahn angekündigt, auch die Notfallversorgung verändern zu wollen. Ziel der Reformpläne ist eine stärkere Steuerung der Patienten über neue gebündelte Leitstellen und zentrale Anlaufstellen in Kliniken, die beide jeweils über die Behandlung entscheiden sollen.</p> <p>Außerdem wurde von Akteuren im Gesundheitswesen angeregt, eine Notaufnahme-Gebühr einzuführen, damit weniger Patienten mit leichteren Beschwerden die Ambulanzen blockieren. Das Meinungsbild zu diesem Vorschlag ist unter den Teilnehmern der KKH-Umfrage gespalten. Die Hälfte (50 Prozent) spricht sich für eine solche Gebühr aus, 48 Prozent dagegen, zwei Prozent haben keine Meinung dazu. „Medizinische Versorgung darf keine Frage des Geldbeutels sein. Statt einzelne Patienten für ihr Verhalten zu sanktionieren, sollten bessere Steuerungskonzepte und die Qualität der ambulanten Behandlung Betroffene gar nicht erst dazu verleiten, Notfallambulanzen wegen Bagatellerkrankungen aufzusuchen“, so Dr. Matz. „Wir hoffen, dass der Minister möglichst bald einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorlegt, damit die geplanten Veränderungen spürbare Entlastungen bringen.“</p> <p>Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat 1.003 Personen zwischen 18- und 70 Jahren Anfang 2019 repräsentativ befragt.</p> <p><b>Hinweis für die Redaktionen:</b> Grafiken zu den Umfrageergebnissen sowie Fotos zum Thema Notaufnahme finden Sie im Downloadbereich unter <a href="http://www.kkh.de/presse/downloads/im-krankenhaus" class="external">www.kkh.de/presse/downloads/im-krankenhaus</a>.</p> <small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen<i> </i>mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">www.kkh.de/presse/portrait</a>.</small> KKH forsa-Umfrage: Geteiltes Meinungsbild zu einer Notaufnahme-Gebührhttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/notfall-versorgung-darf-keine-frage-des-geldbeutels-sein2019-05-02T09:21:17.922Z2019-05-02T09:21:17.922ZHoffnung: Neue Versorgung bei Schaufensterkrankheitnoemail@noemail.orghv16 <p>Etwa 4,5 Millionen Deutsche und damit rund jeder 18. leidet hierzulande unter der Schaufensterkrankheit, im höheren Lebensalter sogar jeder Fünfte. Diese Durchblutungsstörung, periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) genannt, zählt neben einem Schlaganfall oder Herzinfarkt zu den bedrohlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ursache einer chronischen pAVK ist in 95 Prozent der Fälle eine Gefäßverkalkung (Arteriosklerose). Bei Betroffenen sind Blutgefäße vor allem der Beine, aber auch der Arme verengt. Sind die Gefäße verschlossen, droht schlimmstenfalls eine Amputation. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Zu den Risikofaktoren gehören Diabetes mellitus, Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und insbesondere das Rauchen.</p> <p>Fakt ist: Menschen, die unter der pAVK leiden, sind in Deutschland unterversorgt. Grund für die KKH, gemeinsam mit Partnern ein innovatives Behandlungskonzept zu entwickeln: den „pAVK-TeGeCoach“. Das Projekt hat Experten des Gesundheitswesens so überzeugt, dass es seit Herbst 2017 vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) mit rund sieben Millionen Euro für vier Jahre gefördert wird.</p> <p>1.980 Betroffene nehmen an der wissenschaftlich begleiteten Versorgungsstudie teil. Ein Teil der Versicherten erhält ein individuelles Gesundheitscoaching, das zeigen soll, ob sich damit das Fortschreiten der gefährlichen Gefäßerkrankung verzögern, wenn nicht sogar aufhalten lässt. Zu diesem Versorgungsbaustein zählt ein telemetrisch unterstütztes Gehtraining. Dafür bekommen die Teilnehmer einen Aktivitätstracker, der Informationen zu einem speziellen Gehtraining und zur Herzfrequenz erfasst. Mit Hilfe der gesammelten Daten entwickeln Gesundheitsberater gemeinsam mit den Betroffenen einen individuellen Plan, um Training und Ernährungsweise in Kombination mit einer Medikation zu optimieren ‒ hin zu einem dauerhaft gefäßgesunden Lebensstil.</p> <p>Sollte sich diese neuartige Therapiebegleitung bei pAVK-Patienten als erfolgreich erweisen, könnte sie in die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen werden ‒ für eine höhere Lebensqualität sowie Lebenserwartung aller Betroffenen.</p> <p>Partner der qualitativ hochwertigen Versorgungsform der KKH sind die Techniker Krankenkasse, die mhplus BKK, die IEM GmbH, Philips, das Telemedizinische Zentrum des Robert-Bosch-Krankenhauses Stuttgart sowie das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter <a href="http://www.kkh.de/pAVK" class="external">www.kkh.de/pAVK</a>.</p> <p><small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">kkh.de/presse/portrait</a>.</small></p> KKH: Jeder Fünfte im höheren Lebensalter betroffenhttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/hoffnung-neue-versorgung-bei-schaufensterkrankheit2019-04-25T11:59:54.735Z2019-04-25T11:59:54.735ZZahl der Rauschtrinker nimmt zunoemail@noemail.orghv16 <p>Die Zahl der Rauschtrinker ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, vor allem in den östlichen Bundesländern. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der KKH Kaufmännische Krankenkasse. 2017 waren deutschlandweit rund 33.500 KKH-Versicherte betroffen – ein Anstieg von 37 Prozent im Vergleich zu 2007. Das größte Plus verzeichnete die KKH in Sachsen. Dort wurden 2017 rund 2.200 Versicherte wegen eines akuten Alkoholrauschs oder psychischer Probleme aufgrund von Alkohol ärztlich behandelt – 63 Prozent mehr als noch 2007. Den geringsten Anstieg registrierte die KKH hingegen mit 19 Prozent im Saarland.</p> <p>Beim Geschlechtervergleich zeigt sich, dass der Anteil der Männer mit Alkoholerkrankungen etwa doppelt so hoch ist wie der der Frauen. Allerdings war der Anstieg bei den Frauen mit 39 Prozent etwas höher als bei den Männern (plus 30 Prozent).</p> <p><b>Rauschtrinken: Die top drei Bundesländer mit dem größten Anstieg<br /> </b>1.    Sachsen (63 Prozent)<br /> 2.    Sachsen-Anhalt/Thüringen (je 58 Prozent)<br /> 3.    Brandenburg (56 Prozent)</p> <p><b>Rauschtrinken: Die top drei Bundesländer mit dem geringsten Anstieg<br /> </b>1.    Saarland (19 Prozent)<br /> 2.    Hamburg (26 Prozent)<br /> 3.    Hessen (29 Prozent)</p> <p>„Gesundheitsschädlicher Alkoholkonsum gilt als Mitverursacher für zahlreiche Krankheiten, unter anderem Bluthochdruck, Übergewicht, Leberzirrhose und Krebs“, warnt Wolfgang Scheffler vom KKH-Servicezentrum in Rostock. Vor allem Rausch­trinken ist besonders riskant, weil es darüber hinaus akute Schäden wie Alkoholvergiftung und Verletzungen sowie Gewalt nach sich ziehen kann. Das Robert Koch-Institut spricht von Rauschtrinken, wenn Betroffene mindestens einmal im Monat sechs oder mehr alkoholische Getränke bei einer Gelegenheit, beispielsweise einer Party, konsumieren. „Es ist aber nichts dagegen einzuwenden, wenn gesunde Menschen hin und wieder ein Glas Rotwein zum Essen oder ein kleines Bier zum Fußballgucken trinken“, sagt Scheffler. Doch wo liegt die Grenze zum riskanten, schädlichen oder gar abhängigen Konsum? Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bewegen sich gesunde Frauen bereits bei mehr als 0,3 Liter Bier und gesunde Männer bei mehr als 0,6 Liter Bier pro Tag in einem gesundheitlich riskanten Bereich. „Egal, ob Mann oder Frau: Mindestens zwei Tage in der Woche sollten alkoholfrei sein“, sagt Scheffler.</p> <p>Die KKH hält es für unerlässlich, bereits im Jugendalter über das Thema Alkohol aufzuklären: Ein wichtiger Baustein ist das Projekt „Tom &amp; Lisa“ in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Suchtprävention Villa Schöpflin. Mit dem interaktiven Planspiel werden Schülern der 7. bis 8. Klasse spielerisch die Gefahren exzessiven Rauschtrinkens aufgezeigt. Sie lernen, wie sie verantwortungsbewusst mit Alkohol umgehen und in Gefahrensituationen reagieren sollen. Die Schüler sind dann zwischen 13 und 16 Jahre alt. „Wichtig ist es, Jugendliche möglichst früh zu informieren, am besten schon, bevor sie überhaupt anfangen, Alkohol zu trinken“, sagt Wolfgang Scheffler. Weitere Informationen zum richtigen Umgang mit Alkohol gibt es unter <a href="http://www.kkh.de/alkohol" class="external">kkh.de/alkohol</a>.</p> <p><b>Hinweis für die Redaktionen:</b> Grafiken und Fotos zum Thema Alkohol finden Sie unten sowie unter <a href="https://www.kkh.de/presse/downloads/grafiken" class="external" target="_blank">kkh.de/presse/downloads/grafiken</a>, Stichwort &quot;Alkohol&quot;. Bundesländerspezifische Meldungen erhalten Sie auf Anfrage an <u>presse@kkh.de</u>.</p> <p><small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen<i> </i>mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="https://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">kkh.de/presse/portrait</a>. </small></p> KKH-Auswertung: Im Osten bundesweit größter Anstieg bei Alkoholerkrankungenhttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/immer-mehr-rauschtrinker-in-deutschland2019-04-24T12:35:10.353Z2019-04-24T12:35:10.353ZCholesterinbombe oder Gesundheitspaket?noemail@noemail.orghv16 <p>Nach wie vor gehören Hühnereier zu den beliebtesten Lebensmitteln der Deutschen: Seit 2008 steigt der Pro-Kopf-Verbrauch laut Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung stetig an und lag im Jahr 2018 zuletzt bei 235 Eiern. Gerade zur Osterzeit kaufen die Verbraucher entsprechend mehr Eier. Doch noch immer hält sich hartnäckig die Behauptung, dass Eier für die Gesundheit eher ungeeignet und insbesondere für den Cholesterinspiegel schädlich sind. Wir sprachen mit Dr. Anja Luci, Ernährungsexpertin der KKH Kaufmännische Krankenkasse, über den Mythos Ei und was wirklich dahintersteckt.</p> <p><b>Frau Dr. Luci, treiben Eier den Cholesterinspiegel tatsächlich in die Höhe?<br /> </b>Nein! Zwar stimmt es, dass Hühnereier eine große Menge Cholesterin enthalten. Unser Körper ist jedoch in der Lage, im Regelfall die eigene Cholesterinproduktion zu drosseln, sodass Eier für den Cholesterinspiegel deutlich weniger gefährlich sind als über viele Jahre angenommen. Studien zufolge sollen bis zu drei Eier täglich sogar das gute HDL-Cholesterin erhöhen, welches das Herzinfarkt-Risiko senkt.</p> <p><b>Hat der Verzehr von Hühnereiern weitere positive gesundheitliche Auswirkungen?<br /> </b>Eier gehören zu den wertvollsten Lebensmitteln überhaupt. Sie sind ein Top-Eiweißlieferant und darüber hinaus eine preiswerte Quelle lebenswichtiger Nährstoffe. Dass Eier eine gute Sättigungswirkung haben, macht sie besonders morgens zum Frühstück sehr wertvoll. Gleichzeitig bringen sie wie ein Turbo unsere grauen Zellen auf Trab. Kurzum – Eier sind aufgrund der zahlreichen Inhaltsstoffe wahre Gesundheitspakete: Sie machen unser Haar geschmeidiger und die Haut reiner. Weiterhin hilft das enthaltene Lecithin der Leber bei ihrem Entgiftungsjob und schützt zudem die Darmschleimhaut.</p> <p><b>Oft hört man, das Eiweiß sei gesünder als das Eigelb. Was ist davon zu halten?<br /> </b>Auch so eine Behauptung, die sich hartnäckig hält. Klar, das Eigelb ist kalorienreicher als das Eiweiß. Doch neben wertvollen Omega-3-Fettsäuren enthält gerade das Eigelb die wichtigen Vitamine A, D sowie die Vitamine B2, B6 und B12. Gemeinsam mit den wichtigen Mineralstoffen Kalzium, Kalium, Zink, Lecithin und Folsäure liefern Eier Energie für den ganzen Tag. Ich will gleich mit noch einem Irrtum aufräumen: Egal ob braune oder weiße Hühnereier – beide sind gleich gesund, und sie haben auch nichts mit der Gefiederfarbe von Hühnern zu tun, sondern mit der Hühnerrasse und den Erbanlagen des Huhns.</p> <p><b>Helfen rohe Eier beim Muskelaufbau besser?<br /> </b>Nein. Zudem rate ich hiervon ab! Einmal davon abgesehen, sich dabei mit Salmonellen zu infizieren, kann der Körper das in Eiern enthaltene Protein besser aufnehmen, wenn die Eier vor dem Verzehr gekocht oder gebraten werden.</p> <p><b>Häufig findet man im aufgeschlagenen Ei eine Art weißen Faden am Eidotter. Ist das Ei dann schlecht?<br /> </b>Was wir hier sehen, ist die sogenannte Hagelschnur, die wie eine Art Stabilisator das Eigelb in der richtigen Position im Ei-Innern hält. Eine solche Hagelschnur sieht man in sehr frischen Eiern. Ist das Ei älter, lösen sich diese Schnüre langsam auf und der Eidotter sinkt ab. Also: Das Ei ist nicht schlecht, sondern gut sichtbare Hagelschnüre sprechen für die Frische des Eis.</p> <p><b>Zum Schluss vier Tipps für den gesunden Ei-Genuss:</b></p> <ul> <li>Beim Einkauf unbedingt das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) beachten, dass 28 Tage nach dem Legedatum endet und meist auf der Verpackung zu finden ist.</li> <li>Rohe Eier stets im Kühlschrank lagern − nicht in der Nähe von geruchsintensiven Lebensmitteln, da sie über die Poren der Eierschale leicht Gerüche aufnehmen.</li> <li>Eier, die älter als zehn Tage sind, nicht mehr für rohe Speisen verwerten.</li> <li>Frischetest: Wer unsicher ist, ob ein Ei noch frisch genug ist, gibt es in ein mit kaltem Wasser gefülltes Gefäß. Bleibt es am Boden liegen, ist es frisch. Schwebt es senkrecht im Wasser, ist es 14 bis 21 Tage alt. Ragt die stumpfe Ei-Spitze aus dem Wasser, ist es älter und sollte entsorgt werden.<br />  </li> </ul> <p><b><u>Hinweis für die Redaktionen:</u></b> Ein passendes Foto zum Thema „Hühnereier“ finden Sie unten sowie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/downloads/jahreszeiten-und-feiertage" class="external">kkh.de/presse/downloads/jahreszeiten-und-feiertage</a>, Stichwort „Ostern“.<b></b></p> <small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen<i> </i>mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">kkh.de/presse/portrait</a>.</small> KKH räumt mit Irrtümern rund um den Mythos Hühnerei aufhttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/cholesterinbombe-oder-gesundheitspaket-2019-04-16T10:13:33.041Z2019-04-16T10:13:33.041ZZu viel Schlaf im Urlaub bringt Körper aus dem Taktnoemail@noemail.orghv16 <p>Endlich ausschlafen, endlich ohne Alltagssorgen durchschlafen! Das steht für viele Menschen in der Urlaubszeit ganz oben auf der Wunschliste. Doch gerade auf Reisen ist das oft schwierig: Ungewohnte Umgebung, Zeitumstellung, anderes Klima – statt Erholung erwartet viele Urlauber dann erst recht die eine oder andere schlaflose Nacht.</p> <p>Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage der KKH versucht die Mehrheit (43 Prozent) bei solchen Durchschlafproblemen, sich unter anderem mit dem Smartphone abzulenken. Genau das ist aber falsch, denn das blaue Licht von mobilen Geräten stört die Ausschüttung des für einen geregelten Tag-Nacht-Rhythmus wichtigen Schlafhormons Melatonin. 34 Prozent der Befragten warten hingegen einfach ab, bis sie wieder einschlafen. Viel effektiver kann es aber sein, Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder progressive Muskelentspannung anzuwenden oder Entspannungsmusik zu hören. Für einen erholsamen Urlaubsschlaf auf Reisen empfiehlt die KKH darüber hinaus:</p> <p><b>Möglichst gleich auf neuen Tag-Nacht-Rhythmus einstellen:</b> Wer im Urlaub in einer anderen Zeitzone landet, kann in den ersten Tagen häufig schlecht ein- oder durchschlafen. Sich gleich nach der Ankunft auf das neue Zeitmuster einzustellen, ­verhilft am besten zu einem ungestörten Schlaf.</p> <p><b>Nicht zu viel schlafen:</b> Viele Menschen neigen dazu, im Urlaub deutlich mehr und deutlich länger zu schlafen als gewohnt. Besser ist es jedoch, ähnlich lange wie im Alltag zu schlafen. So gerät der Körper nicht aus dem Takt, und der Urlaubstag kann darüber hinaus viel besser genutzt werden.</p> <p><b>Frische Luft und Bewegung:</b> Es muss nicht immer Extremsport sein. Oft reicht es schon, bei einem Spaziergang, beim Fahrradfahren oder Wandern die Gegend zu erkunden. Wer sich im Urlaub dagegen ausschließlich im Liegestuhl aufhält, schläft abends schlechter ein.</p> <p><b>Leichtes Abendessen:</b> Trotz verlockender Angebote wie reichhaltiger Büfetts ist es für einen erholsamen Schlaf besser, abends etwas Leichtes und nicht zu viel zu essen. Am besten ist es, etwa zwei Stunden vor dem Zubettgehen auf schwere Mahlzeiten zu verzichten.</p> <p><b>Zimmer nicht zu stark herunterkühlen:</b> Besonders feuchte Hitze ist für den Körper sehr belastend. Im Hotel kommen Urlauber daher in bestimmten Regionen um eine Klimaanlage nicht herum. Diese sollte das Zimmer aber nicht auf mehr als fünf bis sieben Grad unter der Umgebungstemperatur herunterkühlen. Erleidet der Körper einen Temperaturschock, ist häufig eine Erkältung vorprogrammiert – und damit wiederum schlechter Schlaf.</p> <p><b>Eigenes Kissen und Ohrstöpsel:</b> Da die Betten am Urlaubsort ungewohnt sind, ist es gerade für Menschen mit Nacken- und Rückenbeschwerden sinnvoll, ein eigenes Kissen mitzunehmen. Ohrstöpsel oder beruhigende Meditationsmusik über Kopfhörer blenden zudem störende Geräusche aus. Empfindliche Schläfer sollten schon bei der Reservierung nach einem ruhigen Zimmer fragen.</p> <p><b>Elektrische Geräte ausschalten: </b>Telefone können durch Piepsen und Klingeln die Nachtruhe stören; Fernseher, Klimaanlagen, Lüftungen und andere Geräte können selbst im Standby-Modus durch leises Surren und elektromagnetische Felder Schlafstörungen verursachen. Deshalb sollten vor allem sensible Menschen alle nicht benötigten Geräte nachts komplett ausschalten beziehungsweise ausstecken. Das gilt übrigens auch für zu Hause.</p> <p><small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">kkh.de/presse/portrait</a>.</small></p> KKH-Umfrage: 43 Prozent lenken sich bei gestörter Nachtruhe mit dem Smartphone abhttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/zu-viel-schlaf-im-urlaub-bringt-koerper-aus-dem-takt2019-04-10T08:03:39.179Z2019-04-10T08:03:39.179ZPflegedienste: Die Nummer 1 bei Betrügereiennoemail@noemail.orghv16 <p>364 neue Betrugsfälle hat die KKH Kaufmännische Krankenkasse im vergangenen Jahr bundesweit aufgedeckt und damit rund 100 Fälle mehr als 2017. Der Gesamtschaden, den gefälschte Rezepte, Abrechnungen frei erfundener Leistungen und andere Betrügereien für die KKH bundesweit verursacht haben, belief sich auf rund eine halbe Million Euro allein in 2018. In zehn Fällen stellte das Ermittlerteam Strafanzeige.</p> <p>„Die neu aufgedeckten Fälle erstrecken sich über nahezu alle Leistungsbereiche des Gesundheitswesens“, sagt KKH-Chefermittlerin Dina Michels. Auf Platz 1 der Täter-Liste von Abrechnungsbetrug stehen ambulante Pflegedienste mit insgesamt 182 Fällen. Sie machen exakt 50 Prozent aller bei der KKH in 2018 ermittelten Betrugsdelikte aus. Es folgen Ärzte mit 63 Fällen, Krankengymnasten und Physiotherapeuten mit 39 sowie Apotheker mit elf Fällen.</p> <p>„In allen Branchen handelt es sich um einige wenige schwarze Schafe“, betont Dina Michels. „Doch deren kriminelle Energie kennt kaum Grenzen.“ Zu groß scheint die Verlockung, vom großen Topf der gesetzlichen Krankenversicherung mit über 234 Milliarden Euro Umsatz im vergangenen Jahr illegal etwas abzuzweigen. „Dass die dringend benötigten Gelder bei der Versorgung kranker Menschen fehlen, nehmen die Verursacher billigend in Kauf, ebenso, dass auf ihre Branche ein dunkler Schatten fällt“, sagt Michels.</p> <p><b>Von A wie Arzneimittel bis Z wie zahnärztliche Leistung<br /> </b>Spitzenreiter bei der Schadenssumme sind erneut die Apotheken. Hier konnte die KKH 2018 Forderungen in Höhe von insgesamt 161.000 Euro geltend machen. Beispielsweise belieferte ein Apotheker Arztpraxen mit Medikamenten, obwohl keine ärztliche Verordnung vorlag. Später eingereichte Rezepte rechnete er mit den Krankenkassen ab. Da er damit gegen geltendes Sozialrecht verstieß, forderten die Kassen die Gelder zurück ‒ die KKH allein 155.000 Euro. Die zweithöchste Schadenssumme verzeichnete die KKH im vergangenen Jahr im Bereich orthopädische Hilfsmittel mit gut 69.000 Euro. Platz 3 nehmen ambulante Pflegedienste mit knapp 66.000 Euro Gesamtschadenhöhe ein. Hier hatte unter anderem ein Dienstleister lebenswichtige Intensiv- und Beatmungspflege bei Patienten einer Wohngruppe von unqualifiziertem Personal ausführen lassen. Der Schaden allein für die KKH beläuft sich auf fast 30.000 Euro.</p> <p>Um den Druck auf Betrüger zu erhöhen, erhofft sich Juristin Michels künftig bundesweit mehr spezialisierte Strafverfolgungsbehörden. „Es sollte mehr personell gut ausgestattete Staatsanwaltschaften geben, die Straftaten im Gesundheitswesen konsequent verfolgen. Das gleiche gilt für die hochmotivierten, aber oft schlecht aufgestellten Kriminalbeamten. Hier fehlen Manpower und Spezialkenntnisse gleichermaßen. Der medizinische Dienst der Krankenversicherung könnte bei seinen Prüfungen noch stärker auf bewusste Falschabrechnungen achten und diese auch so benennen.“</p> <p>Die KKH konnte 624.000 Euro aus vergangenen Betrugsfällen zurückholen.</p> <p><b>Die TOP VIER Tatverdächtigen der Betrugsfälle 2018  (Fallzahlen in Klammern):<br /> </b>1.    Ambulante Pflege (182)<br /> 2.    Ärzte (63)<br /> 3.    Krankengymnasten/Physiotherapeuten (39)<br /> 4.    Apotheker (11)</p> <p><b>Die TOP VIER Bereiche nach Schadenssumme (Betrag in Klammern gerundet in Euro):<br /> </b>1.    Arzneimittel (161.200)<br /> 2.    Orthopädische Hilfsmittel/Sanitätshäuser (69.400)<br /> 3.    Ambulante Pflege (65.600)<br /> 4.    Krankengeld (58.500)</p> <p><b>Die TOP VIER Bundesländer der 364 Neufälle (Fallzahlen in Klammern):<br /> </b>1.    Sachsen-Anhalt (85)<br /> 2.    Bayern (68)<br /> 3.    Nordrhein-Westfalen (63)<br /> 4.    Niedersachsen (33)</p> <p><b>Die TOP VIER Beispiele für aufgedeckte Betrugsfälle 2018:<br /> </b>1.    Ein Apotheker belieferte Arztpraxen mit Medikamenten für Augenoperationen generell ohne vorliegende Verordnung. Erst im Nachhinein erhielt er die Rezepte, die er mit den Krankenkassen abrechnete. Wegen dieses rechtswidrigen Vorgehens entfiel sein Vergütungsanspruch. Die Krankenkassen forderten die Gelder zurück, die KKH allein 155.000 Euro.<br /> 2.    Eine Zahnärztin rechnete Leistungen ab, die sie nie erbrachte. Schaden bei der KKH: rund 32.000 Euro.<br /> 3.    Ein Pflegedienst für Intensiv- und Beatmungspflege ließ Patienten einer Wohngruppe von unqualifiziertem Personal behandeln. Die Folge: schwere pflegerische Mängel und Körperverletzungen. Der Betrieb wurde geschlossen. Schaden für die KKH: fast 30.000 Euro.<br /> 4.    Eine Kindertagesstätte beantragte wegen angeblicher Krankheit von Mitarbeitern Entgeltfortzahlung nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz (AAG). Bisher festgestellter Schaden bei der KKH für eine bei ihr versicherte Mitarbeiterin: 13.600 Euro. Der Schaden für alle Krankenkassen wird wohl auf eine 6-stellige Höhe ansteigen. Denn die Ermittlungsbehörden haben auch zu Lasten der KKH weitere vergleichbare Fälle festgestellt.</p> <p><b style="font-family: inherit;font-style: inherit;">Hinweis für die Redaktionen:</b> Weitere Informationen zum Thema „Betrug im Gesundheitswesen“ wie Grafiken, Beispiele für Betrugsfälle nach Bundesländern sowie ein Foto von Dina Michels finden Sie weiter unten.</p> <p><small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen<i> </i>mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">www.kkh.de/presse/portrait</a>. </small></p> KKH: Mehr Neufälle aufgedeckt / Kriminelle Energie kennt kaum Grenzenhttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/ambulante-pflegedienste-die-nummer-1-bei-betruegereien2019-04-08T15:01:07.049Z2019-04-08T15:01:07.049ZSaarländer fehlen am längsten bei der Arbeitnoemail@noemail.orghv16 <p>Berufstätige im Saarland sind offenbar krankheitsanfälliger als der Bundesdurchschnitt. Das hat eine Datenerhebung der KKH Kaufmännische Krankenkasse für das Jahr 2018 ergeben. Demnach waren Arbeitnehmer dort durchschnittlich 16,9 Tage krankgeschrieben, so lange wie in keinem anderen Bundesland. Die Bayern und die Hamburger fehlten dagegen mit 13,2 Tagen am kürzesten bei der Arbeit. Der bundesweite Durchschnitt lag bei 14,4 krankheitsbedingten Fehltagen.</p> <p>Die Saarländer blieben 2018 aber nicht nur länger als andere, sondern auch sehr häufig dem Job fern: Mit einem Krankenstand von sechs Prozent rangiert das kleine Bundesland im oberen Drittel. Am höchsten war der Krankenstand mit 6,4 Prozent in Sachsen-Anhalt. Im Bundesdurchschnitt fehlten von 100 Arbeitnehmern genau fünf wegen Krankheit bei der Arbeit.</p> <p><b>Grippewelle im Saarland Krankheitsursache Nummer eins<br /> </b>Ursache Nummer eins für Krankschreibungen im Jahr 2018 war die extreme Grippewelle. 29,6 Prozent aller Diagnosen im Saarland gingen auf das Konto Atemwegsinfekte. Auf Platz zwei landeten Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems mit einem Anteil von durchschnittlich 15,2 Prozent. Die längsten Fehlzeiten gab es im Saarland wegen Krebserkrankungen (rund 90 Tage) und psychischer Leiden (rund 49 Tage). In keinem anderen Bundesland fehlten Arbeitnehmer länger wegen der Erkrankungen der Psyche.</p> <p><b>Männer seltener krank als Frauen – Ältere häufiger krank als Jüngere<br /> </b>Laut KKH-Daten war 2018 im Saarland der Krankenstand bei den Frauen mit 6,6 Prozent höher als bei den Männern (5,3 Prozent). Frauen fehlten im Durchschnitt 17,5 Tage, Männer mit 16,1 Tagen deutlich kürzer. Je älter der Arbeitnehmer, desto länger war er arbeitsunfähig. So waren die über 55-Jährigen mit 24,2 Tagen etwa dreimal so lange krankgeschrieben wie die jüngeren Arbeitnehmer (bis 25 Jahre), die dem Job durchschnittlich nur 8,1 Tage fernblieben.</p> <p><b>Hinweis für die Redaktionen:</b> Weitere Meldungen zu den einzelnen Bundesländern erhalten Sie auf Anfrage an <u>presse@kkh.de</u>.</p> <p>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen<i style="font-family: inherit;font-weight: inherit;"> </i>mit bundesweit 1,7 Millionen Versicherten, davon rund 42.000 im Saarland. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">kkh.de/presse/portrait</a>.</p> KKH: Krankenstand bei Frauen mit 6,6 Prozent höher als bei Männernhttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/saarlaender-fehlen-am-laengsten-bei-der-arbeit2019-04-02T12:18:43.143Z2019-04-02T12:18:43.143ZSichere Medikamente retten Leben ‒ Jeder kann helfen!noemail@noemail.orghv16 <p>Laut Untersuchungen landet etwa jeder 15. Patient wegen Arzneimittel-Nebenwirkungen in der Notaufnahme. Rund 90 Prozent davon müssen anschließend stationär behandelt werden. Besonders bei älteren Patienten mit mehreren Erkrankungen, die täglich sieben oder mehr Medikamente einnehmen, ist das Risiko dafür hoch. Erschreckend: Nach Schätzungen sterben durch Nebenwirkungen von Arzneimitteln jährlich etwa 30.000 Menschen in Deutschland und damit mehr als neunmal so viele wie 2018 durch Unfälle im Straßenverkehr.</p> <p>Den Satz „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“ kennt wohl jeder. Und doch machen wir uns bei der Einnahme eines Medikaments ‒ gleich ob gegen Migräne, Magen-Darm-Beschwerden oder Schwindel ‒ nicht immer bewusst, dass jede Arznei neben den gewünschten Wirkungen unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen kann. „Ich kann verstehen, dass Patienten Beipackzettel nicht lesen, weil sie zu kleingedruckt sind oder weil sie das Wissen um Nebenwirkungen beunruhigt“, sagt Sven Seißelberg, Apotheker der KKH Kaufmännische Krankenkasse. „Doch rate ich vor der Einnahme eines Medikaments unbedingt dazu, denn dadurch lassen sich mitunter unerklärliche Beschwerden erklären.“ Einige Beispiele für Nebenwirkungen häufig verschriebener Medikamente:</p> <p>·         Antidepressiva, Schlaf- und Beruhigungsmittel können Stürze, Schwindel oder auch Aggressivität verursachen,<br /> ·         Antiallergika können zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Bauchschmerzen führen,<br /> ·         Antibiotika lösen mitunter Allergien, Pilzinfektionen sowie Leber- und Lungenerkrankungen aus.</p> <p>„Bis Medikamente in Deutschland zugelassen werden, durchlaufen sie strenge Prüfungen“, erklärt Sven Seißelberg. „Doch da sie nur an einer relativ geringen Zahl von Patienten klinisch erprobt werden, gibt es bei der Zulassung in der Regel noch keine vollständige Transparenz über die Nebenwirkungen.“</p> <p><b style="font-family: inherit;font-style: inherit;">Meldungen über Nebenwirkungen erhöhen die Arzneimittelsicherheit!<br /> </b>Der KKH ist die Sicherheit von Arzneimitteln und damit die Patientensicherheit ein zentrales Anliegen. Daher unterstützt die Krankenkasse das Online-Portal ‚Nebenwirkungen.de‘ des Kooperationspartners MEDIKURA. Hierüber kann jeder schnell, einfach und vertraulich Nebenwirkungen eines Medikaments, die er bei der Einnahme an sich beobachtet hat, dem jeweiligen Hersteller online melden. Auch der behandelnde Arzt oder Apotheker kann in die Meldung eingebunden werden. „Wer Verdachtsfälle auf unerwünschte Nebenwirkungen meldet, hilft, die Datengrundlage von Medikamenten zu verbessern“, so Sven Seißelberg. „Denn je belastbarer die Daten sind, desto schneller können Risiken von Arzneimitteln erkannt und notwendige Maßnahmen ergriffen werden, um deren Sicherheit zum Schutz von Patienten zu erhöhen.“</p> <p><b style="font-family: inherit;font-style: inherit;">Zentrale Meldestellen: </b>Patienten sollten bei Verdacht unerwünschte Nebenwirkungen von Arzneimitteln melden. Erste Anlaufstellen sind der behandelnde Arzt sowie Apotheker. Sämtliche Meldungen werden von zwei Überwachungsbehörden gesammelt, registriert und bewertet: dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI), Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. Verdachtsfälle über Nebenwirkungen können Patienten auch direkt an diese Bundesbehörden melden unter <a href="http://www.bfarm.de/uawmelden" class="external">www.bfarm.de/uawmelden</a> und <a href="http://www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit-vigilanz/arzneimittelsicherheit-node.html" class="external">www.pei.de/uawmelden</a>.</p> <p><b>Hinweis für die Redaktionen:</b> Weitere Informationen über das Online-Portal ‚Nebenwirkungen.de‘ samt Direktlink sind zu finden unter <a href="http://www.kkh.de/versicherte/a-z/arzneimittel/nebenwirkungen-melden" class="external">www.kkh.de/versicherte/a-z/arzneimittel/nebenwirkungen</a> melden. Fotos zum Thema können mit Hinweis auf die Quelle ‚KKH‘ kostenlos heruntergeladen werden unter <a href="http://www.kkh.de/presse/downloads/apotheke-arzneimittel" class="external">www.kkh.de/presse/downloads/apotheke-arzneimittel</a>.</p> <p><small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen<i> </i>mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">www.kkh.de/presse/portrait</a>.</small></p> KKH: Nebenwirkungen oft unterschätzt / Meldung wichtighttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/sichere-medikamente-retten-leben-jeder-kann-helfen-2019-04-02T08:25:39.208Z2019-04-02T08:25:39.208ZKKH offen für Masern-Impfpflichtnoemail@noemail.orghv16 <p>Die steigende Zahl an Masern-Fällen und der Ausschluss von nicht geimpften Kindern und Lehrern an einer Hildesheimer Schule haben die Debatte über die hochansteckende Infektionskrankheit neu entfacht. Mit Blick auf die rasant wachsende Zahl der Erkrankungen erwägt die Bundesregierung nun eine Impfpflicht. Die KKH Kaufmännische Krankenkasse steht dem offen gegenüber, denn eine Datenauswertung der Ersatzkasse bestätigt diesen Trend: Allein für das erste Halbjahr 2018 registrierte die Ersatzkasse bundesweit 50 Masernfälle unter ihren Versicherten – das entspricht bereits rund 70 Prozent der Fälle vom gesamten Jahr 2017 (insgesamt 70 Infektionen). 2016 waren es gerade einmal 37 ärztlich diagnostizierte Masernfälle.</p> <p>„Dass es in Ländern wie Deutschland, in denen die Masern bereits als besiegt galten, zunehmend mehr Erkrankungen gibt, macht die Dringlichkeit einer konsequenten Impfung gegen das Virus deutlich“, sagt Sven Seißelberg. Der KKH-Apotheker hofft, dass bereits die aktuelle Diskussion wachrüttelt und dazu beiträgt, dass sich mehr Menschen mit ihrem Impfstatus auseinandersetzen. „Eine höhere Impfquote ist dringend erforderlich, denn erst wenn mehr als 95 Prozent der Bevölkerung gegen Masern immun sind, gilt die Krankheit als ausgerottet“, erläutert Seißelberg.</p> <p><b>Warum sind Masern so gefährlich?<br /> </b>Wenn die Krankheit ausbricht, können mögliche Komplikationen wie Lungenentzündung oder Hirnhautentzündung (Meningitis) auftreten. Das Risiko dafür steigt mit zunehmendem Alter. Als Spätfolge einer Maserninfektion kann es nach Jahren zu einer Entzündung der Nervenzellen des Gehirns und des Rückenmarks kommen, die zum Ausfall von Gehirnfunktionen und zum Tod führt.</p> <p><b>Wer sollte sich wann impfen lassen?<br /> </b>Laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) sollte die erste Masernimpfung im Alter von elf bis 14 Monaten, die zweite mit 15 bis 23 Monaten erfolgen (Grundimmunisierung). Eine weitere Impfung empfiehlt die Kommission für alle nach 1970 Geborenen ab 18 Jahren mit nicht dokumentiertem Impfstatus, ohne bisherige Impfung oder mit nur einer Impfung im Säuglings- beziehungsweise Kleinkindalter. Gegen Masern wird üblicherweise in Kombination mit Mumps, Röteln und ggf. Windpocken geimpft.</p> <p><b>Wer kann sich nicht impfen lassen?<br /> </b>Insbesondere Menschen mit einem eingeschränkten Immunsystem, aber auch Schwangere können sich nicht gegen Masern impfen lassen. Diese Menschen sind auf den sogenannten Herdenschutz angewiesen – also eine möglichst große Anzahl an geimpften Personen in ihrer unmittelbaren Umgebung, die ihnen Schutz vor der Ansteckung und Ausbreitung der Krankheit bieten.</p> <p><b>Hinweis für die Redaktionen:</b> Fotos zum Thema Impfung finden Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/downloads/beim-arzt" class="external">www.kkh.de/presse/downloads/beim-arzt</a>, Stichwort „Impfungen“.</p> <small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen<i> </i>mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">www.kkh.de/presse/portrait</a>.</small> Versicherten-Auswertung: Zahl der Fälle steigt rasanthttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/kkh-offen-fuer-masern-impfpflicht2019-03-28T08:25:23.439Z2019-03-28T08:25:23.439ZKKH-Chef: Spahns Richtung stimmtnoemail@noemail.orghv16 <p>Bundesgesundheitsminister Spahn hat heute termingerecht den Entwurf einer Reform des Risikoausgleiches zwischen den Krankenkassen vorgelegt. Der Minister verfolgt mit dieser Reform das Ziel, endlich eine gerechtere Verteilung der Finanzmittel an die einzelnen Kassen zu gewährleisten. Ersatz-, Betriebs- und Innungskrankenkassen beklagen seit langem, dass der 2009 eingeführte Ausgleich einseitig die AOKn bevorteile und damit der Wettbewerb innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung massiv beeinträchtigt werde.</p> <p>Der Vorstandsvorsitzende der KKH Kaufmännische Krankenkasse, Wolfgang Matz, begrüßt die Initiative des Bundesgesundheitsministers ausdrücklich: „Der Entwurf kommt zur rechten Zeit und geht mit der Stärkung des solidarischen Wettbewerbs zwischen den Kassen in die richtige Richtung.“ Das bisher nicht einheitliche Handeln von Bundes- und Landesaufsicht stehe einem fairen Wettbewerb zwischen den Kassen im Wege. „Minister Spahn will dieses Wettbewerbshindernis endlich beseitigen und damit die Grundlage für den seit langem von uns geforderten solidarischen Wettbewerb um mehr Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Versorgung schaffen. Das ist ein mutiger Schritt, den wir vorbehaltlos unterstützen“, so Matz weiter.</p> <p>Dass eine Regionalkomponente den Risikoausgleich ergänzen soll, sieht die KKH ebenfalls positiv. „Damit greift der Entwurf ein wesentliches Problem auf, indem er die regionalen Unterschiede im Versorgungsgeschehen endlich auch bei der Verteilung der Finanzmittel an die Kassen berücksichtigt“, betont der KKH-Chef.</p> <p>Jetzt sei es wichtig, dass das Reformvorhaben von den Koalitionsparteien insgesamt unterstützt werde, um die parlamentarischen Beratungen rechtzeitig abschließen zu können. Dies sei die Voraussetzung dafür, dass die Reform zu Beginn des Jahres 2020 in Kraft treten kann.</p> <small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen<i> </i>mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">www.kkh.de/presse/portrait</a>. </small> Wolfgang Matz befürwortet Reform des Risikoausgleiches zwischen den Kassenhttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/kkh-chef-spahns-richtung-stimmt2019-03-25T12:59:22.843Z2019-03-25T12:59:22.843ZZeitumstellung belastet Kinder am meistennoemail@noemail.orghv16 <p>Eine Stunde früher aufstehen: Am 31. März 2019 wird wieder an der Uhr gedreht, denn die Abschaffung der Zeitumstellung innerhalb der Europäischen Union ist erst für 2021 geplant. Das wird dann vor allem viele Eltern freuen, denn eine aktuelle Forsa-Umfrage der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigt, dass das staatlich verordnete Hin und Her mit der Uhr vor allem den Nachwuchs stark belastet.</p> <p>Jede zweite aller befragten Familien mit Kindern bis zwölf Jahre spürt demnach in den Tagen nach der Zeitumstellung Auswirkungen auf das eigene Schlafverhalten – gerade, wenn wie jetzt, die Uhr um eine Stunde auf Sommerzeit vorgestellt wird. So sagten 39 Prozent der Mütter und Väter, dass ihr Kind abends schlechter einschlafen kann. Von den befragten Erwachsenen zwischen 18 und 70 Jahren gab dies nur jeder Siebte an. Laut 38 Prozent der Eltern hat der Nachwuchs in den Tagen nach der Zeitumstellung morgens Probleme aufzustehen. Bei den Erwachsenen sagten dies hingegen nur 30 Prozent. Jedes vierte Kind und jeder fünfte Erwachsene sind außerdem in Folge der Zeitumstellung tagsüber gereizt oder müde.</p> <p>Um sich auf den neuen Rhythmus im Zuge der Zeitumstellung einzustellen, lassen es 37 Prozent der Umfrageteilnehmer langsam angehen und probieren, ihre Schlafens- und Essenszeiten nach und nach anzupassen. Jeder Dritte versucht, die Umstellung auf Sommerzeit mit mehr Bewegung und frischer Luft auszugleichen, um abends besser einschlafen zu können. Rund ein Viertel geht schlicht früher ins Bett als üblich, und 23 Prozent trinken tagsüber weniger koffeinhaltige Getränke, um abends müde genug zu sein.</p> <p>Von der geplanten Abschaffung der Zeitumstellung erwarten drei Viertel der Befragten, die mit Schlafproblemen nach dem Dreh an der Uhr kämpfen, eine positive Auswirkung auf ihren Biorhythmus und ihr Wohlbefinden. Nur jeder Fünfte denkt, dass es keinen Einfluss auf das Schlafverhalten haben wird, wenn die Zeitumstellung künftig wegfällt.</p> <p>Das Marktforschungsinstitut Forsa hat im Auftrag der KKH 1.003 Personen im Alter von 18 bis 70 Jahren im März 2019 repräsentativ befragt.</p> <p><b>Hinweis für die Redaktionen:</b> Fotos zum Thema Zeitumstellung finden Sie unten sowie unter<a href="https://www.kkh.de/presse/downloads/jahreszeiten-und-feiertage" class="external">www.kkh.de/presse/downloads/jahreszeiten-und-feiertage</a>, Stichwort „Zeitumstellung“.</p> <p><small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen<i> </i>mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">www.kkh.de/presse/portrait</a>.</small></p> Geplante Abschaffung: 76 Prozent erwarten positiven Effekt für die Gesundheithttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/gaehnend-zur-schule-zeitumstellung-belastet-kinder-am-meisten2019-03-25T09:10:15.221Z2019-03-25T09:10:15.221ZFehltage: Der Süden ist am fittestennoemail@noemail.orghv16 <p>Berufstätige im Süden sind offenbar weniger krankheitsanfällig als im Rest der Bundesrepublik. Im Osten fehlten laut einer aktuellen Datenerhebung der KKH Kaufmännische Krankenkasse mit durchschnittlich sechs Prozent die meisten Arbeitnehmer wegen Krankheit, gefolgt vom Westen mit 5,2 Prozent. Im Norden und Süden hingegen meldeten sich dagegen nur 4,6 beziehungsweise 4,2 von 100 Berufstätigen krank. Ein Grund für diese Unterschiede ist die Jobstruktur in den jeweiligen Regionen. So werden Menschen beispielsweise häufiger krank, wenn sie körperlich anstrengende Arbeiten erledigen. Auch die Arbeitslosenquote, die im Osten nach wie vor höher ist, spielt hier eine Rolle.</p> <p><b>Nirgends ist der Krankenstand so hoch wie in Sachsen-Anhalt</b></p> <p>In keinem anderen Bundesland fehlten im vergangenen Jahr mehr Arbeitnehmer wegen Krankheit als in Sachsen-Anhalt. Mit einem Krankenstand von 6,4 Prozent liegt das Bundesland deutlich über dem Gesamtschnitt von genau 5 Prozent. Auf Platz zwei und drei rangieren Thüringen mit 6,2 Prozent und Brandenburg mit 6,1 Prozent. In Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg waren dagegen nur 4,2 von 100 Arbeitnehmern krankgeschrieben.</p> <p><b>Saarland Spitzenreiter in Sachen Fehltage</b></p> <p>Auch im Saarland ist der Krankenstand mit genau sechs Prozent sehr hoch. Den Rekord hält das kleine Bundesland aber in Sachen Krankheitsdauer: Beschäftigte waren dort durchschnittlich knapp 17 Tage krankgeschrieben – so lange wie in keinem anderen Bundesland. Am anderen Ende der Statistik stehen dagegen Bayern und Hamburg mit jeweils 13,2 Tagen Krankheitsdauer.</p> <p><b>Grippe ist die häufigste Krankheitsursache</b></p> <p>Ursache Nummer eins für Krankschreibungen im Jahr 2018 war die extreme Grippewelle. Durchschnittlich knapp 29 Prozent aller Diagnosen gingen auf das Konto Atemwegsinfekte, gefolgt von Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems mit einem Anteil von durchschnittlich 15 Prozent. Deutlich seltener, aber am längsten fehlten Arbeitnehmer wegen Krebserkrankungen (rund 69 Tage) und psychischer Leiden (rund 39 Tage), am kürzesten wegen Erkältungskrankheiten (7,5 Tage) und Magen-Darm-Erkrankungen (sieben Tage).</p> <p><b>Wasser- und Abfallwirtschaft mit höchstem Krankenstand</b></p> <p>Auf den höchsten Krankenstand kam im vergangenen Jahr die Wasser-, Abwasser- und Abfallwirtschaft (7,2 Prozent), gefolgt von Beschäftigten der öffentlichen Verwaltung und Sozialversicherung (6,8 Prozent). Am seltensten fehlten Arbeitnehmer der Informations- und Kommunikationsbranche (drei Prozent) sowie Wissenschaftler und Freiberufler (3,4 Prozent).</p> <p><small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen<i> </i>mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">www.kkh.de/presse/portrait</a>.</small></p> KKH-Auswertung 2018: Krankenstand in Sachsen-Anhalt am höchstenhttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/fehltage-der-sueden-ist-am-fittesten2019-03-19T10:21:27.314Z2019-03-19T10:21:27.314ZSchon Kinder haben&#39;s im Kreuznoemail@noemail.orghv16 <p>Zum Tag der Rückengesundheit am 15. März weist die KKH Kaufmännische Krankenkasse darauf hin, dass Rückenschmerzen keine Frage des Alters sind. Bereits Kinder und Jugendliche sind mit Rückenproblemen in ärztlicher Behandlung wie die Versichertendaten belegen. Die Zahl der Betroffenen hat in den vergangenen Jahren jedoch nicht weiter zugenommen. Laut KKH-Auswertung sank der Anteil der betroffenen Patienten in der Altersgruppe sechs bis 18 Jahre bundesweit sogar leicht von 9,4 Prozent (2012) auf 8,7 Prozent (2017).</p> <p>„Dass zu schwere Ranzen, falsches Sitzen und Bewegungsmangel zu Haltungsschäden bei Kindern führen können, ist inzwischen bewiesen. Scheinbar haben auch immer mehr Eltern und Schulen das Problem erkannt und Präventionsmaßnahmen ergriffen. Das ist positiv zu werten“, so Vera Fathi, Expertin für Ergonomieberatung bei der KKH. Dennoch zeigt die Auswertung, dass die Zahl der Betroffenen mit zunehmendem Alter steigt. Insgesamt waren im Jahr 2017 fast 20.000 KKH-versicherte Kinder wegen Rückenschmerzen in Behandlung. Am höchsten ist der Anteil bei Jugendlichen: 2017 waren 13,8 Prozent der 15- bis 18-Jährigen wegen Rückenschmerzen beim Arzt. Grundsätzlich sind über alle Altersgruppen hinweg mehr Mädchen (9,7 Prozent) als Jungen (7,7 Prozent) betroffen.</p> <p>Vera Fathi rät, die Rückenprobleme von Kindern und Jugendlichen ernst zu nehmen und die Beschwerden ärztlich abklären zu lassen. Um Rückenschmerzen vorzubeugen, sei es wichtig, die Rückenmuskulatur von klein auf zu stärken: „Im Vordergrund sollte tägliche Bewegung an der frischen Luft, das Erkunden der Natur und das Zurücklegen von Wegen zu Fuß oder mit dem Fahrrad stehen. Zudem sorgen regelmäßiges Schwimmen, Kinderturnen oder Ballsportarten für ausreichend Bewegung, gleichen motorische Defizite aus und unterstützten den Knochen- und Muskelaufbau“, so die Sportwissenschaftlerin. Bei Jugendlichen könne vor allem das lange Sitzen am Schreibtisch bei Hausaufgaben und langen Lerneinheiten Rückenprobleme verursachen. „Auch wer zu lange auf sein Smartphone, Tablet und Co. starrt, muss mit einer verspannten Nacken- und Schultermuskulatur rechnen“, so die Expertin.</p> <p>Hinweis für die Redaktionen: Ein Foto der Expertin finden Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/downloads/kkh-experten" class="external">www.kkh.de/presse/downloads/kkh-experten</a> sowie von Kindern in Bewegung unter <a href="http://www.kkh.de/presse/downloads/eltern-und-kind" class="external">www.kkh.de/presse/downloads/eltern-und-kind</a>.</p> <p><small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen<i> </i>mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">www.kkh.de/presse/portrait</a>.</small></p> KKH-Auswertung: Mehr Mädchen als Jungen betroffenhttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/schon-kinder-haben-s-im-kreuz2019-03-13T15:05:49.445Z2019-03-13T15:05:49.445ZOhne Not in die Notaufnahme?noemail@noemail.orghv16 <p>Überlaufene Notaufnahmen, überlastete Ärzte, Patienten in der Warteschleife: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Notfallversorgung umkrempeln, damit genau das nicht mehr passiert. Ziel ist eine stärkere Steuerung der Patienten über neue gebündelte Leitstellen und zentrale Anlaufstellen in Kliniken, die beide jeweils über die Behandlung entscheiden sollen. Das Kernproblem bisher: Immer häufiger blockieren Patienten mit Bagatellerkrankungen den Ablauf in Notaufnahmen – auch zu den Öffnungszeiten der ambulanten Arztpraxen. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse bestätigt dieses Bild: Von allen rund 1.000 Befragten würde mehr als jeder Dritte das Krankenhaus trotz geöffneter Praxen ansteuern – auch wenn er bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden Hilfe benötigt.</p> <p>Von denjenigen Befragten, die in den vergangenen fünf Jahren tatsächlich mindestens einmal in der Notaufnahme waren, ging fast jeder Dritte innerhalb der Öffnungszeiten von Arztpraxen ins Krankenhaus – auf eigene Initiative, ohne Überweisung oder Rettungseinsatz. Unter den 18- bis 29-Jährigen hätte alternativ sogar fast jeder Zweite einen Haus- oder Facharzt kontaktieren können. Als Grund gaben mehr als 40 Prozent der Notaufnahme-Nutzer an, dass sie sich im Krankenhaus medizinisch besser versorgt fühlen als in der Arztpraxis. Ein Viertel der Befragten wurde nach eigener Aussage vom Haus- oder Facharzt an die Notaufnahme verwiesen. Ebenfalls knapp ein Viertel führte als Grund an, dass Patienten dort ohne einen Termin Hilfe erhalten. 13 Prozent sagten, dass sie so kurzfristig keinen Termin in der Arztpraxis bekommen und deshalb die Notaufnahme aufgesucht hätten. Nur zwölf Prozent gaben an, dass ihre Beschwerden in der Arztpraxis nicht behandelt werden (etwa Berufsunfälle, schwere Unfälle, Fälle für Notoperationen).</p> <p>„Bei gesundheitlichen Beschwerden will natürlich jeder rasche und umfassende medizinische Hilfe erhalten. Diese gibt es aber an Werktagen tagsüber nicht nur in der Notaufnahme, sondern auch in Arztpraxen“, erläutert Daniela Preußner von der KKH. „Nur bei gravierenden und lebensbedrohlichen Beschwerden ist die Notaufnahme eines Krankenhauses tagsüber die richtige Adresse.“</p> <p>Geht es darum, außerhalb der Öffnungszeiten von Arztpraxen bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden medizinische Hilfe zu erhalten, würde etwa je ein Drittel aller Befragten den ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen oder in die Notaufnahme gehen. Rund jeder Fünfte würde eine ambulante Notfallpraxis aufsuchen. Unter denjenigen, die die Notaufnahme bevorzugen, kennen immerhin fast 40 Prozent den ärztlichen Bereitschaftsdienst, würden aber dennoch zuerst ins Krankenhaus gehen, als dort anzurufen. Acht Prozent würden den Rettungsdienst unter der Nummer 112 alarmieren. „Natürlich ist es für Laien schwer einzuschätzen, ob es sich um einen Notfall handelt oder nicht“, sagt Daniela Preußner. „Mögliche Gefahren hängen darüber hinaus mit dem Gesundheitszustand jedes einzelnen, also mit eventuellen Vorerkrankungen, zusammen.“ In lebensbedrohlichen Fällen wie bei Verdacht auf einen Schlaganfall, bei Blutungen oder Atemnot sollten Patienten auf jeden Fall den Rettungsdienst 112 rufen oder sich ins Krankenhaus bringen lassen. „Wer die Notaufnahme aber mit Bagatellbeschwerden aufsucht und so die Wartezeit auf einen Arzttermin umgehen will, erschwert die Versorgung echter Notfälle erheblich“, betont Preußner.</p> <p>Das Bewusstsein, dass Schnupfen und aufgeschürfte Knie keine Notfälle sind, scheint auch bei nahezu allen von Forsa Befragten vorhanden zu sein: Obwohl für einen Großteil die Notaufnahme die erste Wahl ist, betonte dennoch die deutliche Mehrheit, dass sie das Krankenhaus nur mit größeren (83 %) oder schweren Beschwerden (87 %) aufsuchen würde – etwa bei Verdacht auf einen Knochenbruch, eine Vergiftung, Blinddarmentzündung oder einen  Herzinfarkt. Nur zwei Prozent sagten, dass sie auch mit leichten Beschwerden wie einer Erkältung oder Verstauchung in die Notaufnahme gehen würden. „In vielen Fällen reicht es aus, den ärztlichen Bereitschaftsdienst zu kontaktieren“, sagt Preußner. Dieser Service ist auch der großen Mehrheit aller Befragten bekannt – nämlich 78 Prozent. Allerdings konnten nur 15 Prozent die Nummer 116 117 korrekt angeben. „Anrufer erfahren vom ärztlichen Bereitschaftsdienst etwa, in welche Praxen sie außerhalb der regulären Öffnungszeiten gehen können“, erläutert Preußner.</p> <p><b>112 bzw. Notaufnahme:</b> Bei Lebensgefahr, sehr starken Schmerzen, Herzbeschwerden sowie schweren Verletzungen und Atemnot. „Hinter Brustschmerzen kann auch mal ein kleiner Infekt stecken, aber möglicherweise auch ein Herzinfarkt oder eine Lungenembolie&quot;, betont Daniela Preußner. Auch bei sehr starken bis unerträglichen Bauchschmerzen sind ein Besuch im Krankenhaus oder ein Anruf beim Rettungsdienst unter 112 angezeigt, denn möglicherweise handelt es sich um eine Blinddarmentzündung, einen Darm- oder Magendurchbruch. „Auch bei Taubheitsgefühlen sollten Patienten lieber auf Nummer sicher gehen“, sagt Preußner.</p> <p><b>116 117 bzw. Notfallpraxis:</b> Bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden, wenn die Praxen geschlossen sind und die Behandlung nicht bis zum nächsten Tag oder bis nach dem Wochenende warten kann, etwa bei anhaltendem Brechdurchfall, hohem Fieber oder starken Bauchschmerzen. Das Personal des ärztlichen Bereitschaftsdienstes berät die Anrufer und vermittelt die nächstgelegene ambulante Notfall- bzw. Bereitschaftspraxis. Wenn Patienten diese aus gesundheitlichen Gründen nicht aufsuchen können, kommt ein Arzt nach Hause. Gegebenenfalls werden die Anrufer auch telefonisch mit einem diensthabenden Arzt verbunden. Der ärztliche Bereitschaftsdienst wird in einigen Regionen auch als Notfalldienst oder Notdienst bezeichnet. „Er ist jedoch nicht zu verwechseln mit dem Rettungsdienst, der bei lebensbedrohlichen Beschwerden unter 112 gerufen wird.</p> <p>Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat 1003 Personen zwischen 18- und 70 Jahren Anfang 2019 repräsentativ befragt.</p> <p><b>Hinweis für die Redaktionen:</b> Grafiken zu den Umfrageergebnissen sowie Fotos zum Thema Notaufnahme finden Sie unten sowie im Downloadbereich unter <a href="http://www.kkh.de/presse/downloads/im-krankenhaus" class="external">www.kkh.de/presse/downloads/im-krankenhaus</a>. Audiomaterial für Radiosender gibt es unter<a href="http://www.pointoflistening.de/beitrag/ohne-not-in-die-notaufnahme" class="external">www.pointoflistening.de/beitrag/ohne-not-in-die-notaufnahme</a>.</p> <p><small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen<i> </i>mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">www.kkh.de/presse/portrait</a>.</small></p> KKH-Umfrage: 38 Prozent würden das Krankenhaus trotz geöffneter Arztpraxen wählenhttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/ohne-not-in-die-notaufnahme-2019-03-11T09:53:53.254Z2019-03-11T09:53:53.254ZErkrankungen durch Zecken nehmen zunoemail@noemail.orghv16 <p>Neue Risikogebiete, mehr Krankheitsfälle, exotische Arten: Gesundheitsämter und Forschungsinstitute schlagen derzeit Alarm, wenn es um Zecken geht. Die Zahl der Infektionen durch die Spinnentiere ist im vergangenen Jahr stark angestiegen. Das zeigt auch eine Auswertung der KKH Kaufmännische Krankenkasse: Demnach erkrankten im ersten Halbjahr 2018 bundesweit rund 7.000 Versicherte nach einem Zeckenstich an Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Das entspricht bereits rund zwei Drittel der Fälle vom gesamten Jahr 2017 (da lag die Zahl bei insgesamt rund 11.000). Im ersten Halbjahr 2018 kamen damit vier Krankheitsfälle auf 1.000 Versicherte, in Sachsen sogar acht. „Wenn alle Zahlen ausgewertet sind, rechnen wir 2018 mit deutlich mehr Infektionen durch Zecken als im Jahr zuvor“, sagt Sven Seißelberg, Apotheker bei der KKH. Ein Grund für den starken Anstieg war das Wetter. Der Winter 2017/2018 war mild und das Frühjahr sehr warm, sodass sich die Spinnentiere rasant vermehren konnten.</p> <p>Auch jetzt steigt bei vielerorts frühlingshaften Temperaturen wieder die Gefahr, durch einen Zeckenstich an FSME oder Borreliose zu erkranken. Gegen eine FSME, die durch einen Virus übertragen wird und zu einer Hirnhautentzündung führen kann, bietet eine gut verträgliche Impfung den einzigen Schutz. Im ersten Halbjahr 2018 hatten sich bundesweit 45.400 KKH-Versicherte impfen lassen, also 2,6 Prozent. „Die Quote ist aber noch zu niedrig“, erläutert Sven Seißelberg. Das zeigt auch die Zahl der FSME-Infektionen: Im ersten Halbjahr 2018 diagnostizierten Ärzte bei rund 150 KKH-Versicherten eine FSME. Das entspricht bereits drei Viertel der Fälle vom gesamten Jahr 2017.</p> <p>Ein großer Anteil der Erkrankungen kann laut Seißelberg durch eine Steigerung der Impfquoten insbesondere in den Risikogebieten verhindert werden. Dazu zählen vor allem Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen und das südöstliche Thüringen. Es gibt aber auch neu ausgewiesene Gebiete, etwa im niedersächsischen Emsland. In der Regel sind drei Impfungen notwendig, um den vollen Schutz zu erreichen. Dieser hält dann mindestens drei Jahre an. „Eine Impfung ist das ganze Jahr über möglich, aber vor dem Saisonstart am sinnvollsten“, erläutert Seißelberg.</p> <p>Gegen Borreliose gibt es dagegen keinen Impfstoff. Zur Vorbeugung helfen nur lange Kleidung und Zeckenschutzmittel. „Wer dennoch von einer Zecke gestochen wird und einige Tage bis Wochen danach rund um die Einstichstelle eine ringförmige Rötung beobachtet, sich außerdem abgeschlagen fühlt, Fieber und Kopfschmerzen bekommt, sollte einen Arzt aufsuchen“, rät Seißelberg. Da Borreliose durch Bakterien übertragen wird, lässt sie sich vor allem im Frühstadium gut antibiotisch behandeln.</p> <p>Angst vor exotischen Arten wie der Hyalomma-Zecke müsse man hierzulande dagegen aktuell nicht haben, sagt Seißelberg. Der Parasit, der dreimal so groß ist wie hiesige Zecken, wurde in Deutschland bislang nur vereinzelt nachgewiesen. In ihrer Heimat Afrika, Asien und Südeuropa gilt die Zecke als Überträgerin gefährlicher Erreger. Mit Blick auf den Klimawandel könnte sich der Exot künftig auch in Deutschland niederlassen.</p> <p><b>Hinweis für die Redaktionen: </b>Bundesländerspezifische Meldungen zum Thema Zecken erhalten Sie auf Anfrage an presse@kkh.de.</p> <small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen<i style="font-size: 9.6px;font-family: inherit;font-weight: inherit;"> </i>mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">www.kkh.de/presse/portrait</a>.</small> KKH registriert rund 7.000 Borreliose- und FSME-Infektionen im ersten Halbjahr 2018https://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/erkrankungen-durch-zecken-nehmen-zu2019-03-07T09:07:52.181Z2019-03-07T09:07:52.181ZFasten beginnt im Kopfnoemail@noemail.orghv16 <p>Aschermittwoch beginnt traditionell die Fastenzeit. Für viele fällt damit der Startschuss für eine Fastenkur. Sie verzichten eine Zeit lang auf bestimmte Speisen, Getränke und Genussmittel, um den Körper zu regenerieren und bewusst zu leben. Gleich ob Heil-, Intervallfasten oder Fasten mit Säften: „Der entscheidende Schlüssel für erfolgreiches Fasten ist, dass man es wirklich will und sich darauf einlässt“, sagt Dr. Anja Luci, Ernährungsexpertin der KKH Kaufmännische Krankenkasse. </p> <p><b>Frau Dr. Luci, was passiert während des Fastens im Körper?</b></p> <p>Der Körper fährt bei starker Nahrungsumstellung wie beim Heilfasten von 100 auf null runter. Das kann anfangs als sehr zehrend und anstrengend erlebt werden. Grund dafür ist, dass sich der Energiekreislauf ändert. Der Körper wird gezwungen, benötigte Glukose selbst zu produzieren. Erst bedient er sich der Proteinspeicher in der Muskulatur, dann baut er Fett ab. So verliert man an Gewicht. Auch das Hungergefühl lässt nach. An seine Stelle tritt ein Hochgefühl, da das Gehirn mehr Serotonin produziert, das gute Laune macht.</p> <p><b>Kann ich von heute auf morgen mit dem Fasten loslegen?</b></p> <p>Bei einigen Fastenarten wie dem klassischen Heilfasten oder dem Saftfasten ist das keine gute Idee. Hierfür sollte der Körper unbedingt auf den Nahrungsentzug vorbereitet werden. Für die sogenannten Entlastungstage empfehle ich wenig Fleisch, Fett und Salz und möglichst keinen Zucker, kein Weißmehl, Koffein und Nikotin. Stattdessen Leichtverdauliches auf den Speiseplan setzen wie gedünstetes Gemüse, Reis und Obst. Während der Fastenkur gibt es dann nur Flüssiges – maximal 500 Kalorien pro Tag in Form von Wasser, Kräutertees, Obst- und Gemüsesäften sowie Brühe.</p> <p><b>Viele fasten, um dauerhaft ein paar Kilo abzunehmen. Ist das erfolgsversprechend?</b></p> <p>Auch hier kommt es auf die Methode an. Beim Heil- oder Saftfasten können ein paar Pfunde purzeln. Die sind jedoch meist schnell wieder auf den Hüften. Nachhaltig Gewicht zu verlieren, klappt am besten mit einer konsequenten Ernährungsumstellung. Das Intervallfasten kann dafür ein guter Einstieg sein.</p> <p><b>Beim Intervallfasten muss man weder auf sein Lieblingsgericht noch auf Süßes verzichten. Eine empfehlenswerte Fastenart, Frau Luci?</b></p> <p>Der wesentliche Vorteil des Intervallfastens gegenüber anderen Methoden, die sich über maximal zehn Tage erstrecken, ist: Es lässt sich unkompliziert und langfristig in den Alltag integrieren. Dabei darf man in einem bestimmten Zeitfenster wie gewohnt essen, danach folgt eine längere Essenspause, in der unser Körper Fett abbaut. Am beliebtesten ist die 16:8-Methode, bei der man wechselweise acht Stunden isst und 16 Stunden pausiert. Wer zum Beispiel um sieben Uhr frühstückt, muss sich ab 15 Uhr enthalten und aufs Abendbrot verzichten. Wichtig ist, während des verkürzten Mahlzeitenfensters nicht öfter oder größere Mengen zu essen.</p> <p><b>Wie schafft man es, Versuchungen zu widerstehen und durchzuhalten?</b></p> <p>Fasten muss man wirklich wollen. Hilfreich ist es, gemeinsam zu fasten, dann auch reichlich Wasser und ungesüßten Tee zu trinken, wenn einen der Hunger überkommt, zu zuckerfreien Kaugummis zu greifen und sich zu bewegen. Das lenkt ab und ist obendrein gesund.</p> <p><b>Welche positiven Effekte hat Fasten für unseren Körper?</b></p> <p>Fasten tut Körper und Geist nachweislich gut. Der Blutdruck sinkt, der Blutzuckerspiegel stabilisiert sich, Cholesterin- und Entzündungswerte verbessern sich, Rheumabeschwerden werden gelindert, das Gewicht geht runter und die Stimmung rauf. Fasten lehrt darüber hinaus, andere Prioritäten zu setzen und mit weniger zufrieden zu sein.</p> <p><b>Kann und sollte jeder fasten?</b></p> <p>Das strenge Heilfasten sollte immer ärztlich begleitet werden. Kindern, Untergewichtigen, Kranken, Schwangeren und Stillenden rate ich generell vom Fasten ab. </p> <p><small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">www.kkh.de/presse/portrait</a>. </small></p> <p> </p> <p> </p> <p> </p> KKH-Ernährungsexpertin: Regelmäßiges Fasten tut Körper und Geist gut https://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/fasten-beginnt-im-kopf2019-03-05T11:03:11.920Z2019-03-05T11:03:11.920ZImmer mehr Patienten erhalten Antidepressiva noemail@noemail.orghv16 <p>Immer mehr Menschen in Deutschland werden Antidepressiva ärztlich verordnet. So stieg die Zahl der Patienten zwischen 2008 und 2018 um 26 Prozent. Das zeigen aktuelle Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Im Ländervergleich zeigt Sachsen-Anhalt mit 43 Prozent die höchste Steigerungsrate, gefolgt von Brandenburg mit 38 Prozent; am geringsten nahm die Zahl Betroffener in Hamburg (16 Prozent) und Schleswig-Holstein (18 Prozent) zu.</p> <p>Auffallend: Zwei von drei Patienten, denen ein Medikament gegen Depressionen verschrieben wurde, sind weiblich. Doch während die Zahl der Frauen im Erhebungszeitraum bundesweit um gut ein Viertel stieg (26 Prozent), ist die Zunahme bei männlichen Betroffenen mit mehr als einem Drittel deutlich höher (36 Prozent).</p> <p>Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter einer depressiven Erkrankung. Laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat sich wegen der Arbeitnehmer, die aufgrund seelischer Erkrankungen am Arbeitsplatz ausfielen, die Zahl der Krankheitstage in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt, stieg 2017 bundesweit auf insgesamt 107 Millionen AU-Tage an. Es verwundert daher kaum, dass immer mehr Medikamente gegen Depressionen verschrieben und eingenommen werden. „Gerade bei schweren Verlaufsformen sind Antidepressiva oft unersetzlich, lindern Symptome wie Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und hellen die Stimmung auf“, erläutert Apotheker Sven Seißelberg von der KKH. Allein können sie eine Depression jedoch nicht heilen. Vielmehr bedarf es der Kombination mit einer Psychotherapie. </p> <p>Oftmals werden Medikamente gegen Depressionen jedoch zu schnell und ohne eindeutige Diagnose verschrieben. Bei leichten bis mittleren Depressionen sind sie nicht immer das Mittel der Wahl. „Vor allem Kinder und Jugendliche sollten Antidepressiva nur in Ausnahmefällen erhalten“, appelliert Sven Seißelberg. Denn die Nebenwirkungen können stark sein, reichen von Müdigkeit über Gewichtszunahme, Verstopfung, Schlafstörungen und sexuelle Funktionsstörungen bis hin zu Herzrhythmusstörungen.</p> <p>Wem ein Antidepressivum verordnet wurde, der sollte genau beobachten, ob es ihm spürbar besser geht. „Halten die Beschwerden auch nach mehrwöchiger Einnahme an oder treten starke Nebenwirkungen auf, sprechen Sie Ihren Arzt an“, rät Apotheker Seißelberg. „Eventuell ist die Dosis zu ändern, ein Präparat mit anderen Wirkstoffen geeigneter oder das Medikament abzusetzen.“ </p> <p><b>Wissenswert:</b></p> <ul> <li>Geduld haben: Antidepressiva wirken meist erst nach einigen Wochen.</li> <li>Medikamente gegen Depressionen wie empfohlen regelmäßig einnehmen. Wurde eine Einnahme einmal vergessen, diese ausfallen lassen und normal fortfahren.</li> <li>Ein Antidepressivum nie abrupt und ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt absetzen. Soll die Arznei abgesetzt werden, lässt man sie „ausschleichen“, das heißt, die Dosis wird langsam reduziert. Ansonsten droht ein Rückfall.</li> <li>Auf Alkohol verzichten, denn der kann die Wirkung von Antidepressiva verhindern!</li> <li>Antidepressiva werden von Ärzten auch bei Angst-, Zwangs-, Schlaf-, Essstörungen und gegen chronische Schmerzen verordnet.</li> </ul> <p> </p> <p><b>Hinweise für die Redaktionen:</b> Eine Tabelle mit der Auswertung nach Bundesländern finden Sie unten sowie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/downloads/grafiken" class="external">www.kkh.de/presse/downloads/grafiken</a>, Stichwort &quot;Antidepressiva&quot;. Bundesländerspezifische Meldungen zum Thema erhalten Sie auf Anfrage an presse@kkh.de. Passende Fotos zum Thema können heruntergeladen werden unter <a href="http://www.kkh.de/presse/downloads/erkrankungen" class="external">www.kkh.de/presse/downloads/erkrankungen</a>, Stichwort ‚Psychische Erkrankungen‘ sowie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/downloads/apotheke-arzneimittel" class="external">www.kkh.de/presse/downloads/apotheke-arzneimittel</a>, Stichwort ‚Arzneimittel‘.</p> <p><small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">www.kkh.de/presse/portrait</a>. </small></p> KKH: Zwei von drei Patienten sind weiblichhttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/immer-mehr-patienten-erhalten-antidepressiva-2019-03-07T09:57:59.321Z2019-03-07T09:57:59.321ZFrühlingssonne für die Gesundheit nutzennoemail@noemail.orghv16 <p>Das Wetter-Hoch „Frauke“ beschert Deutschland seit dem Wochenende erneut viele Sonnenstunden und milde Temperaturen. Welche positiven und negativen Auswirkungen der frühe Frühling für die Gesundheit hat, erläutern Gesundheitsexperten der KKH Kaufmännische Krankenkasse.</p> <p><b>Sonnenlicht verbreitet gute Laune</b></p> <p>„Tanken Sie so viel Sonnenlicht wie möglich, denn es kurbelt die Produktion des stimmungsaufhellenden Hormons Serotonin an. Das macht gute Laune und beugt depressiven Verstimmungen vor“, sagt <b>Jana Acker, Expertin für betriebliches Gesundheitsmanagement bei der KKH. </b>Ihr Rat: „Lassen Sie frische Luft ins Büro und verbringen Sie die Mittagspause draußen! In der Natur zu sein, entspannt, baut Stress ab und ist einfach Balsam für die Seele. Frühjahrsmüdigkeit hat damit keine Chance“, so die Präventionsmanagerin. Außerdem bildet der Körper mit Hilfe der UV-Strahlen Vitamin D, das wichtig für Muskel- und Knochenaufbau ist.</p> <p><b>Aktivität lässt Pfunde purzeln</b></p> <p>„Rauf aufs Fahrrad, rein in den Garten oder einfach die Laufschuhe geschnürt – wer den Körper bei dem frühlingshaften Wetter mobilisiert, stärkt Herz, Kreislauf und das Immunsystem“, sagt <b>Ralf Haag, Sportwissenschaftler bei der KKH</b>. Weiterer Effekt: „Die Bewegung kurbelt den Stoffwechsel an und lässt überflüssige Pfunde purzeln.“ Dies funktioniert natürlich am besten, wenn die sportliche Aktivität ganzjährig in den Alltag integriert wird. „Deshalb Achtung: Überschätzen Sie sich nicht! Powern Sie sich nicht aus, sondern steigern Sie die Trainingseinheiten moderat“, rät der Sportexperte.</p> <p><b>Eisgenuss ohne Reue</b></p> <p>Ob als Eis am Stiel, im Becher in der Eisdiele oder in der Waffel für den Stadtbummel unterwegs: Das erste Eis des Jahres schmeckt köstlich. „Figurbewusste Eisgenießer sollten kalorienarme Fruchtsorten wie Zitrone oder Mango bevorzugen und auf Sahne, zerkleinerte Naschereien als Garnitur und zusätzliche Soßen verzichten. Denn sonst wird der Eisgenuss schnell zu einer echten Kalorienbombe“, weiß <b>Dr. Anja Luci, ernährungswissenschaftliche Beraterin bei der KKH</b>. Ihr Tipp: „Probieren Sie doch mal gefrosteten Joghurt. Dieser ist nur leicht gesüßt und enthält außerdem probiotische Kulturen, die gut für die Verdauung sind.“</p> <p><b>Pollen-Alarm für Allergiker</b></p> <p>„Mit den steigenden Temperaturen nimmt der Gehalt an Pollen in der Luft zu. Damit beginnt für Millionen Allergiker die alljährliche Leidenszeit“, sagt <b>Sven Seißelberg, Apotheker bei der KKH</b>. Ausgelöst wird die Allergie durch den Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Getreide und Kräutern, aktuell von Hasel und Erle, bald dann von Birke und Esche, Weide oder auch Pappel. Während der Heuschnupfenzeit wird die Einnahme sogenannter Antihistaminika empfohlen. „Sie blockieren die Freisetzung des Histamins und verringern so die Beschwerden wie juckende Augen oder Niesreiz. Den Wirkstoff gibt es in Form von Tabletten, Tropfen, Spray oder Saft. Neuere Präparate machen zudem nicht mehr so müde wie noch vor einigen Jahren“, erklärt der Apotheker.<b></b></p> <p><b>Hinweis für die Redaktionen:</b> Fotos zu den Themen Bewegung und Ernährung sowie zu unseren Experten finden Sie unten und in unserem Download-Bereich unter <a href="https://www.kkh.de/presse/downloads" class="external">Downloads | KKH Kaufmännische Krankenkasse</a>.</p> <p><small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen<i> </i>mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">www.kkh.de/presse/portrait</a>.  </small></p> Tipps von KKH-Experten zum frühen Saisonstart im Februarhttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/fruehlingssonne-fuer-die-gesundheit-nutzen2019-02-25T12:41:24.048Z2019-02-25T12:41:24.048ZGute Nacht? Davon können viele nur träumen!noemail@noemail.orgstephan <p>Übermüdet durch den Alltag? Das trifft vor allem auf immer mehr junge Erwachsene zu. Laut einer bundesweiten Datenerhebung der KKH Kaufmännische Krankenkasse schlafen vor allem die 19- bis 29-Jährigen zunehmend schlechter: Deren Anteil mit ärztlich diagnostizierten, nicht organisch bedingten Schlafstörungen hat sich von 2007 auf 2017 fast verdoppelt (plus 89 Prozent). So hoch war der Anstieg in keiner anderen Altersgruppe. Insgesamt wurden 2017 bei rund 120.000 KKH-Versicherten jeden Alters Schlafstörungen diagnostiziert.</p> <p>„Die Dunkelziffer dürfte aber noch viel höher sein, denn nicht jeder geht bei Schlafmangel zum Arzt“, erläutert Thomas Seidel vom KKH-Serviceteam in Krefeld. Der große Anstieg ist ein Warnsignal, denn Schlafstörungen können Begleiterscheinungen diverser Leiden sein und erhöhen unter anderem das Risiko, an Depressionen und Angststörungen zu erkranken. Und auch da verzeichnet die KKH bei den 19- bis 29-Jährigen einen deutlichen Anstieg. Rund 18.000 junge Erwachsene waren 2017 von Depressionen betroffen, das sind 45 Prozent mehr als noch 2007. Unter Angststörungen litten rund 9.000 Versicherte dieser Altersgruppe – gut ein Viertel mehr als noch 2007. „Leider spielt das Thema Schlaf in der Gesellschaft bislang eher eine untergeordnete Rolle“, sagt Seidel. „Dabei ist eine erholsame Nachtruhe die Grundvoraussetzung für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden.“</p> <p>Auszubildende, Studenten und viele Berufstätige sind heutzutage vor allem psychisch hoch beansprucht. Gerade Berufsanfänger stehen häufig unter Erfolgsdruck. Viele kümmern sich noch nach Feierabend um berufliche Angelegenheiten, lesen dienstliche Emails oder planen den nächsten Arbeitstag. Gerade die Jüngeren chatten, posten und liken darüber hinaus häufig noch bis tief in die Nacht hinein. Thomas Seidel rät deshalb dringend zu einem Gegenpol zu Büroarbeit und Medienkonsum. „Wer vor allem psychisch im Job gefordert ist, sollte sich zum Ausgleich unbedingt bewegen und den Feierabend nicht auch noch vor dem Computer verbringen.“ Seidel rät außerdem dazu, mindestens eine halbe Stunde vor dem Schlafen offline zu gehen. Denn das blaue Licht von mobilen Geräten stört die Ausschüttung des für einen geregelten Tag-Nacht-Rhythmus wichtigen Schlafhormons Melatonin.</p> <p><b style="font-family: inherit;font-style: inherit;">Weitere Tipps für eine gute Nachtruhe:</b></p> <ul> <li>Regelmäßige Schlafzeiten: Im Idealfall jeden Tag (auch am Wochenende) zur gleichen Zeit aufstehen. Abends ins Bett gehen, wenn man sich müde und schläfrig fühlt.</li> <li>Ein persönliches Abendritual einführen, z. B. ein entspannendes Bad oder eine CD mit Naturgeräuschen wie Meeresrauschen. Das kann helfen, Körper und Geist auf die Nachtruhe einzustimmen und problematische Gedanken loszulassen.</li> <li>Vor dem Schlafengehen keine Konfliktgespräche führen.</li> <li>Abends besser leichte Kost genießen und keine koffeinhaltigen Getränke zu sich nehmen. Auch zu viel Alkohol und Nikotin rauben den Schlaf!</li> <li>Stress abbauen, d. h. auf ausreichend Ruhezeiten achten, Verzichtbares von der To-Do-Liste streichen und auch mal Nein sagen. Yoga oder Autogenes Training können außerdem helfen, bewusst zu entspannen.</li> <li>Wer nachts aufwacht und grübelt, sollte seine Gedanken aufschreiben und somit erst einmal ablegen. Wer trotzdem hellwach bleibt, sollte aufstehen und sich mit etwas Ruhigem beschäftigen, bis die Müdigkeit wieder einsetzt: einen Tee kochen, lesen.</li> <li>Schlafmittel sind immer die letzte Wahl! Wenn Schlafstörungen über einen längeren Zeitraum andauern oder immer wieder auftreten, sollte ein Arzt um Rat gefragt werden.</li> </ul> <p><small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen<i> </i>mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">www.kkh.de/presse/portrait</a>.</small></p> KKH: Anteil der 19- bis 29-Jährigen mit Schlafstörungen hat sich fast verdoppelthttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/gute-nacht-davon-koennen-viele-nur-traeumen-2019-02-25T08:21:11.132Z2019-02-25T08:21:11.132ZKKH: Vorsicht, Zuckerfalle!noemail@noemail.orghv16 <p>Viele Erwachsene, aber auch Kinder essen deutlich mehr Zucker, als sie denken. Das belegt eine Studie der Universität Mannheim und des Max-Planck-Institutes. So schätzten 74 Prozent der teilnehmenden Eltern den Zuckeranteil von Nahrungsmitteln falsch ein, meistens zu niedrig. Teils lagen sie sogar erheblich daneben, insbesondere bei Orangensaft und Fruchtjoghurt, also Lebensmitteln, die als gesund gelten. Diese Fehleinschätzungen können sich unmittelbar auf die Gesundheit der Kinder auswirken. Dr. Anja Luci, ernährungswissenschaftliche Beraterin der KKH Kaufmännische Krankenkasse, erklärt deshalb, wo sich der Süßmacher überall verstecken kann.</p> <p><b>Frau Dr. Luci, warum unterschätzen so viele Menschen den Zuckergehalt in Lebensmitteln?<br /> </b>Das hat verschiedene Ursachen, ein gewichtiger Grund ist sicherlich das Versteckspiel der Industrie. Zwar sind die Hersteller seit 2016 verpflichtet, den Gesamtzuckergehalt ihrer Produkte pro 100 Gramm auszuweisen. Auf der Zutatenliste sind die einzelnen Zuckerarten und -synonyme allerdings häufig einzeln aufgeführt. Und die muss man erst einmal alle kennen. Die Hersteller erwecken so den Anschein, es handele sich jeweils nur um geringe Mengen. Darüber hinaus werden die Portionsgrößen mit den Kalorienangaben fast immer zu gering definiert. Wer isst schon zwei Kekse und legt dann die Tüte zur Seite?</p> <p><b>Dass Kekse weder gesund noch figurfreundlich sind, ist den meisten vermutlich bekannt. Welche Lebensmittel sind denn überraschende Zuckerfallen?<br /> </b>Vor allem der Zuckergehalt in vermeintlich gesunden Lebensmitteln ist deutlich höher, als viele annehmen. Das betrifft Säfte ebenso wie Milchprodukte oder Cerealien. Zum Beispiel enthält ein Glas Organgensaft genauso viel Zucker wie ein Glas Cola – sieben Stücke Würfelzucker. Eine echte Zuckerbombe ist Trockenobst mit einem Anteil von 50 bis 70 Prozent Fruchtzucker. Auch Cornflakes und Müslis haben es in sich. Gleiches gilt für Ketchup, Nudel- und Grillsaucen und Dressings. Bereits mit einem Esslöffel nimmt man ungefähr drei Stücke Zucker zu sich.</p> <p><b>Und wie sieht es mit Produkten aus, die mit Aussagen beworben werden wie „enthält weniger Zucker“?<br /> </b>Light-Produkte sind generell mit Vorsicht zu genießen. Denn weniger Zucker bedeutet meistens mehr Fett, um den geringer dosierten Geschmacksträger auszugleichen. Umgekehrt ist das übrigens ebenfalls üblich. Manchmal werden auch Fruchtsaftkonzentrate eingesetzt, die den Zuckergehalt hochtreiben, aber nicht als Zucker ausgewiesen werden müssen.</p> <p><b>Angesichts der alarmierenden Nachricht, dass immer mehr Kinder übergewichtig sind: Wie kann man Mädchen und Jungen einen gesunden Umgang mit Zucker beibringen?<br /> </b>Verbote sind fast immer kontraproduktiv. Eltern sollten besser mit gutem Beispiel vorangehen, das beginnt schon beim Einkaufen: den Versprechungen und Verlockungen der Werbung widerstehen und die Zutatenliste auf Lebensmittelverpackungen genau lesen, versteckte Zuckerquellen erkennen lernen. Optimal wäre natürlich, Fertigprodukte komplett zu meiden und frisch zu kochen, am besten zusammen mit den Kindern. Eine prima Alternative für Pudding oder gezuckerten Fruchtjoghurt ist zum Beispiel Naturjoghurt mit frischen oder tiefgekühlten Früchten, die sich die Kinder selbst aussuchen dürfen. Generell sollte man versuchen, die Ernährung so umzustellen, dass Süßigkeiten und stark Gezuckertes etwas Besonders sind, zum Beispiel ein Highlight am Wochenende.</p> <p><b>Die Lebensmittelindustrie ist schuld an der Misere, sagen Ärzteverbände und fordern eine Zuckersteuer – die Regierung lehnt das ab und will ein ganzheitliches Konzept auf den Weg bringen. Welche Maßnahmen halten Sie für geeignet, um den Zuckerkonsum nachhaltig zu reduzieren?<br /> </b>Am wichtigsten sind Aufklärung und Prävention. Sich mit Ernährung zu beschäftigen, sollte schon in der Kita beginnen und sich in Grund- und weiterführenden Schulen konsequent fortsetzen. So erreicht man sowohl Kinder als auch Eltern. Gleichzeitig sollten Snack- und Softdrink-Automaten von Schulhöfen verschwinden, das Angebot an Schulkiosken und in Mensen gesünder werden. Bei Bedarf könnten Ernährungsberater Unterstützung bieten. Genauso essenziell ist Transparenz: Verarbeitete Lebensmittel besser und einfacher zu kennzeichnen, zum Beispiel mit einer Nährwert-Ampel, würde für deutlich mehr Durchblick sorgen. Rot, gelb oder grün – und schon ist auf Anhieb klar, wie gesund oder ungesund ein Produkt ist.</p> <p><b>Hinweis für die Redaktionen:</b> Passende Fotos zum Thema Zucker finden Sie unten sowie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/downloads/lebensmittel" class="external">www.kkh.de/presse/downloads/lebensmittel</a>.</p> <p><small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen<i> </i>mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">www.kkh.de/presse/portrait</a>. </small></p> Viele Menschen unterschätzen den Zuckergehalt von Lebensmittelnhttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/kkh-vorsicht-zuckerfalle2019-02-19T16:42:54.957Z2019-02-19T16:42:54.957ZSmartphone-Zoff kann krank machen noemail@noemail.orghv16 <p>Ob jung oder älter: Ein Leben ohne Smartphone und Computer ist für viele heute unvorstellbar. Doch in vier von fünf Familien löst die Mediennutzung Streit zwischen Eltern und Kindern aus. Konfliktauslöser Nummer 1: die Nutzungsdauer. 70 Prozent der Mütter und Väter ist sie deutlich zu hoch, wie eine repräsentative Umfrage der KKH Kaufmännische Krankenkasse unter 1.005 Eltern zeigt. Knapp die Hälfte der Befragten befürchtet, dass der Nachwuchs wegen des Smartphones oder PCs die Schulaufgaben vernachlässigt. Und in jeder vierten Familie gibt es Zoff wegen der Art der Mediennutzung, beispielsweise wenn während gemeinsamer Mahlzeiten gesurft oder gespielt wird.</p> <p>Ohne Zweifel bergen Medien Konfliktpotential, weil Eltern Angst vor Risiken durch zu häufige oder zu einseitige Nutzung haben. Dennoch sollten Eltern und Kinder versuchen, Zoff darüber zu vermeiden, denn der kann krank machen. „Ständiges Streiten ist eine emotionale Belastung für jede Familie und hilft nicht dabei, eine sinnvolle Lösung zu finden“, sagt Psychologin Franziska Klemm von der KKH.</p> <p>Dabei beinträchtigen zwischenmenschliche Konflikte nicht nur das seelische Wohlbefinden, sondern auch die körperliche Gesundheit. So fanden US-Forscher der Carnegie Mellon University heraus, dass durch Streit langfristig der Blutdruck steigen kann  eine der Hauptursachen für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Frauen sind besonders betroffen.</p> <p>Natürlich sind Konflikte nicht immer vermeidbar. Damit die Nutzung von Medien nicht in ein Dauerstreitthema ausufert, gibt es hilfreiche Lösungsstrategien. „Setzen Sie sich mit Ihrem Kind an einen Tisch und besprechen Sie offen Ihre Wünsche und Befürchtungen. Haben Sie dabei ein offenes Ohr für Ihr Kind und suchen Sie gemeinsam nach einer Lösung, die für beide Seiten akzeptabel ist“, rät die Expertin. Kommen Sie nicht auf einen Nenner, kann es auch hilfreich sein, die Perspektive zu wechseln und sich in den anderen hineinzuversetzen. Damit es rund um die Mediennutzung keinen Streit gibt, empfiehlt Psychologin Klemm ferner, in der Familie Regeln aufzustellen. „Vereinbaren Sie für alle klar verständlich, welche Medien und Medieninhalte wann wie lange genutzt werden dürfen und welche Konsequenzen bei Nichteinhaltung folgen. Am besten halten Sie das in einem Medienvertrag fest.“ Das fördert einen bewussten, verantwortungsvollen Umgang des Nachwuchses mit Smartphone und Co. und stärkt die Medienkompetenz.                                                                                                   </p> <p><b>Hinweis für die Redaktionen:</b> Weitere Informationen und Tipps enthält der KKH-Gesundheitsreport „Kinder und Smartphones – Wer hat wen im Griff?“ unter <u><a href="http://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/generation-online-smartphones-co-im-griff" class="external">www.kkh.de/presse/pressemeldungen/generation-online-smartphones-co-im-griff</a></u>. Fotos zum Thema sind weiter unten zu finden oder unter <a href="http://www.kkh.de/presse/downloads/eltern-und-kind" class="external">www.kkh.de/presse/downloads/eltern-und-kind</a>, Stichwort ‚Kinder und Medien‘.</p> <p><small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen<i> </i>mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">www.kkh.de/presse/portrait</a>. </small></p> KKH: Nutzungsdauer ist Konfliktauslöser Nummer 1 in Familienhttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/smartphone-zoff-kann-krank-machen-2019-02-14T07:30:53.770Z2019-02-14T07:30:53.770ZGeneration 75 plus am häufigsten im Wartezimmernoemail@noemail.orghv16 <p>Mit zunehmendem Alter steigt auch die Zahl der Arztbesuche deutlich an. Das zeigt eine bundesweite Analyse der ambulant-ärztlichen Versorgung von Versicherten der KKH Kaufmännische Krankenkasse für das Jahr 2017. Demnach kontaktierten die 75- bis 84-jährigen am häufigsten einen Arzt – egal ob Allgemeinmediziner oder Facharzt: Sowohl die Frauen als auch die Männer dieser Altersgruppe nahmen rund 14-mal ambulante medizinische Hilfe in Anspruch. Ähnlich sah es bereits fünf Jahre zuvor aus.</p> <p>„Die Anzahl der Arztbesuche hängt stark mit dem Gesundheitszustand zusammen. Mit zunehmendem Lebensalter steigt etwa die Häufigkeit chronischer Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes und Osteoporose. Das ist ein Grund, warum ältere Menschen deutlich häufiger zum Arzt gehen als jüngere“, erläutert Oliver Schmidt vom KKH-Serviceteam Kassel. „Außerdem liegt die Vermutung nahe, dass Senioren, die sich dauerhaft einsam fühlen, häufiger im Wartezimmer sitzen.“</p> <p>Betrachtet man dagegen die jüngeren Versicherten, gehen diese deutlich seltener zum Arzt. Außerdem gibt es – anders als bei den Senioren – große Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Am seltensten kontaktierten laut KKH-Analyse Männer zwischen 20 und 29 Jahre einen Mediziner: im Jahr 2017 rund dreimal – ihre Altersgenossinnen dagegen achtmal. Altersübergreifend gesehen nahmen KKH-versicherte Männer im Durchschnitt rund sechsmal im Jahr ambulante medizinische Versorgung in Anspruch, Frauen dagegen zehnmal.</p> <p><b>Die Top fünf der am häufigsten kontaktierten Ärzte (prozentualer Anteil je 100 Versicherte 2017):</b></p> <p>1.    Allgemeinmediziner (92 %)<br /> 2.    Laborärzte (44 %)<br /> 3.    Chirurgen/Orthopäden (28 %)<br /> 4.    Gynäkologen (26 %)<br /> 5.    Augenärzte (23 %)</p> <p><b>Hinweis für die Redaktionen:</b> Fotos zum Thema Arztbesuche finden Sie unten sowie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/downloads/beim-arzt" class="external">www.kkh.de/presse/downloads/beim-arzt</a>.</p> <p><small>Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen<i> </i>mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter <a href="http://www.kkh.de/presse/portrait" class="external">www.kkh.de/presse/portrait</a>. </small></p> KKH-Analyse zur ambulanten Versorgung: Bis zu 14 Medizinerkontakte im Jahrhttps://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/generation-75-plus-am-haeufigsten-im-wartezimmer2019-02-12T08:46:26.949Z2019-02-12T08:46:26.949Z